Kevin McKidd verlässt Grey's Anatomy, bleibt der Serie aber erhalten
Er verlässt die Serie, aber er verlässt sie nicht wirklich. Kevin McKidd verabschiedet sich als Owen Hunt, kehrt jedoch als Regisseur hinter die Kamera zurück. Was das für Owens Schicksal im Finale bedeutet, lässt McKidd bewusst offen.
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Owen taucht lebend aus dem Wasser auf
Im Staffel-22-Finale von Grey's Anatomy ist Owen Hunt nach dem Brückeneinsturz zunächst am Leben. Ein vorab veröffentlichter Ausschnitt zeigt, wie Owen aus dem Wasser auftaucht und auf das massive Trümmerfeld um sich herum blickt, darunter offenbar mindestens ein Todesopfer.
Doch McKidd selbst dämpft vorschnelle Erleichterung: Die Brücke sei sehr wackelig und instabil, betont er. Was später in der Episode passiert, sei damit noch lange nicht entschieden. Zuschauer müssten bis zum Ende dranbleiben, um Owens tatsächliches Schicksal zu erfahren.
Ein weiterer Ausschnitt zeigt Owen, wie er einer Familie hilft, die in ihrem Auto gefangen ist. Der Charakter bleibt also bis zuletzt aktiv im Einsatz, ganz so, wie man ihn kennt.
McKidd bleibt Grey's als Regisseur erhalten
Auch wenn Owen Hunt die Serie verlässt, ist Kevin McKidd noch nicht vollständig aus der Grey's Anatomy-Familie verschwunden. Er wird künftig weiterhin Episoden der Serie inszenieren, allerdings in einer neuen Rolle hinter der Kamera.
McKidd beschreibt den Abschied als bittersweet: Die Grey's Anatomy-Familie sei buchstäblich seine Familie, und nach so vielen gemeinsamen Jahren fühle sich der Zeitpunkt richtig an, einen Schritt zurückzutreten. Gleichzeitig werde er alle vermissen.
Dass er seinen eigenen Serienabgang selbst inszenieren durfte, empfindet McKidd als passend und schön. Es sei schlicht an der Zeit gewesen, andere Dinge zu tun.
Der Abschied nach langer Zeit
Kevin McKidd gehört seit vielen Staffeln zum Stammpersonal von Grey's Anatomy. Sein Charakter Owen Hunt hat die Serie durch unzählige dramatische Wendungen begleitet, von militärischen Traumata über komplizierte Beziehungen bis hin zu medizinischen Großeinsätzen.
Der Abgang ist sorgfältig vorbereitet worden. McKidd betont, dass er sich die Entscheidung nicht leicht gemacht hat, aber das Ende der Staffel 22 der richtige Moment für diesen Schritt sei.
Neben McKidd gehört Kim Raver als Teddy weiterhin zum Cast der Serie. Wie sich Teddys Geschichte nach Owens Abgang entwickelt, dürfte eines der zentralen Themen einer möglichen Fortsetzung sein.
Brücke als dramatischer Abschlusspunkt
Der Brückeneinsturz bildet das Herzstück des Staffelfinales und stellt die Figuren vor extreme Bedingungen. Owen befindet sich mitten im Chaos und kämpft darum, Menschenleben zu retten, während die Struktur unter ihm droht, vollends einzustürzen.
McKidd selbst weist darauf hin, dass die Brücke zu keinem Zeitpunkt als sicher gilt. Diese Ungewissheit hält die Spannung bis zum letzten Moment aufrecht und macht das Finale zu einem emotionalen Abschluss für den Charakter.
Dass Owen ausgerechnet in einem solchen Massenanfall-Szenario verabschiedet wird, passt zur DNA der Serie: Grey's Anatomy hat seit jeher große Katastrophen genutzt, um Charaktere an ihre Grenzen zu treiben und Abschiede dramatisch zu gestalten.
Grey's Anatomy weiter bei Disney+ und Joyn
Grey's Anatomy ist mit Staffel 22 in eine neue Phase eingetreten. Trotz des Abgangs zentraler Figuren läuft die Produktion weiter, und McKidds Doppelrolle als gelegentlicher Regisseur sorgt dafür, dass sein Einfluss auf die Serie bestehen bleibt.
In Deutschland können Fans alle verfügbaren Staffeln bei Disney+ und Joyn streamen. Das Finale der 22. Staffel markiert damit nicht nur einen Abschnitt in der Geschichte von Owen Hunt, sondern auch einen Neubeginn für die gesamte Serienbesetzung.
Wie es nach dem Finale weitergeht und ob Grey's Anatomy eine weitere Staffel erhält, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht offiziell bestätigt.
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Artikel geschrieben von:

Sarah Becker analysiert Streaming-Highlights aus den Bereichen Krimi, Drama und Mystery mit geschultem Blick für Erzählstrukturen.
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