Lord John Grey und Outlander: Warum Fans genau diesen Spin-off wollen

·19.06.2026, 00:31 Uhr·3 Min
Lord John Grey und Outlander: Warum Fans genau diesen Spin-off wollen
Bild: STARZ · TMDB

Outlander ist vorbei, doch das Universum soll weiterwachsen: ein Problem mit zu vielen Optionen. Blood of My Blood läuft bereits, daneben stehen ein Lord-John-Grey-Spin-off und eine Master-Raymond-Serie zur Debatte. Die Fans haben sich trotzdem klar positioniert, und ihr Votum duldet kaum Widerspruch.

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Lord John Grey führt die Abstimmung an

Knapp fünfzig Prozent der Abstimmungsteilnehmer votieren für ein Spin-off, das Lord John Grey in den Mittelpunkt stellt. Der von David Berry gespielte Charakter ist in Diana Gabaldons Novellenreihe bereits ausführlich porträtiert worden, was einer möglichen Serie eine solide literarische Vorlage bieten würde. Das Ergebnis ist eindeutig: Kein anderes Konzept kommt auch nur annähernd an diesen Wert heran.

Grey taucht im Outlander-Universum als loyaler Freund von Jamie Fraser (Sam Heughan) auf, gespielt von Sam Heughan, und entwickelt sich im Laufe der Staffeln zu einer der komplexesten Nebenfiguren der Reihe. Gabaldons Novellen zeichnen ihn als Militäroffizier, Ermittler und Außenseiter in einer Gesellschaft, die ihm wenig Spielraum lässt. Genau diese Spannung macht den Charakter für eine eigene Serie attraktiv.

Ob ein solches Projekt tatsächlich in Produktion geht, ist bislang nicht bestätigt. Die Abstimmungsergebnisse zeigen jedoch, dass der Wunsch der Fangemeinde klar formuliert ist.

Nächste Generation auf Platz zwei

Rund ein Viertel der Stimmen entfällt auf ein Konzept, das die nächste Generation in den Vordergrund rückt. Gemeint sind Brianna (Sophie Skelton) Fraser, gespielt von Sophie Skelton, sowie ihre Kinder und Enkel. Ein solches Spin-off würde die Zeitreise-Mythologie des Outlander-Universums weiterführen, ohne die Ursprungsgeschichte von Jamie und Claire (Caitríona Balfe) neu aufzurollen.

Brianna ist als Charakter bereits eigenständig etabliert: Sie navigiert zwischen zwei Epochen, trägt das Erbe beider Elternteile und hat in den späteren Staffeln zunehmend Profil gewonnen. Eine Serie, die ihre Linie fortschreibt, könnte sowohl Bestandsfans als auch neues Publikum ansprechen.

Master Raymond belegt den dritten Rang

Auf dem dritten Platz landet ein Spin-off rund um Master Raymond, dargestellt von Dominique Pinon. Die Figur begegnet Claire Fraser erstmals in Paris während der zweiten Staffel und entpuppt sich als Heiler mit übernatürlichen Fähigkeiten, die Claire später selbst verfeinert. Seine Herkunft und seine wahre Natur bleiben in der Hauptserie bewusst im Dunkeln.

Genau dieses Geheimnis macht Raymond zu einer reizvollen Grundlage für eine eigenständige Serie. Wo kommt er her, wie alt ist er wirklich, und welche Rolle spielt er im größeren Gefüge der Zeitreisen? Fragen, die die Hauptserie nie beantwortet hat und die ein Spin-off aufgreifen könnte.

Pinons Darstellung ist trotz begrenzter Screentime im Gedächtnis geblieben. Dass die Figur in der Abstimmung überhaupt auf Platz drei landet, spricht für die nachhaltige Wirkung dieser Nebenrolle.

Blood of My Blood kehrt im September zurück

Während die Spin-off-Wünsche der Fangemeinde noch Zukunftsmusik sind, steht mit Outlander: Blood of My Blood bereits eine konkrete Fortsetzung ins Haus. Die zweite Staffel startet am 18. September und erzählt die Liebesgeschichten der Elterngeneration: Henry und Julia, Claires Eltern, gespielt von Jeremy Irvine und Hermione Corfield, sowie Jamies Eltern Brian und Ellen, verkörpert von Jamie Roy und Harriet Slater.

Die Serie schlägt damit einen Bogen in die Vergangenheit des Outlander-Universums und beleuchtet, wie die Familien entstanden, aus denen die Hauptfiguren hervorgegangen sind. Für Fans, die mehr über die Wurzeln von Jamie Fraser erfahren möchten, ist diese zweite Staffel ein direktes Angebot.

Franchise-Ausbau bleibt eine realistische Option

Dass Starz mit dem Power-Franchise erfolgreich gezeigt hat, wie ein Serienuniversum über die Ursprungsserie hinaus wachsen kann, macht Hoffnungen auf weitere Outlander-Ableger nicht unrealistisch. Power hat mehrere eigenständige Spin-offs hervorgebracht, die allesamt ein treues Publikum gefunden haben.

Outlander verfügt über eine ähnliche Ausgangslage: eine große Romanvorlage, eine engagierte Fangemeinde und Charaktere, die in der Hauptserie nicht vollständig auserzählt wurden. Die Abstimmungsergebnisse liefern Produzenten und Sender zumindest ein klares Stimmungsbild darüber, wo das Interesse der Zuschauer liegt.

Ein kleiner Teil der Befragten lehnt weitere Spin-offs jenseits von Blood of My Blood grundsätzlich ab. Diese Minderheit bleibt jedoch deutlich in der Unterzahl gegenüber jenen, die das Universum weiter erkundet sehen möchten.

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Quelle: STARZZuletzt aktualisiert: 19.06.2026, 00:31 Uhr

Artikel geschrieben von:

Laura Klein
Autor
Laura Klein
Sci-Fi & FantasyMysteryKomödien-Serien

Laura Klein ist spezialisiert auf Sci-Fi, Fantasy und Mystery-Serien mit geschultem Blick für Erzähltempo und Figurenentwicklung.

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