Running Point eskaliert: Darum ist Cam diesmal gefährlicher
Ausgerechnet Cams Intelligenz macht ihn zur größten Gefahr für Isla. Stassen und sein Autorenteam rangen darum, wie früh Cam in Staffel 2 seine dunkle Seite zeigen darf, ohne zur Karikatur zu werden. Dass ein ehemals kompetenter Manager zum komplexesten Antagonisten der Serie wird, hat niemand so erwartet.
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Cam ist wieder da und gefährlicher
Nach seinem Aufenthalt in der Entzugsklinik ist Cam Gordon wieder auf freiem Fuß. David Stassen betonte, dass er es kaum erwarten konnte zu sehen, wie Cam mit Isla und der restlichen Familie nun auf direkterem Weg interagiert, da er nicht länger hinter Klinik-Mauern sitzt.
Diese neue Nähe verändert die Machtverhältnisse innerhalb der Gordon-Familie grundlegend. Isla, gespielt von Kate Hudson, hatte in der ersten Staffel die Gelegenheit, sich als Präsidentin der Los Angeles Waves zu etablieren, ohne dass ihr ältester Bruder ihr dabei im Weg stand.
Jetzt ist dieser Schutzraum weg. Cam ist zurück, er ist präsent, und Isla muss sich täglich beweisen, während ihr Bruder genau beobachtet, was sie tut.
Wie böse darf Cam sein?
Das zentrale Drehbuch-Problem, das Stassen und sein Autorenteam lösen mussten, war die Frage: Wie böse ist Cam, und ab wann zeigt er das offen? Zu schnell als klassischer Bösewicht aufzutreten, hätte die Figur flach wirken lassen.
Stassen wollte bewusst vermeiden, dass Cam zu einem klischeehaften Schurken mit übertriebener Bösartigkeit wird. Stattdessen sollte die Bedrohung unterschwellig bleiben und sich langsam aufbauen.
Diese Entscheidung gibt Justin Theroux die Möglichkeit, die Ambivalenz der Figur voll auszuspielen. Cam ist kein eindimensionaler Antagonist, sondern jemand, der seine wahren Absichten hinter Charme und Kompetenz versteckt.
Cam war einst brillant in seinem Job
Was Cam als Figur besonders interessant macht, ist seine Vergangenheit als fähiger Funktionär. Bevor ihn seine persönlichen Probleme aus der Bahn warfen, war er hervorragend in seiner Rolle als Präsident der Los Angeles Waves.
Dieses Wissen macht ihn gefährlicher als jeden externen Feind. Er kennt die Organisation von innen, er kennt ihre Schwachstellen, und er kennt Isla besser als irgendjemand sonst.
Stassen betonte, dass Cam ein wirklich kluger Charakter ist. Seine Intelligenz ist keine Nebeneigenschaft, sondern das Kernmerkmal, das ihn zur echten Bedrohung für Islas Position macht.
Isla bleibt stets auf der Hut
Kate Hudsons Figur Isla Gordon weiß genau, mit wem sie es zu tun hat. Sie kennt ihren Bruder, sie liebt ihn, aber sie ist sich seiner Schattenseiten bewusst. Stassen beschrieb, dass Isla immer Ausschau nach der anderen Seite von Cam hält.
Diese innere Zerrissenheit zwischen familiärer Zuneigung und professioneller Selbstverteidigung ist der emotionale Kern der zweiten Staffel. Isla kann Cam nicht einfach ignorieren, aber sie kann ihm auch nicht blind vertrauen.
Tatiana Hullender hat an der Entwicklung dieser Dynamik mitgearbeitet und dazu beigetragen, dass die Beziehung zwischen den Geschwistern vielschichtig und glaubwürdig bleibt, statt in ein einfaches Gut-gegen-Böse-Schema zu verfallen.
Running Point Staffel 2 auf Netflix
Running Point ist exklusiv auf Netflix verfügbar. Die zweite Staffel setzt die Geschichte rund um die fiktive Basketball-Franchise Los Angeles Waves fort und baut die Figurenkonstellation deutlich aus.
Mit Justin Theroux als Cam Gordon und Kate Hudson als Isla Gordon stehen zwei starke Figuren im Mittelpunkt, deren Konflikt die gesamte Staffel prägen dürfte. Die Besetzung und das Konzept versprechen mehr Spannung und tiefere Charakterzeichnung als zuvor.
Wer die erste Staffel mochte, darf sich auf eine dunklere und komplexere Fortsetzung freuen, in der die Familiengeschichte der Gordons in den Vordergrund rückt.
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Artikel geschrieben von:

Mia Braun ist Redakteurin bei serien.de mit Fokus auf moderne Streaming-Serien und detaillierte Episodenanalysen.
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