The Madison läuft: Verlängert, bevor sie überhaupt startete
Verlängert, bevor eine einzige Folge zu sehen war: das schafft kaum eine Serie. The Madison mit Michelle Pfeiffer und Kurt Russell überzeugte Paramount so früh, dass Staffel zwei bereits vor dem Serienstart feststand. Nun folgte die Bestätigung für Staffel drei, während Sheridan längst seinen Wechsel zu NBCUniversal plant.
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Abschied von Paramount nach vielen Jahren
Taylor Sheridan verlässt Paramount und wechselt 2029 zu NBCUniversal. Die Zusammenarbeit mit Paramount begann einst mit dem Neo-Western Yellowstone, der sich während der Pandemie zu einem der größten Serienerfolge der USA entwickelte. Fünf Staffeln lang begeisterte die Serie das Publikum, ehe sie 2024 nach einem Streit zwischen Sheridan und Hauptdarsteller Kevin Costner hinter den Kulissen endete.
Yellowstone hinterließ ein umfangreiches Universum: Die Spin-offs 1883 und 1923 wurden bereits ausgestrahlt, und mit Dutton Ranch steht nächsten Monat ein weiterer Ableger in den Startlöchern. Sheridans Einfluss auf das Paramount-Programm ist kaum zu überschätzen, und sein Abgang hinterlässt eine spürbare Lücke.
Neben dem Yellowstone-Universum betreut Sheridan bei Paramount mehrere weitere Serien: Mayor of Kingstown kehrt für eine fünfte und letzte Staffel zurück, Tulsa King mit dem Charakter Dwight Manfredi ist für eine vierte Staffel und ein Spin-off bestätigt, Lioness erwartet eine dritte Staffel, und Landman wurde ebenfalls für eine dritte Staffel verlängert.
The Madison: Mehr als ein Yellowstone-Ableger
The Madison wurde zunächst als Yellowstone-Spin-off angekündigt, entpuppte sich aber als eigenständige Serie mit einem ganz eigenen Ton. Die sechsteilige erste Staffel endete im März 2026 und rückte die Ostküste der USA in den Mittelpunkt, weit entfernt von den staubigen Weiten Montanas.
Im Zentrum der Handlung stehen die Charaktere Stacy Clyburn (Michelle Pfeiffer) und Russell McIntosh (Patrick J. Adams), während Patrick J. Adams in einer tragenden Rolle zu sehen ist. Michelle Pfeiffer liefert dabei eine Leistung ab, die Kritiker und Zuschauer gleichermaßen überzeugte und der Serie ihren Stempel aufdrückte.
Auf der Bewertungsplattform Rotten Tomatoes hält The Madison einen Wert von 63 Prozent. Das Urteil lässt sich treffend zusammenfassen: Die Serie bietet keine makellose Erfahrung, doch eine Pfeiffer in Hochform, atemberaubende Schauplätze an der Ostküste und eine Erweiterung des Sheridan-Universums machen sie zu einem lohnenswerten Erlebnis.
Pfeiffer und Russell als Serienanker
Die Besetzung von Michelle Pfeiffer und Kurt Russell war ein klares Signal: The Madison sollte kein billiger Ableger werden, sondern eine vollwertige Produktion mit Starpower. Pfeiffer trägt die Serie mit einer Intensität, die selbst skeptische Zuschauer schnell für sich einnahm.
Kurt Russell ergänzt Pfeiffer als Gegengewicht und verleiht der Serie eine zusätzliche dramatische Tiefe. Das Zusammenspiel der beiden Hollywood-Veteranen zählt zu den stärksten Elementen der ersten Staffel und dürfte ein wesentlicher Grund für die frühe Verlängerung sein.
Dass The Madison bereits vor dem Serienstart für eine zweite Staffel grünes Licht erhielt, ist in der heutigen Serienlandschaft keine Selbstverständlichkeit. Die Entscheidung, nun auch eine dritte Staffel zu bestellen, unterstreicht das Vertrauen der Verantwortlichen in Sheridans Konzept.
Sheridans Erfolgsformel funktioniert weiterhin
Was Sheridan von anderen Serienmachern unterscheidet, ist seine Fähigkeit, Welten zu erschaffen, die das Publikum emotional binden. Ob der Gefängnisdirektor Mike McLusky in Mayor of Kingstown oder der Mobster Dwight Manfredi in Tulsa King: Sheridans Figuren sind moralisch komplex und dennoch zutiefst menschlich.
The Madison setzt diese Tradition fort und beweist, dass Sheridan auch abseits des Yellowstone-Universums packende Stoffe entwickeln kann. Die Kombination aus starkem Figurenwriting, markanter Bildsprache und hochkarätiger Besetzung ist sein Markenzeichen.
Mit dem bevorstehenden Wechsel zu NBCUniversal beginnt für Sheridan ein neues Kapitel. Welche Projekte er dort realisieren wird, ist noch nicht bekannt. Klar ist jedoch: Sein Abgang von Paramount hinterlässt ein beeindruckendes Erbe.
Ausblick: Was kommt nach Paramount?
Bis 2029 bleibt Sheridan Paramount verpflichtet und wird die laufenden Serien weiter betreuen. Dutton Ranch, das nächsten Monat anläuft, wird zeigen, ob das Yellowstone-Universum auch ohne Kevin Costner seine Zugkraft behält.
Bei NBCUniversal dürfte Sheridan ähnliche kreative Freiheiten genießen wie bisher. Welche Sender oder Streaming-Plattformen des Konzerns seine neuen Projekte beheimaten werden, ist noch offen. Ein Startdatum für konkrete neue Produktionen steht noch aus.
The Madison selbst läuft bei Paramount+ und wird dort mit den kommenden Staffeln weiter ausgebaut. Für Sheridan ist die Serie ein würdiger Abschluss einer Dekade, in der er Paramount zu einem der wichtigsten Adressen für ambitionierte US-Serien gemacht hat.
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Artikel geschrieben von:

Mia Braun ist Redakteurin bei serien.de mit Fokus auf moderne Streaming-Serien und detaillierte Episodenanalysen.
Alle Artikel von MiaMia hat einen weiteren Artikel zur selben Serie verfasst.