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Darum ist Homelanders Jesus-Phase seine finale Form | serien.de
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Darum ist Homelanders Jesus-Phase seine finale Form

Lea Zimmermann
Lea Zimmermann,
17.04.2026, 01:15 Uhr

In Staffel 5 von The Boys auf Prime Video entwickelt sich Homelander zur wohl gefährlichsten Version seiner selbst: ein selbsternannter Gott mit messianischem Anspruch. Showrunner Eric Kripke erklärt, wie diese Entwicklung geplant war – und warum die Realität die Satire längst eingeholt hat.

Bisheriger Stand zur Serie

The Boys ist seit 2019 laufend. Bisher gibt es 5 Staffeln.

Darum ist das relevant

Staffel 5 ist die finale Staffel von The Boys, weshalb Homelanders Charakterentwicklung direkt auf das Serienende zuläuft. Zuschauer erhalten hier Kontext zur zentralen Bedrohung, die den Abschluss der Geschichte bestimmt.

Artikel-Inhalt

Homelanders Endform: Ein neuer Gott

Seit Staffeln schleicht sich Antony Starr als Homelander immer tiefer in den Wahnsinn. In Staffel 5 von The Boys erreicht diese Entwicklung ihren vorläufigen Höhepunkt: Homelander inszeniert sich als göttliche Figur, als Messias für seine Anhänger. Für Showrunner Eric Kripke ist das keine Übertreibung, sondern die logische Konsequenz einer langen Charakterentwicklung.

In einer Vision erscheint Madelyn Stillwell, gespielt von Elisabeth Shue, und flüstert Homelander die entscheidenden Worte ein: 'Du wirst aufsteigen, unsterblich werden, göttlich, ein wahrer Gott mit der Liebe der Welt. Ich weiß, du denkst, Liebe sei schwach – aber wer wird mehr geliebt als Jesus? Und warum sollte er mehr Liebe verdienen als du? Du rettest mehr Menschen als er.' Diese Szene markiert den Wendepunkt in Homelanders Selbstbild.

Kripke beschreibt diese Entwicklung als den sogenannten 'finalen Zustand' der Figur: Nach Jahren des langsamen Verlustes jeglicher Kontrolle über sich selbst findet Homelander nun eine neue, gefährliche Identität – die eines Erlösers, dem niemand Einhalt gebieten kann.

Zwei Jahre Planung vor der Wahl

Was viele Zuschauer als direkte Reaktion auf aktuelle politische Ereignisse deuten mögen, wurde laut Eric Kripke bereits vor zwei Jahren konzipiert – noch vor der US-Präsidentschaftswahl. 'Wir haben diese Episode vor zwei Jahren geschrieben, noch vor der Wahl. Es entstand aus Gesprächen darüber, wohin Homelander sich bewegt und was seine Art finale Form sein würde, während er über die Staffeln hinweg langsam den Verstand verliert', so Kripke.

Die Parallelen zur realen Welt sind dennoch unübersehbar: Donald Trump veröffentlichte tatsächlich ein KI-generiertes Bild von sich selbst als Jesus auf seinen sozialen Kanälen. Für die Macher von The Boys ist das ein bizarres Déjà-vu, das zeigt, wie nah Fiktion und Wirklichkeit inzwischen beieinanderliegen.

Kripke betont, dass die Serie stets als Satire gedacht war – doch die Realität überholt das Drehbuch in einem atemberaubenden Tempo, das selbst erfahrene Autoren an ihre Grenzen bringt.

Kripkes Frust über die Realität

Eric Kripke macht aus seiner Erschöpfung keinen Hehl: 'Meine Sorge war, dass alle denken würden, Homelander sei zu weit gegangen und es sei zur Karikatur geworden. Das war meine echte Sorge. Aber die Welt übertrifft uns immer wieder an Verrücktheit.' Der Showrunner richtet sich mit einem humorvollen, aber ernsten Appell an die politische Wirklichkeit.

'Ich wünschte mir einfach, die Trump-Regierung würde aufhören, die Serie für uns zu vermarkten', so Kripke weiter. Es sei ehrlich gesagt erschöpfend. Die Satire kämpft darum, absurder zu sein als die Realität – und verliert diesen Wettlauf zunehmend.

Für Karl Urban, Jack Quaid, Erin Moriarty, Laz Alonso und Chace Crawford bedeutet das: Die Welt, in der ihre Figuren kämpfen, wirkt mit jedem Nachrichtenzyklus weniger fiktiv. Das verleiht der Serie eine zusätzliche Dringlichkeit, die Kripke und sein Team so nicht geplant hatten.

A-Trains Tod schockt Fans

Neben Homelanders Aufstieg zur Gottheit sorgte die finale Staffel gleich zu Beginn für einen weiteren Schock: A-Train, gespielt von Jessie T. Usher, wurde bereits in der Auftaktepisode von Homelander kurzerhand durch einen Genickbruch getötet. Eine der langjährigen Hauptfiguren der Serie ist damit Geschichte.

Kripke erklärt, warum dieser Tod so wichtig für die letzte Staffel ist: 'Es war wirklich belebend zu wissen, dass wir niemanden am Leben halten müssen. Oft kann man in Charakterkonflikten nur so weit gehen, weil man die Figuren letztlich weiter interagieren lassen muss. Das mussten wir diese Staffel nicht mehr – man konnte die Charaktere einfach explodieren lassen, im übertragenen und im wörtlichen Sinne. Das hat wirklich Spaß gemacht.'

Dieser Ansatz signalisiert, dass in den verbleibenden fünf Episoden der Staffel keine Figur mehr sicher ist. Nach drei ausgestrahlten Folgen steht das Finale unmittelbar bevor – und die Spannung könnte kaum größer sein.

Fünf Folgen bis zum Serienfinale

The Boys Staffel 5 ist die letzte der Serie auf Prime Video. Drei Episoden wurden bereits veröffentlicht, fünf weitere stehen noch aus. Die Zeit für Auflösungen, Konfrontationen und Abschiede wird knapp – und die Messlatte liegt nach dem bisherigen Verlauf der Staffel außerordentlich hoch.

Antony Starr als Homelander, Karl Urban als Billy Butcher (Karl Urban), Jack Quaid als Hughie, Erin Moriarty als Annie (Erin Moriarty), Laz Alonso als Mother's Milk und Chace Crawford als The Deep steuern auf ein Finale zu, das die gesamte Mythologie der Serie auf den Prüfstand stellt. Wer überlebt, wer scheitert – das bleibt bis zuletzt offen.

Eric Kripke und sein Team haben versprochen, keine Kompromisse einzugehen. Angesichts von A-Trains frühem Tod und Homelanders messianischem Wahn darf man gespannt sein, was die finale Auseinandersetzung zwischen Mensch und Übermensch noch bereithält.

Weitere Artikel zur Serie:

  • Wann Marie Moreau in The Boys Staffel 5 auftaucht (16.04.2026)
  • The Boys Staffel 5: Kripke erklärt das Happy End (16.04.2026)

Fragen zum Finale

Warum inszeniert sich Homelander in Staffel 5 als Jesus?

Laut Showrunner Eric Kripke ist dies Homelanders sogenannte finale Form – die logische Konsequenz seines jahrelangen Kontrollverlustes. Eine Vision von Madelyn Stillwell, gespielt von Elisabeth Shue, bestärkt ihn darin, sich als gottgleiche Figur zu begreifen.

Hat die Trump-Regierung die Handlung von The Boys beeinflusst?

Nein. Eric Kripke betont, dass die Jesus-Episode bereits zwei Jahre vor der Ausstrahlung und vor der Wahl geschrieben wurde. Die Parallelen zur Realität, etwa Donald Trumps KI-Bild als Jesus, sind reiner Zufall – wenn auch ein für Kripke erschöpfender.

Warum wurde A-Train so früh in Staffel 5 getötet?

Showrunner Eric Kripke wollte in der letzten Staffel keine Rücksicht mehr auf das Überleben der Figuren nehmen müssen. Jessie T. Usher als A-Train wurde bereits in der ersten Episode von Homelander getötet, um zu signalisieren, dass niemand mehr sicher ist.

Wie viele Episoden hat The Boys Staffel 5 noch?

Nach drei bereits veröffentlichten Folgen stehen noch fünf Episoden aus. Staffel 5 ist die letzte der Serie und läuft auf Prime Video.

Zuletzt aktualisiert: 17.04.2026, 01:15 Uhr
Lea Zimmermann
Autor
Lea Zimmermann
Science FictionFantasy-SerienMystery

Lea Zimmermann ist Redakteurin bei Serien.de und analysiert aktuelle Serien mit einem besonderen Blick für Atmosphäre, Figurenentwicklung und…

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