Henry Tappan als Drahtzieher: Man on Fire spaltet das Publikum mit dem Finale
Ein Skalpell in der Femoralarterie beendet Tappans Herrschaft über Leben und Tod. Scoot McNairy spielt den Drahtzieher der Rayburn-Morde in der Netflix-Serie Man on Fire an der Seite von Yahya Abdul-Mateen II. Dass ausgerechnet dieser Tod das Publikum spaltet, zeigt wie polarisierend Tappan als Figur wirklich war.
Artikel-Inhalt
Tappan als Drahtzieher der Morde
In Man on Fire auf Netflix dreht sich alles um John Creasy, einen ehemaligen Spezialkräfte-Soldaten, der nach einer verheerenden Terrorexplosion am Ende der ersten Episode niemandem mehr vertraut. Gespielt wird er von Yahya Abdul-Mateen II, der die Figur als kompromisslosen Einzelkämpfer anlegt.
Die größte Wendung der Staffel trifft das Publikum, als sich Henry Tappan, gespielt von Scoot McNairy, als treibende Kraft hinter den Morden an den Rayburns und allen Bewohnern ihres Hochhauses herausstellt. Was zunächst wie eine Nebenfigur wirkt, entpuppt sich als Herzstück des gesamten Komplotts.
Diese Enthüllung verändert rückwirkend alle vorangegangenen Szenen, in denen Tappan aufgetreten ist, und gibt der Serie eine zusätzliche Ebene aus Täuschung und Verrat.
Der Kampf in Episode sieben
In Episode sieben eskaliert die Konfrontation zwischen Tappan und Creasy zu einem tödlichen Duell. Tappan jagt Creasy, doch der Ex-Soldat dreht den Spieß um: Mit einem gestohlenen Skalpell durchtrennt er Tappans Femoralarterie.
Scoot McNairy bezeichnet diesen Moment als den größten Jubel-Augenblick der Staffel. Die Szene wurde mit einem Krav-Maga-Hintergrund entwickelt, was ihr eine besondere Glaubwürdigkeit und Brutalität verleiht.
Für die Vorbereitung auf diese Kampfsequenz trainierten die Beteiligten zwei bis drei Wochen intensiv. McNairy arbeitete dabei eng mit seinem Stuntmann Brett Sheerin zusammen, mit dem er bereits früher kooperiert hatte.
McNairys Weg zur Rolle
Scoot McNairy war nicht zufällig für die Rolle des Tappan besetzt worden. Er hatte bereits zuvor mit dem ausführenden Produzenten und Regisseur Steven Caple Jr. zusammengearbeitet, was das gegenseitige Vertrauen von Anfang an stärkte.
Zusätzlich kannte McNairy die ausführende Produzentin Stacy Perskie aus gemeinsamen Drehtagen bei Narcos in Mexiko. Diese bestehenden Arbeitsbeziehungen trugen dazu bei, dass er sich schnell in das Ensemble einfügte.
Die Kombination aus vertrauten Kollegen und einem ungewöhnlich komplexen Bösewicht machte die Rolle für McNairy zu einer besonderen Herausforderung, der er sich gerne stellte.
PTSD und militärische Recherche
Showrunner Kyle Killen legte großen Wert auf authentische Darstellung von Kriegstraumata. Für die Figur des Creasy recherchierte er ausführlich unter Menschen mit militärischem Hintergrund, die mit posttraumatischen Belastungsstörungen leben.
Diese Recherche floss direkt in die Charakterentwicklung ein und erklärt, warum Creasy niemandem vertraut und als Einzelkämpfer agiert. Die psychologische Tiefe der Figur ist kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis sorgfältiger Vorbereitung.
Man on Fire orientiert sich zwar an einer literarischen Vorlage, erzählt aber eine eigenständige Geschichte, die als Seitenarm des ursprünglichen Stoffes zu verstehen ist und neue Wege geht.
Staffel eins jetzt komplett verfügbar
Alle Episoden der ersten Staffel von Man on Fire sind ab sofort vollständig bei Netflix abrufbar, auch über Netflix Standard mit Werbung. Das Ensemble umfasst neben Yahya Abdul-Mateen II und Scoot McNairy auch Bobby Cannavale, Alice Braga und Billie Boullet.
Regie führte unter anderem Steven Caple Jr., der als ausführender Produzent maßgeblich an der Entstehung der Serie beteiligt war. Die Produktion vereint ein erfahrenes Team, das in verschiedenen Konstellationen bereits zusammengearbeitet hat.
Ob eine zweite Staffel folgt, ist derzeit noch nicht offiziell bestätigt. Angesichts des abgeschlossenen Staffelfinales und der offenen Möglichkeiten der Welt von Man on Fire bleibt das Interesse an einer Fortsetzung groß.
Mehr zu „Man on Fire"

Charlize Theron dominiert Netflix gerade auf zwei Fronten mit Man on Fire
11 Millionen Aufrufe in vier Tagen, obwohl 'Man on Fire' noch gar keine volle Woche lief. Die Serie startete am 30. April 2026 und schoss trotz des verkürzten Messzeitraums sofort auf Platz 1 der Netflix-Serienrangliste. Dass eine neue Serie ohne Anlaufzeit so einschlägt, ist selbst für Netflix-Verhältnisse ungewöhnlich.

Man on Fire läuft seit dem 30. April bei Netflix, so sieht die Serie aus
Yahya Abdul-Mateen II spielt John Creasy in der dritten Man-on-Fire-Verfilmung. Die Serie läuft seit dem 30. April 2025 auf Netflix, Kamerafrau Paula Huidobro verantwortete die Episoden drei, vier und sieben. Huidobro erklärt nun erstmals ihren visuellen Ansatz hinter dem neuen Look der Serie.

Yahya Abdul-Mateen II will mehr: Darum brennt er für Man on Fire Staffel 2
Staffel 2 ist ungewiss, doch Abdul-Mateen II hat schon konkret darüber nachgedacht. Die erste Staffel von Man on Fire startete am 30. April 2026 auf Netflix, ohne Folgestaffel-Garantie. Sein Interesse allein reicht nicht: Jetzt liegt der Ball beim Publikum.
Artikel geschrieben von:

Laura Klein ist spezialisiert auf Sci-Fi, Fantasy und Mystery-Serien mit geschultem Blick für Erzähltempo und Figurenentwicklung.
Alle Artikel von LauraLaura hat 2 weitere Artikel zur selben Serie verfasst.
