Kidman gegen Fanning: Discretion inszeniert einen Machtkampf auf höchstem Niveau

Wie weit reicht das Netz der Schweigeverträge in Discretion wirklich? Bekannt ist: Fanning spielt eine Jura-Praktikantin in Dallas, die als Summer Associate eine dunkle Wahrheit hinter NDAs aufdeckt, während Kidman ihr gegenübersteht. Welche Rolle Kidman genau übernimmt, bleibt bislang offen, und genau das macht den Machtkampf zwischen den beiden so schwer einzuschätzen.
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Shakman führt Regie und produziert
Matt Shakman steigt bei Discretion als Regisseur und ausführender Produzent ein. Der dreifach Emmy-nominierte Filmemacher inszeniert die ersten vier Folgen der Serie, die auf einer Kurzgeschichte von Chandler Baker basiert. Baker schreibt auch das Drehbuch und ist ebenfalls als ausführender Produzent beteiligt.
Shakman bringt ein breites Spektrum an Serienerfahrung mit: Zu seinen Regiearbeiten zählen Folgen von Succession, Game of Thrones, Mad Men und It's Always Sunny in Philadelphia. Für WandaVision erhielt er 2021 eine Emmy-Nominierung als Regisseur und teilte sich die Auszeichnung für die beste Miniserie.
Zuletzt drehte Shakman Pilotfolge und Finale der Apple TV+-Serie Wild Things mit Jude Law und Andrew Garfield. Als nächstes Projekt steht für ihn ein neuer Planet of the Apes-Film für 20th Century Studios an, bei dem er erneut mit Fantastic Four: First Steps-Koautor Josh Friedman zusammenarbeitet.
Kidman und Fanning im Machtkampf
Elle Fanning spielt Lenny, eine Sommerpraktikantin in einer großen Anwaltskanzlei in Dallas. Sie stößt auf ein Netz von Vertraulichkeitsvereinbarungen, das eine dunkle Wahrheit verbirgt. Als sie erkennt, dass sie selbst eine solche Vereinbarung unterzeichnet hat, gerät sie ins Visier der mächtigsten Partnerin der Kanzlei.
Nicole Kidman verkörpert Sharon, diese einflussreiche Seniorpartnerin. Was als Mentor-Schützling-Beziehung beginnt, entwickelt sich zu einem offenen Konflikt. Die Serie stellt damit eine zentrale Frage: Wer darf Geheimnisse hüten, und zu welchem Preis?
Shakman und Fanning kennen sich bereits aus der gemeinsamen Arbeit an The Great bei Hulu. Shakman inszenierte dort den Piloten und erhielt dafür seine erste Emmy-Nominierung überhaupt.
Bieterkrieg und strategischer Auftrag
Paramount+ sicherte sich Discretion im Oktober 2025 nach einem Bieterkrieg um das Projekt. Die Serie wurde direkt ohne Pilotphase in Auftrag gegeben. Es war zugleich das erste große Seriengrünes Licht für Cindy Holland, die als neue Chefin des Direktvertriebsbereichs von Paramount nach der Skydance-Übernahme zum Unternehmen gestoßen war.
Die Produktion läuft unter dem Dach von A24, dem auf Prestige-Projekte spezialisierten Studio. Die Kombination aus A24-Ästhetik, einem hochkarätigen Cast und einem erfahrenen Regisseur macht Discretion zu einem der meistbeachteten Serienprojekte im Entwicklungsstadium.
Ein konkreter Ausstrahlungstermin für Deutschland ist bislang nicht bekannt. Wann Discretion bei Paramount+ oder einem anderen Anbieter für deutschsprachige Zuschauer verfügbar sein wird, steht noch offen.
Starkes Produzenten-Team hinter der Serie
Hinter Discretion steht ein ungewöhnlich breites Produzentenkollektiv. Susannah Grant, bekannt durch Unbelievable und das Drehbuch zu Erin Brockovich, gehört ebenso dazu wie Elle Fanning, Dakota Fanning und Brittany Kahan Ward über ihre gemeinsame Produktionsfirma Lewellen Pictures.
Nicole Kidman und Per Saari produzieren über Blossom Films, Jordan Cerf über Linden Entertainment und Joe Hipps über das A24-eigene Label Cut To. Shakman vervollständigt die Reihe der ausführenden Produzenten.
Die Vielzahl erfahrener Produzentinnen und Produzenten spiegelt den Stellenwert wider, den das Projekt bereits vor dem Drehstart genießt. Chandler Baker, deren Kurzgeschichte als Vorlage dient, bleibt als Autorin und Produzentin eng in die Entwicklung eingebunden.
Shakman: Vom Fernsehen zum Blockbuster
Shakman zählt zu den vielseitigsten Regisseuren im amerikanischen Seriengeschäft. Sein Weg führte von frühen Comedy-Episoden über Prestige-Drama bis zu Marvel-Produktionen. WandaVision markierte 2021 seinen Durchbruch als Blockbuster-Regisseur.
Mit Fantastic Four: First Steps, der im Sommer 2025 in die Kinos kam, bewies er sein Gespür für großes Kino. Discretion zeigt nun, dass er parallel zur Kinokarriere weiterhin an seriellen Stoffen interessiert bleibt, die auf Figuren und Atmosphäre setzen statt auf visuelle Effekte.
Für Paramount+ und A24 ist Shakman eine Besetzung mit Signalwirkung: Der Name steht für Qualität bei Kritikern und Publikum gleichermaßen, was dem Projekt bereits vor dem ersten Drehtag Aufmerksamkeit sichert.
Artikel geschrieben von:

Lea Zimmermann analysiert aktuelle Serien mit besonderem Blick für Atmosphäre, Figurenentwicklung und Erzählstruktur.
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