Nach dem Finale: Kevin McKidd dreht bald wieder für Grey's Anatomy

·13.05.2026, 14:45 Uhr·4 Min
Bild: ABC · TMDB

Wie endgültig ist McKidds Abschied als Owen Hunt wirklich? Das Staffel-22-Finale ließ Owen und Teddy nach Paris ziehen, doch McKidd kehrt in Staffel 23 als Regisseur zurück. Ob das die Tür für weitere Auftritte öffnet, bleibt offen.

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Jahre des Nachdenkens über Owens Ende

Kevin McKidd hat sich über Jahre Gedanken gemacht, wie sein Charakter Dr. Owen Hunt die Serie verlassen würde. Sein ursprünglicher Plan war eindeutig: Owen sollte sterben, und zwar auf heroische Weise. McKidd stellte sich vor, dass Owen jemanden oder eine ganze Gruppe von Menschen retten und dabei sein Leben opfern würde.

Dieses Bild eines selbstlosen Heldentods begleitete ihn lange. Umso überraschender war es für ihn, als das Staffel-22-Finale eine völlig andere Richtung einschlug. Owen und Dr. Teddy Altman, gespielt von Kim Raver, verließen das Krankenhaus lebendig und wieder vereint als Paar.

Die Entscheidung, beide Charaktere aus der Serie zu schreiben, fiel erst in der Mitte der Staffel. Showrunnerin Meg Marinis informierte McKidd und Raver, dass ihre Figuren im Finale aus finanziellen Gründen die Serie verlassen würden. Das Finale trug den Titel 'Bridge Over Troubled Water'.

Brückeneinsturz und Neuanfang in Paris

Im Staffel-22-Finale überlebt Owen knapp einen Brückeneinsturz. Das Erlebnis wird zum Wendepunkt: Owen entscheidet sich, Teddy zu folgen, die einen neuen Job in Paris angetreten hat. Die beiden, die lange als getrennte Eltern miteinander umgegangen waren, finden wieder zueinander.

Kim Raver spielte Teddy Altman seit vielen Staffeln an McKidds Seite. Der Abschied der beiden Figuren wurde als gemeinsamer Neuanfang inszeniert, nicht als Tragödie. McKidd zeigte sich bewegt von dieser Lösung, auch wenn sie seinem ursprünglichen Konzept widersprach.

Dass beide Figuren die Serie lebendig verlassen, hat in der langen Geschichte von Grey's Anatomy durchaus Seltenheitswert. Charaktere wie jene von Patrick Dempsey, Eric Dane oder Sandra Oh schieden auf sehr unterschiedliche Weisen aus, nicht immer mit einem Happy End.

McKidd inszenierte sein eigenes Finale

Kevin McKidd führte beim Staffel-22-Finale selbst Regie, was dem Abschied eine besondere persönliche Note gab. Insgesamt hat er in seiner Zeit bei Grey's Anatomy 49 Episoden inszeniert. Die Bitte, das Finale zu übernehmen, kam von Debbie Allen, die zu diesem Zeitpunkt ihr erstes Broadway-Stück inszenierte und McKidd zu Beginn der Staffel fragte, ob er einspringen könne.

McKidd nutzte die Gelegenheit, um eine Tradition fortzuführen, die er selbst mitbegründet hat. Als Jesse Williams vor acht Jahren die Serie verließ, führte McKidd beim Abschlussepisode Regie und baute eine Montage mit den größten Momenten der Figur ein. Seitdem gehört diese Art von Rückblick zum festen Abschiedsritual der Serie.

Für sein eigenes Finale konnte er diese Tradition nun auch für Owen Hunt anwenden, was den Abschied zu einem würdevollen Abschluss von 18 Staffeln machte.

Als Regisseur bleibt er der Serie treu

Der Abschied von Grey's Anatomy ist für McKidd kein vollständiger Schnitt. Er wird in der 23. Staffel die zweite Episode inszenieren. Debbie Allen übernimmt wie gewohnt die Premiere, McKidd folgt direkt danach. Die Serie wurde für eine weitere Staffel verlängert und kehrt im Herbst zurück.

McKidd selbst beschreibt die Situation als ein Auf-Wiedersehen statt eines Abschieds. Die Verbindung zur Serie, die er seit fast zwei Jahrzehnten mitgeprägt hat, bleibt also bestehen, wenn auch in einer neuen Rolle.

Für das Publikum auf Joyn bedeutet das, dass McKidds Handschrift weiterhin in der Serie spürbar sein wird, auch wenn Owen Hunt nicht mehr auf dem Bildschirm zu sehen ist.

Neue Projekte warten auf McKidd

Nach dem Abschluss der Dreharbeiten zu Grey's Anatomy hat Kevin McKidd sofort neue Projekte in Angriff genommen. Er war an den Dreharbeiten zu 'Highlander' in New York beteiligt und reiste danach nach London, wo er für mehrere Monate an einem neuen Filmprojekt arbeitet.

Bei diesem Projekt handelt es sich um einen düsteren psychologischen Thriller, der auf dem Roman 'The Only Suspect' basiert. McKidd spielt darin einen Wirtschaftsprüfer mit einem dunklen Geheimnis. Das Projekt beschreibt er als eine Rolle, auf die er sich sehr freut.

Außerdem reiste er nach dem Finale nach Schottland, um an einem weiteren Film zu arbeiten. McKidd, der in Schottland geboren wurde, kehrt damit auch in seine Heimat zurück. Die Vielfalt seiner neuen Projekte zeigt, dass er den Übergang aus Grey's Anatomy aktiv gestaltet.

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Quelle: ABCZuletzt aktualisiert: 13.05.2026, 14:45 Uhr

Artikel geschrieben von:

Sophie Hartmann
Autor
Sophie Hartmann
Action-SerienScience FictionFantasy-Serien

Sophie Hartmann analysiert seit mehreren Jahren Serienwelten mit Fokus auf Action, Sci-Fi, Fantasy und Mystery.

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