Good Omens scheitert als Finale: Kritiker sind so gespalten wie nie

·12.05.2026, 15:30 Uhr·3 Min
Bild: Prime Video · TMDB

Für Fans von Aziraphale und Crowley endet die Serie mit einem Wermutstropfen. Statt einer vollen Staffel gibt es nur 90 Minuten Abschluss, und die Kritiker zeigen sich so gespalten wie nie zuvor. Was Prime Video jetzt liefert, ist ein Finale unter Zwang.

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Finale als einzige Folge

Ursprünglich als vollwertige dritte Staffel geplant, wurde Good Omens nach Gaimans Ausscheiden auf eine einzige, 90-minütige Abschlussepisode zusammengekürzt. Diese ungewöhnliche Entscheidung spiegelt die schwierigen Umstände wider, unter denen das Finale entstand.

Die Folge zeigt Aziraphale (Michael Sheen (Doon Mackichan)-sheen)) und Crowley (David Tennant), gespielt von Michael Sheen und David Tennant, nach ihrer Trennung am Ende von Staffel 2. Beide stehen vor der bevorstehenden Zweiten Ankunft und müssen sich mit den Konsequenzen ihrer Entscheidungen auseinandersetzen. Neu im Cast ist Doon Mackichan als Figur namens Miguel.

Ob das Format einer einzigen Folge der Geschichte gerecht wird, diskutieren Kritiker und Fans intensiv. Einige sehen darin eine notwendige, würdevolle Abrundung, andere bemängeln, dass die Geschichte zu viel Raum benötigt hätte.

Gaiman verließ das Projekt

Neil Gaiman, der die Serie nach seinem gleichnamigen Roman mit Terry Pratchett entwickelt hatte, schied nach mehreren Vorwürfen sexueller Übergriffe aus dem Projekt aus. Wie viel von seinem ursprünglichen Drehbuch letztlich im Finale erhalten blieb, ist unklar.

Das Skript zur dritten Staffel stammt offiziell von Gaiman gemeinsam mit Michael Marshall Smith und Peter Atkins. Beide übernahmen offenbar wesentliche Teile der inhaltlichen Verantwortung, nachdem Gaiman das Projekt nicht weiter aktiv begleiten konnte.

Statt Douglas MacKinnon, der die ersten beiden Staffeln inszenierte, führte diesmal Rachel Talalay Regie. Talalay ist bekannt für ihre Arbeit an zahlreichen britischen Serien und bringt einen neuen visuellen Stil in die Finalfolge.

Kritikwertungen im Vergleich

Mit 75 Prozent auf Rotten Tomatoes, basierend auf acht Kritiken zum Zeitpunkt der Auswertung, erzielt Good Omens Staffel 3 die schwächste Bewertung in der Geschichte der Serie. Staffel 1 erreichte 85 Prozent bei 98 Kritiken, Staffel 2 sogar 88 Prozent bei 64 Bewertungen.

Der Rückgang ist zwar messbar, aber angesichts der außergewöhnlichen Produktionsumstände wenig überraschend. Kritiker würdigen teils die Leistungen von Tennant und Sheen, bemängeln jedoch das erzählerische Tempo der kompakten Abschlussepisode.

Da bislang nur acht Kritiken vorliegen, könnte sich die Wertung noch verschieben. Ob sich das Bild mit mehr Rezensionen verbessert oder verschlechtert, bleibt abzuwarten.

Cast und neues Kreativteam

David Tennant kehrt als Dämon Crowley zurück und liefert nach Einschätzung mehrerer Kritiker erneut eine überzeugende Vorstellung. Doon Mackichan ergänzt den Cast als neue Figur Miguel und bringt frische Dynamik in das Finale.

Hinter der Kamera markiert der Wechsel von Douglas MacKinnon zu Rachel Talalay eine deutliche Zäsur. Talalay, die unter anderem durch ihre Arbeit an Doctor Who bekannt ist, setzt andere Akzente als ihr Vorgänger.

Das Autorenteam aus Michael Marshall Smith und Peter Atkins stand vor der Herausforderung, eine Geschichte zu vollenden, die ursprünglich für mehrere Folgen konzipiert war. Inwieweit Gaimans ursprüngliche Vision erhalten blieb, lässt sich von außen kaum beurteilen.

Abschluss einer besonderen Serie

Good Omens gehörte seit Staffel 1 zu den beliebtesten Fantasy-Produktionen bei Prime Video. Die Serie um den Engel Aziraphale und den Dämon Crowley gewann eine treue Fangemeinde, die den unerwarteten Abschluss mit gemischten Gefühlen aufnimmt.

Das Finale beendet eine Reihe, die trotz ihres unrühmlichen Endes hinter den Kulissen als kreative Leistung gilt. Tennant und Sheen prägten mit ihrer Chemie maßgeblich den Ton der Serie und dürften auch in der Abschlussepisode im Mittelpunkt stehen.

Ob das Finale dem Erbe von Good Omens gerecht wird, werden letztlich die Zuschauer entscheiden. Die Serie ist in Deutschland bei Prime Video abrufbar.

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Quelle: Prime VideoZuletzt aktualisiert: 12.05.2026, 15:30 Uhr

Artikel geschrieben von:

Sophie Hartmann
Autor
Sophie Hartmann
Action-SerienScience FictionFantasy-Serien

Sophie Hartmann analysiert seit mehreren Jahren Serienwelten mit Fokus auf Action, Sci-Fi, Fantasy und Mystery.

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Sophie hat einen weiteren Artikel zur selben Serie verfasst.

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