Für Will Trent beginnt mit Staffel 5 ein echter Neustart

Noch ein Verlust, und diesmal trifft er die Serie ins Mark. Das Finale von Staffel 4 reißt eine Lücke, die Staffel 5 nicht schließen, sondern neu befüllen will. Fans erwartet eine Version von Will Trent, die roher, verändert und persönlicher ist als je zuvor.
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Ein Tod, der alles verändert
Das Finale der vierten Staffel konfrontiert das Publikum mit einem weiteren Verlust, der die gesamte Serie neu ausrichtet. Die Showrunner Liz Heldens und Daniel T. Thomsen beschreiben die Entscheidung als emotional und schmerzhaft, aber notwendig: Für Staffel 5 brauchte es einen Neustart, neue Energie und neue Dynamiken.
Die Autoren haben laut Heldens und Thomsen lange mit dieser Wendung gerungen. Es handelt sich nicht um einen leichtfertigen Schachzug, sondern um eine bewusste kreative Entscheidung, die die Figuren und ihre Beziehungen zueinander grundlegend verändern soll.
Autorin Kath Lingenfelter steuerte dabei eine besonders eindringliche Idee bei: Will Trent, gespielt von Ramón Rodríguez, findet sich in einer Szene in einer Leichenhausschublade gefangen wieder. Die Sequenz wurde als eine Art 'Jacob's Ladder'-Moment inszeniert und gehört zu den ungewöhnlichsten der gesamten Seriengeschichte.
Will und Angie: Neue Verbindung
Ramón Rodríguez als Will Trent und Iantha Richardson als Angie Polaski (Erika Christensen) bleiben das emotionale Zentrum der Serie. Die Macher betonen, dass die beiden Figuren das Herzstück der Show bilden und das auch in Staffel 5 bleiben werden.
Die romantische Dimension ihrer Beziehung tritt dabei in den Hintergrund. Stattdessen entsteht eine neue Art der Verbindung zwischen den beiden, die laut den Showrunnern bislang in der Serie noch nicht gezeigt wurde. Die Dringlichkeit, sie als Liebespaar darzustellen, weicht einem tieferen, komplexeren Miteinander.
Wills Stärke als Ermittler liegt dabei weiterhin in seiner Fähigkeit, sich in Opfer und Täter gleichermaßen hineinzuversetzen. Diese Eigenschaft wird in der neuen Staffel erneut im Mittelpunkt stehen.
Großes Handlungsstrang um Menschenhandel
Staffel 5 dreht sich um einen umfangreichen Menschenhandel-Strang, der vor allem Faith Mitchell (Iantha Richardson), gespielt von Erika Christensen, und Angie in den Mittelpunkt rückt. Die Macher zeigen sich begeistert von dieser Geschichte, die sie nach eigener Aussage seit der ersten Staffel erzählen wollten.
Das Thema wirkt laut Heldens und Thomsen besonders aktuell, auch im Hinblick auf öffentliche Debatten rund um den Epstein-Komplex. Die Serie greift damit einen gesellschaftlich relevanten Stoff auf und gibt ihm einen fiktionalen, aber zeitgemäßen Rahmen.
Jake McLaughlin als Angie-Partner und Kevin Daniels in seiner Rolle tragen ebenfalls zur neuen Staffelstruktur bei. Die Ensemblebesetzung bleibt weitgehend erhalten, wird aber durch neue Figuren ergänzt.
Neuer GBI-Direktor kommt
Scott Foley, der in Staffel 4 den stellvertretenden GBI-Direktor spielte, wird in dieser Funktion nicht dauerhaft zurückkehren. Seine Figur war laut den Machern eher als Übergangsfigur gedacht und könnte allenfalls in einer Übergangsphase noch einmal auftauchen.
Ein neuer stellvertretender Direktor wird in Staffel 5 eingeführt und soll frische Dynamiken für Will und Faith bringen. Wer diese Rolle übernimmt, wurde noch nicht offiziell bekanntgegeben.
Foleys frühere, scherzhaft gemeinte Andeutung, seine Figur werde 'das Mädchen nicht kriegen', erwies sich letztlich als ungewollte Wahrheit. Die Macher bestätigen, dass es sich ursprünglich um eine Ablenkung handeln sollte, die Realität aber anders aussah.
Regie und Musik auf neuem Niveau
Regisseurin Natalia Anderson inszenierte eine der herausragenden Episoden der Staffel und überzeugte die Macher nach eigener Aussage auf ganzer Linie. Auch Karine Rosenthal war als Produzentin an der kreativen Umsetzung beteiligt.
Ramón Rodríguez führte bei einer weiteren Episode selbst Regie, was dem Ensemble eine besondere persönliche Note verlieh. Cora Lu Tran rundet die Besetzung in einer wichtigen Nebenrolle ab.
Musikalisch wagte die Serie in Staffel 4 erstmals etwas Neues: Zum ersten Mal in der Geschichte von Will Trent wurden Musikaufnahmen live mit einem Orchester eingespielt. Das verleiht der Klangwelt der Serie eine neue, emotionale Tiefe.
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Halluzination oder nicht: Will Trent spaltet gerade das Publikum
Wills gesamte Therapie könnte eine Lüge sein, und das trifft Fans hart. Dr. Roach half ihm, Schuld, Wut und Kindheitstrauma zu verarbeiten, doch womöglich sprach er dabei nur mit sich selbst. Was das über seinen Geisteszustand bedeutet, macht die Serie plötzlich deutlich dunkler.

Amanda Wagner tot: Will Trent verliert seine stärkste Figur in Staffel 4
Amanda Wagners Tod in Staffel 4 von Will Trent hat eine Lücke hinterlassen, die sich nur schwer schließen lässt. Die Serie ist bei Disney+ verfügbar, Staffel 5 ist bestätigt, ein Startdatum steht aber noch aus. Ob Sonja Sohn als Wills Mentorin je wieder auf dem Bildschirm erscheint, bleibt eine der drängendsten Fragen vor der neuen Staffel.

Scott Foley verlässt Will Trent auf die brutalste Art der Staffel
Dr. Seth ist tot, und Will Trent hat damit innerhalb einer einzigen Staffel zwei seiner beliebtesten Figuren verloren. Die Serie ist auf Disney+ verfügbar, und der Schock über das Finale sitzt tief: Scott Foleys Charakter stirbt ausgerechnet auf dem Weg ins Krankenhaus, während Angie Polaski kurz vor der Geburt steht. Für Staffel 5 soll das einen Neustart bedeuten, doch der Preis dafür war hoch.
Artikel geschrieben von:

Anna Schneider analysiert Serien von düsteren Mystery-Stoffen bis zu leichteren Komödien mit Fokus auf Erzählstruktur und Figurenentwicklung.
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