Wegen Harry Shum Jr. diskutieren Grey's Anatomy Fans gerade heftig

Nicht mal ein Brückeneinsturz rettete Kwans Job. Richard Webber feuerte den Arzt trotz seines Einsatzes beim Katastropheneinsatz, weil er den FDA-Verstoß aus dem Fallbericht herauslas. Dass selbst der Schauspieler Harry Shum Jr. nicht weiß, ob er zurückkehrt, macht die Sache noch ungewöhnlicher.
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Der Regelverstoß und die Entlassung
Kwan hatte einem Patienten ein experimentelles Medikament verabreicht, ohne die Zulassung der zuständigen Behörde eingeholt zu haben. Als Richard Webber (James Pickens Jr.) den Vorfall aus dem Fallbericht erfuhr, zog er sofortige Konsequenzen.
Miranda Bailey (Chandra Wilson) (Chandra Wilson) hatte zunächst versucht, die Verantwortung auf sich zu nehmen, um Kwan zu schützen. Webber war bereit, die Sache auf sich beruhen zu lassen, solange er dachte, Bailey sei schuld. Doch als die Wahrheit ans Licht kam, verhängte er über Bailey eine Suspendierung und feuerte Kwan.
Kwans Motiv war dabei keineswegs Leichtsinn: Er wollte einem Patienten die Möglichkeit geben, zwischen Leben und Tod zu wählen. Das milderte Webbers Urteil jedoch nicht.
Katastropheneinsatz ändert nichts
Nach seiner Entlassung kehrte Kwan zurück, um beim medizinischen Notfalleinsatz nach einem Brückeneinsturz zu helfen. Sein engagierter Einsatz an der Seite der anderen Ärzte zeigte, dass er nicht aufgegeben hatte.
Webber ließ sich davon jedoch nicht umstimmen. Der Chefchirurg blieb bei seiner Entscheidung, sodass Kwans Zukunft am Krankenhaus weiterhin ungewiss bleibt.
Für die Zuschauer war diese Szene eine emotionale Achterbahnfahrt: einerseits Kwans offensichtliche Hingabe, andererseits die harte Realität, dass gute Absichten allein keine beruflichen Konsequenzen aufheben.
Shum selbst tappt im Dunkeln
Harry Shum Jr. hat sich zur Zukunft seiner Figur geäußert und dabei keinen Hehl aus seiner eigenen Unsicherheit gemacht. Mit einem Schmunzeln fragte er: 'Wer wurde gefeuert?' Dann fügte er hinzu, er wisse es selbst nicht genauer als das Publikum.
Shum erklärte, die entscheidende Frage sei, ob die Zuschauer Kwan zurück im Krankenhaus sehen wollen oder lieber nicht. Gleichzeitig betonte er: 'Es liegt nicht allein beim Publikum. Es liegt bei den Autoren und bei Disney.'
Für Shum ist der Fehler seiner Figur dennoch kein reines Versagen: Kwan habe aus echtem Mitgefühl gehandelt und wollte einem Patienten eine Wahl ermöglichen. Diesen Kontext hält der Schauspieler für wichtig, wenn es darum geht, wie die Geschichte weitergeht.
Kwan seit Staffel 19 dabei
Harry Shum Jr. gehört seit Staffel 19 zur Besetzung von Grey's Anatomy, als eine neue Klasse von Assistenzärzten in das Internenprogramm aufgenommen wurde. Seitdem hat sich Kwan zu einer der zentralen Figuren der jüngeren Staffeln entwickelt.
In Staffel 22 erlebte Kwan zudem den Aufstieg und das Ende seiner Beziehung zu Kavita Mohanty (Anita Kalathara), was seiner Figur eine weitere emotionale Tiefe verlieh.
Von der ursprünglichen Internklasse ist bislang nur Yasuda ausgeschieden. Kwan wäre damit der zweite Abgang aus dieser Gruppe, was dem möglichen Verlust besonderes Gewicht verleiht.
Rückkehr historisch nicht ausgeschlossen
Grey's Anatomy hat eine lange Tradition darin, Figuren zu verabschieden und später wieder zurückzubringen. April Kepner (Sarah Drew), Leah Murphy (Tessa Ferrer) und Vik Roy (Rushi Kota) wurden alle aus dem Programm entfernt und kehrten zu einem späteren Zeitpunkt zurück.
Diese Geschichte gibt Hoffnung: Ein Rauswurf bedeutet in der Welt von Grey's Anatomy nicht zwingend das endgültige Aus. Die Autoren haben bewiesen, dass sie Charaktere glaubwürdig zurückbringen können, wenn die Geschichte es verlangt.
Ob Kwan diesem Muster folgt, hängt laut Shum von den Autoren und der Entscheidung bei Disney ab. Ein Startdatum für Staffel 23 steht noch aus.
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Artikel geschrieben von:

Sarah Becker analysiert Streaming-Highlights aus den Bereichen Krimi, Drama und Mystery mit geschultem Blick für Erzählstrukturen.
Alle Artikel von SarahSarah hat 2 weitere Artikel zur selben Serie verfasst.