Warum The Madison mit Michelle Pfeiffer gerade so einen Nerv trifft

Warum ausgerechnet jetzt, und warum so viel auf einmal? Pfeiffer hat mit The Madison bei Paramount+ nicht nur ihre erste echte Serienhauptrolle, sondern auch bereits eine zweite Staffel abgedreht. Ob das der Beginn einer neuen Karrierephase ist oder ein einmaliger Ausbruch, wird sich in den nächsten Monaten zeigen.
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Vom Kinoleinwand ins Serienformat
Michelle Pfeiffer galt jahrzehntelang als eine der seltensten Erscheinungen auf dem kleinen Bildschirm. Abgesehen von einem kurzen Gastauftritt als sie selbst bei The Muppets und einem Sprecher-Cameo bei The Simpsons war die Schauspielerin dem Fernsehen praktisch ferngeblieben. Ihre Filmografie, die Klassiker wie Scarface, Batman Returns und Dangerous Liaisons umfasst, war klar auf die große Leinwand ausgerichtet.
Erst 2017 änderte sich das: Pfeiffer erhielt ihre erste Emmy-Nominierung für die Rolle der Ruth Madoff in The Wizard of Lies, an der Seite von Robert De Niro. 2022 folgte ein weiterer TV-Auftritt als Betty Ford in The First Lady. Beide Rollen zeigten, dass Pfeiffer dem Serienformat durchaus gewachsen ist.
Nun hat sie den Schritt in die Serienwelt endgültig vollzogen: Mit zwei gleichzeitig laufenden Projekten bei unterschiedlichen Plattformen ist sie in dieser Saison so präsent wie nie zuvor auf dem Bildschirm.
The Madison: Sheridan, Paramount+ und Staffel 2
The Madison ist das neue Serienprojekt von Showrunner Taylor Sheridan bei Paramount+, der damit nach Yellowstone und Landman erneut auf eine starke Hauptfigur setzt. Pfeiffer übernimmt die Titelrolle und hat die Dreharbeiten für eine zweite Staffel bereits abgeschlossen, noch bevor die erste Staffel vollständig ausgestrahlt wurde.
Bemerkenswert ist die Wiedervereinigung mit Kurt Russell-mcintosh-the-madison) (Patrick J. Adams): Die beiden standen zuletzt 1988 gemeinsam vor der Kamera, in Tequila Sunrise. Auf dem Set von The Madison sollen die Bedingungen alles andere als komfortabel gewesen sein. Pfeiffer beschrieb die Situation selbst mit den Worten: 'All a little bit rushed', und ergänzte, es habe weder Toiletten noch Klimaanlage gegeben.
In Deutschland ist The Madison über Paramount+ abrufbar, ebenso über den Paramount+ Amazon Channel sowie den Paramount+ Apple TV Channel. Der Emmy-Buzz rund um Pfeiffers Darstellung ist bereits deutlich spürbar.
Margo's Got Money Troubles: Erstes Projekt mit Ehemann Kelly
Parallel dazu ist Pfeiffer in einer Nebenrolle bei Margo's Got Money Troubles auf Apple TV+ zu sehen. Die Serie markiert die erste größere gemeinsame Arbeit der Schauspielerin mit ihrem Ehemann, Drehbuchautor und Produzent David E. Kelley, der für Serien wie Big Little Lies und The Undoing bekannt ist.
Neben Pfeiffer spielt Elle Fanning eine zentrale Rolle in der Serie. Die Zusammenarbeit der beiden Schauspielerinnen gilt als eine der interessantesten Konstellationen der aktuellen Serienlandschaft. Auch für diese Produktion kursieren Emmy-Spekulationen.
Dass Pfeiffer ausgerechnet beim ersten großen Projekt mit ihrem Mann auf eine Nebenrolle setzt, ist eine bewusste Entscheidung, die sie in einem Interview offen erläuterte. Sie wolle das Projekt als Ensemble-Arbeit verstanden wissen, nicht als Fahrzeug für einen einzelnen Star.
Marvel, Ant-Man und eine klare Meinung
Pfeiffers Karriere umfasst neben den Klassikern auch einen Ausflug ins Marvel-Universum: Sie spielte eine Rolle in Ant-Man und hat zu dieser Erfahrung eine deutliche Haltung. Im Interview scheut sie sich nicht, offen darüber zu sprechen, was diese Art von Blockbuster-Produktion von ihren anderen Projekten unterscheidet.
Dieser Kontrast zwischen dem handwerklich geprägten Autorenkino ihrer frühen Karriere und dem industriellen Großkino eines Marvel-Films ist ein zentrales Thema in Pfeiffers Selbstreflexion. Sie gilt als Schauspielerin, die Rollen nach inhaltlichen Kriterien wählt, nicht nach Franchise-Logik.
Interview-Reihe beleuchtet die Karriere
Das ausführliche Gespräch mit Pfeiffer erschien im Rahmen der Video-Interviewreihe The Actor's Side, die jeden Dienstag und Donnerstag neue Folgen veröffentlicht. Ergänzend erscheint montags und freitags die Reihe Behind The Lens. Beide Formate richten sich an ein Publikum, das Serien und Film jenseits von Oberflächenberichterstattung verstehen will.
Im Gespräch zieht Pfeiffer eine Linie durch ihre gesamte Karriere: von The Fabulous Baker Boys über The Witches of Eastwick bis hin zu den aktuellen Serienrollen. Was dabei deutlich wird, ist eine Schauspielerin, die den Sprung ins Serienformat nicht als Notlösung begreift, sondern als bewusste Erweiterung ihres Schaffens.
Mit zwei Emmy-verdächtigen Rollen in einer Saison und einer bereits abgedrehten zweiten Staffel von The Madison ist Pfeiffer derzeit eine der meistdiskutierten Schauspielerinnen im internationalen Seriengespräch.
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Artikel geschrieben von:

Mia Braun ist Redakteurin bei serien.de mit Fokus auf moderne Streaming-Serien und detaillierte Episodenanalysen.
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