Kaling schuf Running Point, doch der Schauspieler-Chat lässt sie aus

Ike Barinholtz wollte einen romantischen Drei-Folgen-Arc mit Kate Hudson. Kaling gab ihm stattdessen einen trotteligen Cousin mit einem Ziplock-Beutel voller Skittles. Dass genau diese Figur zu einer seiner liebsten Rollen wurde, hat niemand erwartet.
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Mindy Kalings Neid auf den Schauspieler-Chat
Mindy Kaling arbeitet bei Running Point hauptsächlich hinter der Kamera als Autorin und Produzentin. Das nagt an ihr: Sie gestand, dass sie die Schauspieler regelrecht beneidet, wenn sie sieht, wie viel Spaß diese am Set haben.
Besonders schmerzhaft ist für sie der sogenannte Schauspieler-Gruppenchat. Kaling erklärte, dass sie gelegentlich einen der Handybildschirme erblickt und dann sieht, wie die Darsteller miteinander schreiben. Nicht auf dieser Liste zu stehen, wurmt sie nach eigener Aussage erheblich.
Genau dieser Neid brachte sie dazu, Barinholtz ins Gespräch zu bringen. Sie schlug vor, ihm eine Rolle in der Serie zu geben, und setzte damit eine der komischsten Figuren der zweiten Staffel in Gang.
Cousin Benny: Vom Rivalen zum Trottel
Ike Barinholtz hatte bei Kalings Angebot sofort große Pläne im Kopf. Er stellte sich vor, den Besitzer eines rivalisierenden Teams zu spielen, mit einem mehrteiligen Handlungsbogen und einer romantischen Note mit Kate Hudson.
Die Realität sah anders aus. Kaling fragte ihn schlicht, ob er nicht lieber den etwas dümmlichen Cousin der Familie spielen wolle. Barinholtz nahm die Rolle an und bereut es keinen Moment.
Cousin Benny läuft mit einer riesigen Gefrierbeutel-Tüte voller Skittles durch die Gegend und versprüht dabei eine eigentümliche Wärme. Barinholtz beschrieb die Figur als eine der unterhaltsamsten, die er je verkörpert hat.
Warme Hände und Kate Hudson
Barinholtz beschrieb Cousin Benny als einen Mann, der Nähe sucht und vor allem Kate Hudson berühren möchte. Die Figur sei auf ihre Art durchaus sinnlich, so der Schauspieler.
In einer Szene aus Folge fünf schleicht sich Cousin Benny von hinten an Hudson heran und legt ihr die Hände auf die Schultern. Vor jedem Take goss Barinholtz warmes Wasser über seine Hände, um den Moment möglichst unangenehm authentisch zu gestalten.
Hudson, die in der Serie die Hauptrolle spielt, nahm diese Einlage nach Aussage von Barinholtz mit Humor. Die Chemie zwischen beiden trug wesentlich zur Komik der Szene bei.
Kate Hudson als Geheimnis des Erfolgs
Kaling macht keinen Hehl daraus, wen sie für den zentralen Erfolgsfaktor der Serie hält. Hudson, die zuletzt mit dem Film 'Song Sung Blue' überzeugte, bringe eine seltene Kombination aus emotionaler Tiefe und körperlicher Komik mit.
Kaling betonte, dass Hudson in einer Trennungsszene zu Tränen rühren kann, um kurz darauf unerschrocken gegen eine Glaswand zu laufen. Diese Bandbreite sei außergewöhnlich und mache Running Point zu einem echten Schaufenster für Hudsons Talent.
Für das gesamte Team sei Hudson der Grund, warum die Serie funktioniert. Kaling sprach von einer Besessenheit aller Beteiligten für die Hauptdarstellerin, die die zweite Staffel sofort auf den ersten Platz bei Netflix katapultiert habe.
Dritte Staffel: Hoffnung ohne Bestätigung
Eine dritte Staffel von Running Point ist noch nicht offiziell bestätigt. Executive Producer David Stassen äußerte sich jedoch optimistisch und erklärte, das Team sei 'sehr hoffnungsvoll', was eine Verlängerung angeht.
Hinter den Kulissen laufen bereits erste Überlegungen. Stassen sprach davon, dass die Produktion schon an groben Ideen für die Weiterentwicklung der Geschichte arbeite, auch wenn konkrete Pläne noch nicht feststehen.
Alle zehn Folgen der zweiten Staffel sind derzeit auf Netflix abrufbar. Ob Cousin Benny und seine Skittles-Tüte in einer möglichen dritten Staffel zurückkehren, bleibt vorerst offen.
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Artikel geschrieben von:

Lena Bergmann ist Serienredakteurin mit Schwerpunkt auf Sci-Fi- und Fantasy-Formate wie The Witcher und Wednesday.
Alle Artikel von LenaLena hat einen weiteren Artikel zur selben Serie verfasst.