Wegen Ryan Coogler reden jetzt wieder alle über Marvels - Ironheart

Ausgerechnet Ironheart führt das Award-Feld 2025 an. Die Marvel-Serie auf Disney+ holte zehn Nominierungen bei den Black Reel TV Awards, mehr als jeder andere Titel. Nach einem gemischten Start beim Publikum ist das eine Wendung, die kaum jemand vorhergesagt hätte.
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Ironheart führt mit zehn Nominierungen
Ironheart, die Disney+-Serie aus dem Marvel-Universum, erhält bei den 10. Black Reel TV Awards insgesamt zehn Nominierungen und setzt sich damit an die Spitze des gesamten Feldes. Die Serie ist unter anderem in den Kategorien Bestes Fernsehmovie oder Limited Series, Beste Hauptdarstellerin für Dominique Thorne sowie in technischen Sparten wie Schnitt, Kostümbild, Haar und Make-up vertreten. Auch Regisseurin Angela Barnes wurde für ihre Arbeit an der Episode 'The Past is the Past' nominiert, ebenso Autorin Chinaka Hodge für ihre Episode 'Take Me Home'.
Hinter Ironheart folgt die Schulkomödie Abbott Elementary mit neun Nominierungen. HBOs Horror-Produktion IT: Welcome to Derry und das Netflix-Telefilm-Projekt Ruth & Boaz teilen sich mit je sieben Nennungen den dritten Platz. Ryan Coogler, der als Produzent hinter Ironheart steht, darf sich damit über einen bemerkenswerten Auftakt in der Awards-Saison freuen.
Die Verleihung findet am 17. August statt. Gründer Tim Gordon erklärte zur Bekanntgabe der Nominierten: 'Die diesjährigen Nominierten spiegeln die außergewöhnliche Tiefe, Bandbreite und kulturelle Wirkung schwarzer Kreativität in allen Bereichen der Branche wider.' Damit setzt die Jubiläumsausgabe einen klaren Akzent auf die Vielfalt schwarzer Stimmen im amerikanischen Seriengeschäft.
Netflix dominiert als Plattform klar
Als Plattform setzt sich Netflix mit 35 Nominierungen deutlich von allen Mitbewerbern ab. HBO folgt mit 20 Nennungen auf Platz zwei, dahinter kommt Hulu mit 17. Jeweils 14 Nominierungen entfallen auf ABC-Produktionen und Amazon Prime Video, Apple TV+ landet mit 13 Nennungen auf dem sechsten Rang.
Zu den meistnominierten Netflix-Titeln zählen Man on Fire, Ruth & Boaz und Katrina: Come Hell and High Water. Die Plattform ist in nahezu allen Hauptkategorien vertreten, von Drama über Dokumentarfilm bis hin zu Originalmusik. Diese Breite zeigt, wie konsequent Netflix in Inhalte mit schwarzen Erzählperspektiven investiert hat.
Für Disney+ bedeuten die zehn Ironheart-Nominierungen einen starken Auftritt, auch wenn die Plattform in der Gesamtzahl hinter Netflix zurückbleibt. Produziert wurden die Bolts-Nominierten auf einem breiten Feld von Plattformen, von Peacock über Tubi bis hin zu Paramount+, was die Diversifikation des Marktes deutlich macht.
Abdul-Mateen II schreibt Bolts-Geschichte
Yahya Abdul-Mateen II gelingt ein historisches Kunststück: Er ist der erste Darsteller überhaupt, der im selben Jahr sowohl für die Beste Hauptrolle in einer Comedyserie als auch für die Beste Hauptrolle in einer Dramaserie nominiert wird. Für die Comedykategorie steht seine Rolle in Wonder Man auf Disney+ zur Wahl, für die Dramakategorie seine Arbeit in Man on Fire bei Netflix.
In der Comedykategorie tritt Abdul-Mateen II gegen Quinta Brunson für Abbott Elementary, Ayo Edebiri für The Bear, David Alan Grier für St. Denis Medical, Keke Palmer für The Burbs, Maya Rudolph für Loot, Adjani Salmon für Dreaming Whilst Black sowie Jaz Sinclair für Gen V an. Das Feld ist damit außergewöhnlich stark besetzt und deckt ein breites Genre-Spektrum ab.
In der Dramakategorie konkurriert er unter anderem mit Zendaya für Euphoria und Sterling K. Brown für Paradise. Die doppelte Nominierung unterstreicht, wie vielseitig Abdul-Mateen II in dieser Saison aufgetreten ist, und macht ihn zu einer der spannendsten Figuren des Abends am 17. August.
Abbott Elementary bricht Rekord der Bolts
Abbott Elementary ist nach den aktuellen Nominierungen die meistnominierte Serie in der gesamten Geschichte der Black Reel TV Awards. Mit neun neuen Nennungen in dieser Runde klettert die Gesamtzahl auf 54 Nominierungen über alle bisherigen Ausgaben hinweg. Keine andere Serie hat diesen Wert bislang auch nur annähernd erreicht.
Die Schulkomödie ist in diesem Jahr in Kategorien wie Bestes Drehbuch in einer Comedyserie, Beste Regie in einer Comedyserie und Beste Nebendarstellung vertreten. Quinta Brunson, Schöpferin und Hauptdarstellerin der Serie, ist sowohl als Autorin als auch als Darstellerin nominiert. Sheryl Lee Ralph, Janelle James und Tyler James Williams vervollständigen das Ensemble in den Nebendarstellungskategorien.
Für die Bolts-Juroren ist Abbott Elementary offenbar das Maß aller Dinge, wenn es um Comedyserien mit schwarzen Perspektiven geht. Der Rekord von 54 Gesamtnominierungen dürfte auch dann Bestand haben, wenn die Serie in dieser Runde leer ausgehen sollte.
Zehn Jahre Bolts: Jubiläum mit Breite
Die Black Reel TV Awards feiern in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen. Gründer Tim Gordon betonte bei der Nominierungsbekanntgabe, die Auszeichnungen ehrten 'Künstler und Geschichtenerzähler, die weiterhin erweitern, was Fernsehen sein kann'. Das Jubiläum fällt in eine Phase, in der schwarze Kreativschaffende in den USA so viele Produktionen verantworten wie nie zuvor.
Die nominierten Titel stammen aus einem breiten Spektrum von Genres und Plattformen. Neben Drama und Komödie werden auch Dokumentarfilme wie Boo-Yah: A Portrait of Stuart Scott und Katrina: Come Hell and High Water gewürdigt. In der Varietykategorie konkurrieren unter anderem ein Tribute-Konzert für Earth, Wind & Fire und Dave Chappelles Netflix-Spezial miteinander.
Technische Kategorien wie Kamera, Schnitt, Kostümbild und Originalmusik runden das Bild ab. Für den Originalmusikpreis sind unter anderem Daveed Diggs für The Boys und Babyface gemeinsam mit Serayah für Ruth & Boaz nominiert. Die Verleihung am 17. August verspricht damit einen Abend, der die gesamte Breite schwarzen Schaffens im US-Fernsehen abbildet.
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Artikel geschrieben von:

Clara Hoffmann ist Serien-Redakteurin mit besonderem Fokus auf emotionale Drama-Serien und detailreiche Period Pieces.
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