Deshalb zieht Man on Fire Creasy tiefer in die Dunkelheit als erwartet
Er überlebte die härtesten Einsätze der Welt, scheitert aber an sich selbst. Yahya Abdul-Mateen II verkörpert in der siebteiligen Netflix-Serie einen Söldner, dessen größter Feind sein eigener Kopf ist. Dieser Widerspruch treibt Man on Fire in eine psychologische Dunkelheit, die weit über klassische Actionserien hinausgeht.
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Worum geht es in der Serie?
John Creasy war einst ein hochqualifizierter Söldner der Spezialeinheiten, der selbst in den aussichtslosesten Situationen überlebte. Heute leidet er unter schwerer posttraumatischer Belastungsstörung und versucht, seinen inneren Dämonen zu entkommen. Sein Weg zur Erlösung wird jedoch jäh unterbrochen, als er sich erneut mitten im Feuer wiederfindet.
Die Serie basiert lose auf den ersten beiden Büchern der Romanreihe von A.J. Quinnell: 'Man on Fire' und 'The Perfect Kill'. Es ist das erste Mal, dass der Stoff als Fernsehserie umgesetzt wird, nachdem die Geschichte zuvor zweimal als Kinofilm adaptiert wurde.
Yahya Abdul-Mateen II trägt die Serie als Hauptdarsteller, flankiert von einem starken Ensemble: Billie Boullet spielt Poe Rayburn, Bobby Cannavale deren Vater Paul Rayburn, Alice Braga verkörpert Valeria Melo, Scoot McNairy gibt Henry Tappan und Paul Ben-Victor ist als Moncrief zu sehen.
Staffel 2: Was ist bisher bekannt?
Eine offizielle Ankündigung zur zweiten Staffel steht noch aus. Netflix hat bislang keine Pläne für eine Fortsetzung von Man on Fire bekanntgegeben, und ein Startdatum für Staffel 2 steht dementsprechend ebenfalls noch aus.
Das ist angesichts des frischen Serienstarts wenig überraschend. Streaming-Plattformen wie Netflix warten in der Regel die Zuschauerzahlen und die Resonanz der ersten Staffel ab, bevor sie eine Entscheidung über eine Verlängerung treffen.
Fans müssen sich also zunächst gedulden. Die erste Staffel erscheint am 30. April 2026 vollständig auf Netflix, sodass die Plattform schon bald erste Daten zur Nutzung auswerten kann.
Romanvorlage bietet viel Stoff
Die Buchreihe von A.J. Quinnell umfasst insgesamt fünf Romane. Da die erste Staffel lediglich die ersten zwei Bücher als Grundlage nutzt, bleiben noch drei weitere Werke als mögliche Vorlage für künftige Staffeln übrig.
Das ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die Schöpfer der Serie von Anfang an eine langfristige Perspektive im Blick gehabt haben könnten. Ob Netflix dieses Potenzial tatsächlich ausschöpft, hängt letztlich vom Erfolg der ersten Staffel ab.
Sollte Man on Fire beim Publikum gut ankommen, wäre genug erzählerisches Material vorhanden, um John Creasys Geschichte über mehrere Staffeln weiterzuerzählen.
Der Cast und seine Rollen
Yahya Abdul-Mateen II übernimmt die zentrale Rolle des John Creasy, einem Mann, der zwischen seiner Vergangenheit als Elitesöldner und dem Versuch einer Neuorientierung gefangen ist. Die Figur ist psychologisch vielschichtig und bietet dem Schauspieler enormen Spielraum.
Bobby Cannavale als Paul Rayburn und Billie Boullet als dessen Tochter Poe Rayburn stehen Creasy dabei besonders nah. Alice Braga bringt als Valeria Melo eine weitere wichtige Figur ins Spiel, während Scoot McNairy als Henry Tappan und Paul Ben-Victor als Moncrief das Ensemble abrunden.
Die Besetzung gilt als einer der größten Pluspunkte der Serie und dürfte maßgeblich dazu beitragen, ob das Publikum auch über die erste Staffel hinaus einschalten möchte.
Fazit: Lohnt sich das Einschalten?
Man on Fire startet am 30. April 2026 auf Netflix und bietet sieben Folgen voller Spannung, psychologischer Tiefe und starker Darstellerleistungen. Ob die Serie verlängert wird, entscheidet sich in den kommenden Wochen.
Die Ausgangslage ist vielversprechend: Starkes Quellmaterial, ein namhafter Cast und eine Plattform mit globalem Reichweite. Fans der Romanreihe von A.J. Quinnell dürfen gespannt sein, wie treu die Umsetzung den Büchern folgt.
Wer die Geschichte von John Creasy verfolgen möchte, findet alle sieben Episoden der ersten Staffel ab sofort auf Netflix. Eine Entscheidung über Staffel 2 bleibt abzuwarten.
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Warum Man on Fire tiefer geht als beide Kinofilme
Wie weit kann Man on Fire noch gehen? Die Netflix-Serie kombiniert erstmals beide Quinnell-Romane, mit Yahya Abdul-Mateen II als Creasy und Rio de Janeiro als brutalem Schauplatz. Ob dieser Ansatz die Figur wirklich neu definiert oder nur mehr Stoff bedeutet, wird die Serie selbst beantworten müssen.

Warum Man on Fire gerade so viele Erwartungen weckt
130 Millionen Dollar Einspielergebnis, und trotzdem hat niemand eine Serie daraus gemacht. Dabei ist Man on Fire einer der bekanntesten Actionstoff der 2000er, zweifach verfilmt und millionenfach gesehen. Erst jetzt, über 20 Jahre nach dem Kinofilm, wagt Netflix den Schritt zur Serie.

Brutaler neuer Trailer: Man on Fire startet auf Netflix
Netflix hat einen neuen, intensiven Trailer zur Thriller-Serie Man on Fire veröffentlicht, die auf den Romanen von A.J. Quinnell basiert. Yahya Abdul-Mateen II verkörpert darin den traumatisierten Ex-Söldner John Creasy, der in den Straßen Brasiliens in einen gefährlichen Strudel der Gewalt gezogen wird. Alle acht Folgen erscheinen am 30. April 2026 auf Netflix.
Artikel geschrieben von:

Julia Fischer analysiert Serien mit besonderem Fokus auf erzählerische Details, Charakterentwicklung und Genre-Mix.
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