Nicola Walker und Jemaine Clement prägen Alice and Steve als ungleiches Paar

·12.05.2026, 15:15 Uhr·3 Min
Bild: Disney+ · TMDB

Nicola Walker in einer Liebesgeschichte mit echtem Generationenkonflikt: Das trifft einen Nerv. Alice and Steve zeigt die Broadcast-Ikone an der Seite von Jemaine Clement in einer romantischen Serie, die auf einem realen Tabu basiert. Der Starttermin 8. Juni 2026 gibt Fans endlich einen festen Anker.

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Eine Idee, die alles veränderte

Der Ursprung von Alice and Steve liegt in einem ganz alltäglichen Gespräch. Sophie Goodhart unterhielt sich mit einem befreundeten Single-Mann darüber, dass er jüngere Frauen datete. Daraus erwuchs eine Frage, die sie nicht mehr losließ: Was wäre, wenn ein Freund ausgerechnet mit der Tochter eines anderen Freundes zusammenkäme?

Die Idee nahm Goodhart innerhalb einer Woche vollständig ein. Kurz darauf präsentierte sie das Konzept in einem allgemeinen Pitch-Treffen, zu dem Zeitpunkt noch ohne ein einziges geschriebenes Wort. Das Grundprinzip der Serie war der Pitch, und er überzeugte.

Goodhart beschreibt ihre Faszination für generationenübergreifende Geschichten als zentralen Antrieb. Alice and Steve ist für sie nicht nur eine Romanze, sondern eine Erkundung dessen, wie Menschen aus unterschiedlichen Lebensphasen aufeinandertreffen und was dabei schiefgehen, aber auch entstehen kann.

Nicola Walker und Jemaine Clement

Nicola Walker, bekannt aus Serien wie Rivals, übernahm früh die Hauptrolle der Alice. Für Sophie Goodhart war das eine entscheidende Weichenstellung: Sobald Walker an Bord war, schrieb Goodhart die Figur direkt auf sie zugeschnitten, was dem Drehbuch laut eigener Aussage enorm half.

Jemaine Clement komplettiert das zentrale Duo als Steve. Auch er wurde früh besetzt, und Goodhart nutzte seine Präsenz im Kopf, um die Dynamik zwischen den beiden Figuren präzise herauszuarbeiten. Die Chemie zwischen Walker und Clement bildet das Herzstück der Serie.

Beide Schauspieler bringen eine Reife mit, die für eine Geschichte über Altersunterschiede und Lebenswege besonders trägt. Die erste Bilderstrecke vermittelt bereits, dass Alice and Steve auf Charaktertiefe statt auf oberflächliche Romantik setzt.

Goodhart schreibt erstmals allein

Alice and Steve markiert einen persönlichen Meilenstein für Sophie Goodhart: Es ist das erste Mal, dass sie als einzige Autorin für eine gesamte Serie verantwortlich zeichnet. Für sie ist das sowohl Herausforderung als auch Befreiung.

Ihr Schreibprozess ist ungewöhnlich konsequent auf die Figuren ausgerichtet. Goodhart verfasst für jeden Entwurf mehrere Durchläufe, jeweils aus der Perspektive einer anderen Figur. Ein Durchgang für Alice, einer für Steve, einer für Izzy. So stellt sie sicher, dass jede Figur ihre eigene innere Logik behält.

Dieser Ansatz spiegelt Goodharts Überzeugung wider, dass gute Serien das Publikum dazu bringen sollten, für wechselnde Figuren zu fiebern, ohne dauerhaft in einer einzigen Perspektive gefangen zu sein. Das Ziel ist, dass Zuschauer sich bei verschiedenen Szenen mit verschiedenen Charakteren identifizieren.

Worum geht es in der Serie?

Alice and Steve erzählt eine Altersunterschied-Romanze, die von Anfang an mit gesellschaftlicher Reibung aufgeladen ist. Die Ausgangssituation, ein Mann, der mit der Tochter eines Freundes zusammenkommt, schafft ein Geflecht aus Loyalitäten, Erwartungen und unausgesprochenen Regeln.

Die Serie siedelt sich im Bereich der Charakterkomödie an und erinnert in ihrer Tonalität an Produktionen wie Sex Education, die ebenfalls mit Tabuthemen rund um Beziehungen und Generationen arbeiten. Alice and Steve dürfte ähnlich viel Wert auf Empathie und Nuanciertheit legen wie auf Unterhaltung.

Im Mittelpunkt stehen neben Alice und Steve auch weitere Figuren, darunter Izzy, deren Perspektive laut Goodhart ebenfalls eigene Passagen im Drehbuch erhielt. Wie genau sich die Beziehungskonstellationen entwickeln, wird die Serie selbst enthüllen.

Start und Verfügbarkeit im Überblick

Alice and Steve startet am 8. Juni 2026. Ein Startdatum für Deutschland steht noch aus, und auch über eine mögliche Verfügbarkeit bei deutschsprachigen Streaming-Anbietern gibt es bislang keine offiziellen Informationen.

Interessierte sollten die Ankündigungen der großen Plattformen im Blick behalten. Angesichts des internationalen Casts und des universellen Themas ist ein Erscheinen außerhalb des US-Markts wahrscheinlich, konkrete Zusagen fehlen jedoch noch.

Die Serie wird von Maggie Lovitt redaktionell begleitet. Sophie Goodharts Debüt als alleinige Serienautorin wird zeigen, ob ihr charaktergetriebener Ansatz beim Publikum ebenso ankommt wie bei den Produzenten, die früh auf das Projekt setzten.

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Quelle: Disney+Zuletzt aktualisiert: 12.05.2026, 15:15 Uhr

Artikel geschrieben von:

Lea Zimmermann
Autor
Lea Zimmermann
Science FictionFantasy-SerienMystery

Lea Zimmermann analysiert aktuelle Serien mit besonderem Blick für Atmosphäre, Figurenentwicklung und Erzählstruktur.

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