Mehrjähriger Exklusivvertrag: Marvels - Ironheart und Netflix gehen feste Bindung ein

·18.06.2026, 19:01 Uhr·3 Min
Mehrjähriger Exklusivvertrag: Marvels - Ironheart und Netflix gehen feste Bindung ein
Bild: Disney+ · TMDB

Proximity Media entwickelt künftig Serien ausschließlich für Netflix. Das Produktionsunternehmen von Ryan Coogler, Zinzi Coogler und Sev Ohanian unterzeichnete einen mehrjährigen Exklusivvertrag mit dem Streamer. Für Projekte wie 'Ironheart' bedeutet das: Der kreative Kern hinter Marvel-Serien ist jetzt fest an eine Plattform gebunden.

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Exklusivdeal: Proximity Media wechselt zu Netflix

Proximity Media, das Medienunternehmen von Ryan Coogler, Zinzi Coogler und Sev Ohanian, hat einen mehrjährigen Exklusivvertrag mit Netflix unterzeichnet. Die Vereinbarung sieht vor, dass die Firma künftig Serien ausschließlich für den Streamingdienst entwickelt. Damit endet die bisherige Zusammenarbeit mit anderen Studios für neue Fernsehprojekte.

Die Produktionsfirma ist im Serienbereich bereits mit mehreren Projekten etabliert: 'Ironheart' für Marvel, die National-Geographic-Dokumentarserie 'Hurricane Katrina: A Race Against Time' sowie die animierte 'Black Panther'-Abspaltung 'Eyes of Wakanda' stammen aus dem Hause Proximity. Die Fernsehsparte des Unternehmens wird von Simone Harris geleitet.

Ryan Coogler, Zinzi Coogler und Ohanian erklärten gemeinsam: 'Wir haben Proximity Media mit einem einfachen Ziel gegründet: ereignisgetriebene Geschichten zu erzählen, die Menschen in unmittelbare Nähe zu oft übersehenen Themen bringen. Wir freuen uns, Netflix als Partner zu haben, ein Unternehmen, das sein Engagement für eigenständige Schöpfer und originelles Geschichtenerzählen immer wieder unter Beweis gestellt hat.'

Netflix begrüßt ein preisgekröntes Team

Jinny Howe, Leiterin der geskripteten Serien für die USA und Kanada bei Netflix, betonte die Bedeutung des Deals: 'Proximity Media hat sich einen bemerkenswerten Ruf aufgebaut, indem sie visionäre Schöpfer unterstützen und Geschichten produzieren, die beim Publikum weltweit tief nachhallen.' Neben Howe werden auch Nne Ebong und das Studioteam von Netflix eng mit Proximity zusammenarbeiten.

Für Netflix bedeutet der Vertrag Zugang zu einer Firma, die in kurzer Zeit eine Reihe preisgekrönter Projekte realisiert hat. Proximity steht für ein klares inhaltliches Profil: Stoffe, die gesellschaftlich relevante und oft vernachlässigte Perspektiven in den Mittelpunkt rücken.

Konkrete Serientitel, die im Rahmen des neuen Netflix-Deals entstehen sollen, wurden noch nicht bekanntgegeben. Ein Startdatum für das erste gemeinsame Projekt steht damit ebenfalls noch aus.

Ryan Coogler nach 'Sinners' auf dem Höhepunkt

Der Deal kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Ryan Coogler so erfolgreich ist wie nie zuvor. Sein Vampirfilm 'Sinners' spielte weltweit rund 335 Millionen Euro ein und brachte ihm seinen ersten Oscar für das beste Originaldrehbuch ein. Der Film gewann insgesamt fünf Statuetten, darunter den Preis für den besten Hauptdarsteller für Michael B. Jordan, der darin Zwillinge verkörperte.

Coogler hat sich über Jahre als einer der gefragtesten Regisseure Hollywoods etabliert. Er schrieb und inszenierte beide 'Black Panther'-Filme, führte bei 'Creed' Regie und debütierte mit 'Fruitvale Station'. Mit 'Sinners' bewies er, dass er auch außerhalb des Marvel-Universums ein Massenpublikum begeistern kann.

Der Erfolg von 'Sinners' dürfte Proximity Medias Verhandlungsposition gegenüber Netflix erheblich gestärkt haben. Für den Streamingdienst ist der Vertrag eine direkte Investition in einen Filmemacher, dessen Projekte regelmäßig kulturelle Debatten auslösen.

Zinzi Coogler und Sev Ohanian: starke Mitgründer

Zinzi Coogler, seit zehn Jahren mit Ryan verheiratet, ist eine Golden-Globe-prämierte Produzentin. Neben 'Sinners' war sie als ausführende Produzentin an 'Ironheart', 'Judas and the Black Messiah', 'Space Jam: A New Legacy' und 'Creed III' beteiligt. Ihre Arbeit deckt damit sowohl das Blockbuster-Kino als auch das Seriensegment ab.

Sev Ohanian bringt als Golden-Globe-prämierter Drehbuchautor und Produzent ebenfalls ein breites Portfolio mit. Seine Credits umfassen die Thriller 'Searching', 'Run' und 'Missing', allesamt Produktionen, die mit vergleichsweise kleinem Budget ein großes Publikum fanden. Auch bei 'Sinners' war er als Produzent dabei.

Das Trio ergänzt sich inhaltlich: Während Ryan Coogler für die visuelle und narrative Ambition steht, bringen Zinzi Coogler und Ohanian Erfahrung in der Serienentwicklung und im Genre-Kino mit. Unter der operativen Leitung von Simone Harris soll die Fernsehsparte bei Netflix nun weiter wachsen.

Was der Deal für Proximity-Serien bedeutet

Bisherige Proximity-Serien wie 'Ironheart' sind in Deutschland über Disney+ abrufbar, da sie im Rahmen bestehender Marvel-Vereinbarungen entstanden. Neue Projekte, die unter dem Netflix-Vertrag entwickelt werden, werden künftig direkt beim Streamingdienst erscheinen.

Proximity Media hat angekündigt, eine 'neue Generation von Geschichten' für ein weltweites Publikum zu entwickeln. Welche konkreten Stoffe dabei entstehen, bleibt vorerst offen. Das Unternehmen hat in der Vergangenheit gezeigt, dass es zwischen großen Franchise-Projekten und eigenständigen Dokumentarformaten wechseln kann.

Für das Serienpublikum bedeutet der Deal vor allem eines: Proximity-Produktionen werden künftig zentralisiert bei einem einzigen Anbieter zu finden sein. Ob darunter auch Fortsetzungen bestehender Formate fallen, ist noch nicht bekannt.

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Quelle: Disney+Zuletzt aktualisiert: 18.06.2026, 19:01 Uhr

Artikel geschrieben von:

Julia Fischer
Autor
Julia Fischer
Sci-Fi & FantasyMysteryComedy-Serien

Julia Fischer analysiert Serien mit besonderem Fokus auf erzählerische Details, Charakterentwicklung und Genre-Mix.

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