Yahya Abdul-Mateen II will mehr: Darum brennt er für Man on Fire Staffel 2
Staffel 2 ist ungewiss, doch Abdul-Mateen II hat schon konkret darüber nachgedacht. Die erste Staffel von Man on Fire startete am 30. April 2026 auf Netflix, ohne Folgestaffel-Garantie. Sein Interesse allein reicht nicht: Jetzt liegt der Ball beim Publikum.
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Was Abdul-Mateen II über Staffel 2 sagt
Yahya Abdul-Mateen II hat sich in einem Interview mit Ash Crossan klar zur Zukunft von Man on Fire geäußert. Er bezeichnete John Creasy als außergewöhnliche Figur und gab zu, bereits über eine Fortsetzung nachgedacht zu haben. Für ihn sei das ein Zeichen: Wenn man anfange, über mehr nachzudenken, müsse man gute Gründe finden, es auch zu tun.
Abdul-Mateen II betonte, dass er alles, woran er arbeitet, lieben müsse. Zumindest müsse er es mögen. Bei Man on Fire sei das eindeutig der Fall. Er freue sich darauf, das, was das Team bisher geschaffen habe, mit dem Publikum zu teilen, und wolle den Rest auf sich zukommen lassen.
Eine offizielle Verlängerung für eine zweite Staffel wurde von Netflix bislang nicht bekanntgegeben. Ein Startdatum steht entsprechend noch aus. Abdul-Mateen II bleibt gelassen: Man werde die Brücke überqueren, wenn man an ihr ankomme.
John Creasy: Charakter mit viel Tiefe
In der Netflix-Serie spielt Yahya Abdul-Mateen II den ehemaligen Spezialeinheiten-Söldner John Creasy. Die Figur kehrt nach einem Rachefeldzug ins Geschehen zurück und kämpft gleichzeitig mit den Folgen einer posttraumatischen Belastungsstörung. Diese Kombination aus Härte und innerer Zerrissenheit macht Creasy zu einer der komplexesten Rollen, die Abdul-Mateen II bisher gespielt hat.
An seiner Seite sind Scoot McNairy, Alice Braga und Bobby Cannavale zu sehen, die das Ensemble der Serie vervollständigen. Auch Billie Boullet taucht in der Geschichte auf. Kyle Killen verantwortet als Schöpfer, Autor aller sieben Episoden und ausführender Produzent die kreative Gesamtverantwortung.
Die erste Staffel umfasst sieben Episoden und ist seit dem 30. April 2026 vollständig auf Netflix verfügbar. Die Reaktionen des Publikums und der Kritik werden entscheidend dafür sein, ob Netflix grünes Licht für eine zweite Staffel gibt.
Vom Roman über Film zur Serie
Man on Fire basiert auf dem Roman von A.J. Quinnell aus dem Jahr 1980. Die Geschichte wurde bereits zweimal verfilmt: 1987 mit Scott Glenn in der Hauptrolle und 2004 in der bekanntesten Version mit Denzel Washington. Washingtons Film spielte weltweit 130 Millionen Dollar ein, erhielt von Kritikern jedoch überwiegend schlechte Bewertungen und hält auf Rotten Tomatoes einen Score von 39 Prozent.
Quinnell selbst bewertete den Film mit Washington positiv, obwohl die Kritik ihn zerriss. Der Film brachte Washington eine Nominierung beim NAACP Image Award ein. Die Netflix-Serie schneidet bei Kritikern deutlich besser ab und hält aktuell einen Score von 63 Prozent auf Rotten Tomatoes.
Quinnell schrieb nach dem Originalroman vier Fortsetzungen: 'The Perfect Kill', 'The Blue Ring', 'Black Horn' und 'Message From Hell'. Dieses Material könnte als Grundlage für mögliche weitere Staffeln der Serie dienen, sollte Netflix eine Verlängerung beschließen.
Abdul-Mateen II: Ein starkes Jahr 2026
Man on Fire ist bereits die zweite Serie, die Yahya Abdul-Mateen II im Jahr 2026 veröffentlicht. Im Januar debütierte auf Disney+ die Marvel-Produktion Wonder Man, in der er ebenfalls eine tragende Rolle spielt. Wonder Man wurde inzwischen für eine zweite Staffel verlängert.
Abdul-Mateen II etabliert sich damit als einer der gefragtesten Serienstars des Jahres. Zwei hochkarätige Produktionen auf zwei der größten Streaming-Plattformen weltweit innerhalb weniger Monate: Das ist eine Bilanz, die nur wenigen Schauspielern gelingt.
Ob Man on Fire ähnlich erfolgreich wird wie Wonder Man und ebenfalls eine Verlängerung erhält, bleibt abzuwarten. Die Kritiken sind vielversprechend, und Abdul-Mateen II hat deutlich signalisiert, dass er für eine Fortsetzung bereitstünde.
Wie gut ist die neue Serie?
Die neue Man on Fire Adaption kommt bei Kritikern deutlich besser an als der Film von 2004. Mit einem Score von 63 Prozent auf Rotten Tomatoes liegt die Serie weit über den 39 Prozent, die Denzel Washingtons Kinoversion erreichte. Das ist ein solider Start, auch wenn der Score noch Luft nach oben lässt.
Besonders die Darstellung von Creasys posttraumatischer Belastungsstörung und die Mischung aus Action und emotionaler Tiefe werden gelobt. Die Vorlage von Quinnell bietet genug Stoff, um die Geschichte über mehrere Staffeln zu erzählen, ohne sich zu wiederholen.
Für Netflix ist die Serie eine weitere Möglichkeit, sich im Bereich des gritty-Dramas zu positionieren. Ob das Publikum in ausreichender Zahl einschaltet, um eine Verlängerung zu rechtfertigen, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.
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Warum Man on Fire in 22 Ländern gleichzeitig triumphiert
In den USA nur Platz 2, im Rest der Welt unangefochtene Nummer 1. Man on Fire dominiert 22 Länder gleichzeitig, scheitert aber ausgerechnet in Amerika an einer True-Crime-Doku. Ob das dem langfristigen Erfolg schadet, wird die zweite Chartswoche zeigen.

Warum Man on Fire auf Netflix so anders wirkt
Netflix bricht mit dem klassischen Agenten-Helden. Man on Fire zeigt John Creasy als traumatisierten Überlebenden, dessen Militärkarriere nach einer Katastrophenmission in Mexiko-Stadt zerstört wurde. Alle acht Folgen der ersten Staffel sind ab sofort auf Netflix verfügbar.

Darum triumphiert Man on Fire dort, wo Washington scheiterte
63 Prozent auf Rotten Tomatoes: ausgerechnet die TV-Serie rettet den Stoff. Weder der Glenn-Film von 1987 noch Washingtons Version von 2004 kamen bei Kritikern an. Dass eine Serienadaption beide Kinoversionen überflügelt, hat kaum jemand erwartet.
Artikel geschrieben von:

Lena Bergmann ist Serienredakteurin mit Schwerpunkt auf Sci-Fi- und Fantasy-Formate wie The Witcher und Wednesday.
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