Warum BEEF Staffel 2 so dramatisch scheitert
87 Prozent bei Kritikern, 60 Prozent beim Publikum: BEEF Staffel 2 spaltet wie kaum eine andere Serie. Während Staffel 1 in denselben zwei Wochen 17,8 Millionen Aufrufe sammelte, kommt die neue Staffel auf magere 6,5 Millionen. Der Hype rund um den White-Lotus-Nachfolger hat sich in Luft aufgelöst.
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Staffel 2 enttäuscht mit schwachen Zahlen
Beef Staffel 2 läuft seit zwei Wochen auf Netflix, doch die Aufrufe bleiben weit hinter den Erwartungen zurück. Während Staffel 1 in denselben zwei Wochen starke 17,8 Millionen Aufrufe sammelte, kommt die neue Staffel bislang nur auf 6,5 Millionen. Das entspricht einem Einbruch von 63 Prozent.
Zum Vergleich: Netflix verzeichnete mit 'The Rip' den meistgesehenen Film des Jahres 2026, bis 'War Machine' mit über 125 Millionen Aufrufen alle Rekorde brach. Beef bewegt sich in einer völlig anderen Liga und kämpft darum, überhaupt Aufmerksamkeit zu gewinnen.
Die Zahlen zeigen, dass das Publikum der zweiten Staffel deutlich skeptischer gegenübersteht. Ob das an der neuen Besetzung, der veränderten Geschichte oder schlicht an überhöhten Erwartungen liegt, darüber streiten sich Fans und Kritiker seit dem Start.
Kritiker und Publikum gespalten
Auf der Bewertungsplattform Rotten Tomatoes hält Beef Staffel 2 derzeit einen Kritikerwert von 87 Prozent. Das klingt solide, fällt jedoch deutlich hinter die 98 Prozent zurück, die Staffel 1 bei der Kritik eingesammelt hatte.
Noch drastischer ist die Lücke beim Publikum: Staffel 1 erreichte 87 Prozent Zustimmung bei den Zuschauern, Staffel 2 kommt bislang nur auf 60 Prozent. Diese Diskrepanz zwischen Kritiker- und Publikumsmeinung deutet darauf hin, dass die Serie zwar handwerklich überzeugt, aber emotional weniger trifft.
Cailee Spaeny und Charles Melton tragen die neue Staffel als Hauptfiguren, doch die Chemie zwischen den Charakteren scheint beim breiten Publikum nicht dieselbe Wirkung zu entfalten wie einst das Duo aus Staffel 1.
Neue Besetzung, frische Konflikte
Als Anthologie-Serie hat Beef Staffel 2 keine inhaltliche Verbindung zur ersten Staffel. Zuschauer können beide Staffeln in beliebiger Reihenfolge schauen. Die neue Staffel bringt ein komplett neues Ensemble mit: Neben Cailee Spaeny und Charles Melton sind auch Ben Affleck, Matt Damon, Alan Ritchson, Charlize Theron, Taron Egerton und Kate Hudson in der neuen Staffel zu sehen.
Diese Starbesetzung weckte im Vorfeld große Erwartungen. Doch trotz der klangvollen Namen gelingt es der zweiten Staffel bislang nicht, die Begeisterung des Publikums in dem Maße zu entfachen, wie es Staffel 1 mit ihrer vergleichsweise unbekannteren Besetzung schaffte.
Schöpfer Lee Sung Jin hat erklärt, dass er damit einverstanden wäre, Beef nach Staffel 2 zu beenden. Angesichts der aktuellen Zahlen klingt das weniger wie eine kreative Entscheidung und mehr wie eine realistische Einschätzung der Lage.
Lee Sung Jin blickt zu Marvel
Während Beef Staffel 2 um Aufmerksamkeit kämpft, hat Lee Sung Jin bereits ein neues Großprojekt in Arbeit. Der Schöpfer und Autor der Serie arbeitet an einem Drehbuch für den Marvel-Neustart der X-Men-Reihe. Regie bei dem Projekt soll Jake Schreier führen, der zuletzt mit 'Thunderbolts*' Erfahrung im Marvel-Universum gesammelt hat.
Ob dieser Wechsel zu einem der größten Franchise-Projekte Hollywoods Auswirkungen auf die Zukunft von Beef hat, bleibt offen. Lee Sung Jin hat jedoch klargemacht, dass er sich ein Ende der Serie nach Staffel 2 vorstellen kann.
Für Netflix stellt sich nun die Frage, ob eine mögliche dritte Staffel ohne ihren ursprünglichen Schöpfer überhaupt realisierbar wäre, oder ob Beef als zweiteilige Anthologie in die Geschichte eingeht.
Zukunft von Beef bleibt ungewiss
Lee Sung Jin hat öffentlich signalisiert, dass er mit einem Ende nach Staffel 2 zufrieden wäre. Angesichts der schwachen Abrufzahlen und der geteilten Publikumsmeinung dürfte Netflix diese Aussage genau im Blick behalten.
Für die Plattform ist Beef trotzdem kein vollständiger Misserfolg: 6,5 Millionen Aufrufe in zwei Wochen sind kein Einbruch ins Bodenlose, aber gemessen an den eigenen Maßstäben aus Staffel 1 und dem Hype um Anthologie-Formate wie White Lotus ist es eine klare Enttäuschung.
Ob Beef eine dritte Staffel bekommt, ein Startdatum steht noch aus, und Aussagen dazu fehlen bislang von Netflix vollständig. Fans der Serie müssen sich vorerst damit abfinden, dass Staffel 2 womöglich das letzte Kapitel dieser Geschichte ist.
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Lee Sung Jin verabschiedet sich von BEEF, aber warum?
Lee Sung Jin liebt Beef, aber er will nicht mehr. Er beschreibt die Arbeit an der Serie als emotional kräftezehrend und sieht nach zwei Staffeln seine Geschichte erzählt. Die Tür bleibt einen Spalt offen, doch der Wille zum Weitermachen fehlt.

Zurück in den Netflix-Top-10: BEEF kämpft sich Schritt für Schritt vor
2,4 Millionen Aufrufe in Woche eins: Das reicht nur für Platz 10. Staffel 1 erreichte zum gleichen Zeitpunkt mehr als doppelt so viele Zuschauer. Für eine Serie, die 2023 zur Netflix-Sensation wurde, ist das ein überraschend verhaltener Neustart.

Warum BEEF trotz schwachem Start noch nicht abgeschrieben ist
58 Prozent weniger Zuschauer: BEEF Staffel 2 kämpft um Relevanz. Die neue Staffel startete am 16. April auf Netflix und landete mit 2,4 Millionen Aufrufen nur auf Platz 10. Ob die Serie ihren Kultstatus verteidigen kann, entscheidet sich in den nächsten Wochen.
Artikel geschrieben von:

Marie Weber berichtet über Action-, Drama- und Mystery-Serien mit besonderem Fokus auf Spannungsdramaturgie und Figurenzeichnung.
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