Staffel 2 naht, doch das Outlander-Universum plant schon viel weiter

·15.06.2026, 23:16 Uhr·3 Min
Staffel 2 naht, doch das Outlander-Universum plant schon viel weiter
Bild: STARZ · TMDB

Drei Spin-offs aus einem einzigen Universum: Das plant Starz mit Outlander. Neben Blood of My Blood stehen ein Lord-John-Projekt und eine Serie um den rätselhaften Apotheker Master Raymond im Gespräch. Dass ausgerechnet eine Nebenfigur aus Staffel 2 zum Serienanker werden könnte, hätte kaum jemand erwartet.

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Das Franchise lebt nach Outlander weiter

Mit dem Ende der achten Staffel von Outlander schloss sich das Kapitel um Claire (Caitríona Balfe) (Caitriona Balfe) und Jamie (Sam Heughan) (Sam Heughan), doch das Universum rund um Diana Gabaldons Romanreihe expandiert weiter. Das Prequel Outlander: Blood of My Blood erzählt parallel die Liebesgeschichten von Claires Eltern Henry (Jeremy Irvine) und Julia (Hermione Corfield) sowie Jamies Eltern Brian (Jamie Roy) und Ellen (Harriet Slater).

Staffel 2 von Blood of My Blood feiert am 18. September Premiere. Doch schon jetzt stellt sich die Frage, welche Geschichte als nächste erzählt werden soll, denn Gabaldon hat über die Jahrzehnte weit mehr geschrieben, als bisher verfilmt wurde.

Die Originalstaffel eins bis acht ist auf Netflix abrufbar. Das Franchise besitzt damit eine breite Zuschauerbasis, auf der weitere Projekte aufbauen könnten.

Lord John Grey: der heißeste Kandidat

Kein anderer potenzieller Spin-off wird so intensiv diskutiert wie eine Serie rund um Lord John Grey. David Berry, der die Figur des rothaarigen Soldaten und späteren Adoptivvaters von William (Charles Vandervaart) über mehrere Staffeln verkörperte, hat sein Interesse klar signalisiert. Gegenüber TV Insider erklärte er: 'A Lord John series has been thrown around for a while. If it came and I could continue the character, I'd for sure relish that opportunity.'

Gabaldon hat mehrere Novellen über Lord John Grey verfasst, die dessen Abenteuer jenseits der Haupthandlung beleuchten. Damit existiert bereits ein solides literarisches Fundament für eine eigenständige Produktion.

Ob ein entsprechendes Projekt tatsächlich grünes Licht erhält, ist offen. Berrys Aussagen zeigen jedoch, dass zumindest auf Seiten der Darsteller die Bereitschaft vorhanden wäre.

Master Raymond: ein rätselhafter Charakter

Eine zweite Option wäre eine Serie rund um Master Raymond, gespielt von Dominique Pinon. Der Apotheker wurde erstmals in Staffel 2 der Hauptserie eingeführt und kehrte in den letzten beiden Staffeln als Schlüsselfigur zurück, als es darum ging, Claires außergewöhnliche Heilkräfte zu verstehen.

Gabaldon hat bestätigt, dass sie in ihren Büchern mehr über diesen mysteriösen Charakter geschrieben hat, als bisher in die Serie eingeflossen ist. Konkrete Aussagen darüber, ob eine Verfilmung dieses Materials geplant ist, gibt es bislang nicht.

Gerade die Offenheit seiner Herkunft und seiner Fähigkeiten macht Raymond zu einer Figur, die in verschiedenen Epochen angesiedelt werden könnte. Das wäre ein ungewöhnlicher Ansatz für das Franchise.

Brianna, Roger und ihre Familie

Eine dritte Möglichkeit wäre eine Fortsetzung mit Brianna (Sophie Skelton) (Sophie Skelton) und Roger (Richard Rankin) (Richard Rankin), deren Geschichte nach dem Serienfinale noch viele offene Fäden hinterlässt. Im Abschluss von Outlander wird enthüllt, dass ihr drittes Kind nicht die Fähigkeit besitzt, durch die Steine zu reisen, was innerhalb einer reisenden Familie eine unmittelbare dramatische Spannung erzeugt.

Alternativ könnten auch die Kinder Jeremiah und Mandy in den Mittelpunkt gerückt werden, die in anderen Zeitepochen agieren. Das würde dem Franchise erlauben, neue historische Settings zu erkunden, ohne die etablierten Figuren vollständig loszulassen.

Ob Skelton und Rankin für ein solches Projekt zur Verfügung stünden, ist nicht bekannt. Die Vorlage aus Gabaldons Büchern wäre jedenfalls vorhanden.

Gabaldons Werk als unerschöpfte Quelle

Was alle drei Optionen verbindet: Diana Gabaldon hat über Jahrzehnte ein umfangreiches literarisches Universum aufgebaut, das weit über das hinausgeht, was bisher auf dem Bildschirm zu sehen war. Novellen, Kurzgeschichten und Nebenhandlungen bieten ausreichend Material für mehrere weitere Produktionen.

Welches Projekt tatsächlich realisiert wird, hängt von vielen Faktoren ab: Verfügbarkeit der Darsteller, Interesse der Produktionsseite und nicht zuletzt die Reaktion des Publikums auf Blood of My Blood. Eine starke zweite Staffel des Prequels dürfte die Chancen für weitere Ableger deutlich erhöhen.

Fest steht: Das Outlander-Universum hat genug Tiefe, um noch lange zu tragen. Welche Geschichte als nächste erzählt wird, bleibt eine der spannendsten offenen Fragen im aktuellen Serien-Kosmos.

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Quelle: STARZZuletzt aktualisiert: 15.06.2026, 23:16 Uhr

Artikel geschrieben von:

Lena Bergmann
Autor
Lena Bergmann
Sci-Fi & FantasyMystery-SerienStreaming-Analyse

Lena Bergmann ist Serienredakteurin mit Schwerpunkt auf Sci-Fi- und Fantasy-Formate wie The Witcher und Wednesday.

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