Man on Fire schockt und zieht Reacher-Fans an
Kann Yahya Abdul-Mateen II Denzel Washington wirklich ersetzen? Bekannt ist: Der Emmy-Gewinner spielt John Creasy in sieben Episoden, produziert von Halo-Schöpfer Kyle Killen. Was das für Actionfans bedeutet, wird sich zeigen, doch die ersten Signale sind eindeutig.
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Man on Fire: Creasy kehrt zurück
Yahya Abdul-Mateen II, Emmy-Gewinner für seine Rolle in Watchmen, schlüpft in die Rolle des John Creasy, einem ehemaligen Spezialeinheiten-Söldner, der nach einer missglückten Mission tief in einem selbstzerstörerischen Strudel versinkt. Die Figur leidet sichtbar unter einer posttraumatischen Belastungsstörung und wirkt zu Beginn der Serie kaum handlungsfähig.
Sein früherer CIA-Kontaktmann, gespielt von Bobby Cannavale, holt Creasy zurück ins Geschäft. In Mexiko-Stadt wird der gebrochene Söldner zum einzigen Schutzschild der Teenagerin Poe, dargestellt von Billie Boullet, die vielen noch als Anne Frank aus A Small Light in Erinnerung ist. Poe ist die einzige Zeugin eines Terroranschlags und damit in höchster Gefahr.
Denzel Washington hatte die Rolle 2004 im gleichnamigen Kinofilm geprägt. Abdul-Mateen II steht vor der Aufgabe, dieser Ikone gerecht zu werden, und liefert laut frühen Einschätzungen eine eindringliche, eigenständige Interpretation. Die sieben Folgen der Adaption bieten dabei genug Raum, Creasys innere Zerrissenheit ausführlich zu beleuchten.
Young Sheldon: Georgie ehrt seinen Vater
Georgie Cooper, gespielt von Montana Jordan, plant eine Gedenkfeier zum Jahrestag des Todes seines Vaters George Cooper Sr. Lance Barber kehrt dabei in einem Sonderauftritt als der verstorbene George zurück und sorgt damit für einen emotionalen Moment in der Serie.
Doch nicht jeder gönnt Georgie diesen Abschied in Würde. Der Erzfeind der Autowerkstatt, Fred Fagenbacher, gespielt von Matt Letscher, versucht die Gedenkveranstaltung gezielt zu sabotieren und treibt seine Fehde damit auf die Spitze.
Zoe Perry und Raegan Revord sind ebenfalls Teil des Ensembles, das in dieser Folge vor allem die familiären Bande und den Schmerz des Verlustes in den Mittelpunkt rückt. Die Hommage an George Cooper Sr. verspricht einer der bewegendsten Momente der laufenden Staffel zu werden.
Grey's Anatomy: Station 19 lebt weiter
Grey's Anatomy kehrt nach einer fast einmonatigen Pause mit der vorletzten Folge der 22. Staffel zurück. Das Herzstück dieser Episode ist ein Wiedersehen mit einer bekannten Figur aus dem bereits beendeten Ableger Station 19, der nach sieben Staffeln vor zwei Jahren sein Ende fand.
Feuerwehrfrau Maya Bishop, verkörpert von Danielle Savre, wird mit schweren Verbrennungen in die Notaufnahme eingeliefert und verbindet damit die Welt der beiden Serien auf dramatische Weise. Für langjährige Fans beider Produktionen ist das Wiedersehen mit Maya ein emotionaler Höhepunkt.
Zugleich kündigt sich ein Cliffhanger für das Staffelfinale an: Ein Brückeneinsturz scheint das Leben von Owen, gespielt von Kevin McKidd, und Nick, gespielt von Scott Speedman, ernsthaft zu bedrohen. Die Spannung vor dem Saisonabschluss steigt damit erheblich.
Hacks: Doppelfolge mit Jean Smart
Hacks feiert das 50-jährige Jubiläum von Deborah Vances fiktiver Erfolgssitcom Wer kocht heute Abend?, die einst sogar das fiktive Titelblatt des TV Guide Magazine zierte. Jean Smart spielt die alternde Komikerin mit gewohnter Brillanz und verleiht der Jubiläumsfolge eine nostalgische Tiefe.
Deborah lässt sich überreden, gemeinsam mit ihrer Tochter DJ, gespielt von Kaitlin Olson aus High Potential, an einer neuen Staffel von The Amazing Race teilzunehmen. Der Grund: Reality-Formate sollen Prominenten angeblich neue Relevanz verschaffen, ein Gedanke, dem Deborah mit charakteristischer Skepsis begegnet.
Die Doppelfolge bietet damit reichlich Stoff für Mutter-Tochter-Dynamiken, Selbstironie und die Frage, wie weit eine Frau wie Deborah Vance bereit ist, sich für die Gunst des Publikums zu verbiegen.
Baby Reindeer: Nialls neuer Anfang
Die zweite Folge von Richard Gadds verstörendem psychologischen Drama zeigt den jungen Niall, gespielt von Mitchell Robertson, bei seiner Ankunft an der Universität in Glasgow. Er hofft auf einen Neuanfang, frei von den Belastungen seiner Vergangenheit.
Die Serie setzt damit ihren düsteren Ton fort und erkundet, wie schwer es ist, wirklich von vorne zu beginnen, wenn die eigene Geschichte einen nicht loslässt. Gadds Handschrift ist in jedem Detail spürbar: Die Atmosphäre bleibt bedrückend, die Charakterzeichnung präzise.
Baby Reindeer hatte mit seiner ersten Staffel weltweit für Aufsehen gesorgt und zahlreiche Auszeichnungen gewonnen. Die Erwartungen an die Fortsetzung sind entsprechend hoch, und die zweite Folge deutet an, dass die Serie ihrem Anspruch gerecht werden will.
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Artikel geschrieben von:

Sarah Becker analysiert Streaming-Highlights aus den Bereichen Krimi, Drama und Mystery mit geschultem Blick für Erzählstrukturen.
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