Warum Alice and Steve Canneseries 2025 überrascht hat

·28.04.2026, 20:31 Uhr·3 Min
Bild: TMDB

Kann eine Serie drei Festivalpreise gewinnen und trotzdem enttäuschen? Alice and Steve hat in Cannes Beste Serie, Ensemblepreis und Studentenpreis geholt, startet aber erst am 8. Juni auf Disney+ und Hulu. Ob der Hype hält, entscheidet sich in wenigen Wochen.

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Drei Preise für britische Disney+-Serie

Alice and Steve hat bei der diesjährigen Canneseries-Preisverleihung alle Konkurrenten hinter sich gelassen. Die Serie gewann in den Kategorien Beste Serie, Besondere Interpretation für das Ensemble-Ensemble sowie den Studentenpreis.

Produziert wurde die Erfolgsserie von Clerkenwell Films, dem Studio hinter dem gefeierten Thriller Baby Reindeer. Geschrieben und entwickelt hat die sechsteilige Serie Sophie Goodhart, die zuvor bereits an Sex Education mitgewirkt hat.

Der Erfolg bei Canneseries gilt als starkes Signal: Die Serie tritt ihren Weg zum Publikum mit einem eindrucksvollen Preisregen an, noch bevor sie überhaupt auf einer Streamingplattform zu sehen ist.

Nicola Walker und Jemaine Clement im Mittelpunkt

Im Zentrum der Serie stehen Nicola Walker als Alice und Jemaine Clement als ihr bester Freund Steve. Der Konflikt entsteht, als Steve beginnt, Alices 26-jährige Tochter Izzy zu daten, gespielt von Yali Topol Margalith.

Walker ist deutschen Zuschauern vor allem aus britischen Serien wie Unforgotten bekannt, während Clement durch Flight of the Conchords und What We Do in the Shadows internationale Bekanntheit erlangte. Die Kombination der beiden verspricht eine ungewöhnliche Mischung aus Komödie und emotionaler Tiefe.

Die Chemie zwischen den Figuren und die komplizierte Dreiecksbeziehung zwischen Mutter, bestem Freund und Tochter bilden den emotionalen Kern der Serie, der die Jury in Cannes offenbar vollständig überzeugte.

Canneseries: Festival mit hochkarätigen Gästen

Das Canneseries-Festival fand in dieser Woche statt und versammelte führende Köpfe der internationalen Serienbranche. Zu den Rednern zählten unter anderem Noah Hawley, Schöpfer von Alien: Earth, sowie David Bernad, Produzent von The White Lotus.

Auch Richard Gadd, der Schöpfer von Baby Reindeer, war beim Festival vertreten und sorgte damit für eine interessante Verbindung zu Alice and Steve, da beide Produktionen aus dem Hause Clerkenwell Films stammen.

Das Festival gilt als wichtige Bühne für internationale Serienprojekte und hat sich in den vergangenen Jahren als Frühindikator für kommende Streaming-Hits etabliert.

Weitere Preisträger des Abends

Neben Alice and Steve wurden auch andere internationale Produktionen ausgezeichnet. Die kanadische Serie Empathie von Florence Longpré gewann den Europe-1-Publikumspreis und bewies damit die Strahlkraft frankophoner Produktionen auf dem internationalen Parkett.

Das finnische Sportdrama Guts sicherte sich den Preis für die Beste Darstellerleistung: Roosa Söderholm überzeugte die Jury in der Hauptrolle und setzte damit ein Ausrufezeichen für nordeuropäische Serienproduktionen.

Die Auszeichnung für die Beste Dokumentarserie ging an The Deal with Iran, was die wachsende Bedeutung von Dokuserie-Formaten im internationalen Festivalbetrieb unterstreicht.

Serienstart am 8. Juni auf Disney+

Alice and Steve feiert am 8. Juni seine Premiere auf Disney+ und Hulu. Die sechsteilige Serie entstand im Rahmen des britischen Kreativteams von Disney+ und richtet sich an ein breites internationales Publikum.

Mit dem Canneseries-Triumph im Rücken dürfte die Aufmerksamkeit rund um den Serienstart erheblich steigen. Fans von Nicola Walker und Jemaine Clement können sich auf eine Geschichte freuen, die Freundschaft, Loyalität und familiäre Grenzen auf ungewöhnliche Weise verhandelt.

Sophie Goodhart hat mit ihrer Erfahrung aus Sex Education erneut ein Projekt entwickelt, das offenbar genau den Nerv der Zeit trifft. Ob Alice and Steve auch beim Publikum so einschlägt wie bei den Jurys in Cannes, wird sich ab dem 8. Juni zeigen.

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Zuletzt aktualisiert: 28.04.2026, 20:31 Uhr

Artikel geschrieben von:

Mia Braun
Autor
Mia Braun
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Mia Braun ist Redakteurin bei serien.de mit Fokus auf moderne Streaming-Serien und detaillierte Episodenanalysen.

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