Culloden hatte zwei Enden: Outlander enthüllt die Szene, die im Schnitt blieb

Studio, Netzwerk und Produzenten wollten Black Jack am Leben lassen. Buchautorin Diana Gabaldon sagte Nein, und damit war die Entscheidung gefallen. Das fertige Filmmaterial zeigt trotzdem, wie nah Outlander an einem völlig anderen Ende von Culloden war.
Artikel-Inhalt
Die Szene, die niemand sah
Nach der Ausstrahlung des Staffel-3-Auftakts von Outlander war für die meisten Fans klar: Black Jack Randall ist tot. Jamie Fraser (Sam Heughan), gespielt von Sam Heughan, tötet den berüchtigten Antagonisten in der Schlacht von Culloden. Doch hinter den Kulissen war diese Entscheidung alles andere als selbstverständlich.
Maril Davis bestätigte nun, dass die Produktion tatsächlich eine alternative Version drehte, in der Tobias Menzies als Black Jack die Augen auf dem Schlachtfeld wieder öffnet. Diese Aufnahmen wurden bewusst zurückgehalten und nie in der Serie verwendet.
Davis erklärte, man habe die Szene gedreht, weil man auf eine andere Antwort von Gabaldon gehofft hatte. Als Absicherung filmte das Team beide Varianten, um flexibel reagieren zu können.
Gabaldon sprach das letzte Wort
Studio und Sender drängten darauf, Black Jack am Leben zu lassen. Roberts und Davis wandten sich deshalb direkt an Diana Gabaldon, die Autorin der Romanreihe, auf der Outlander basiert. Ihre Antwort war unmissverständlich: 'Ich wünschte wirklich, ihr würdet das nicht tun.'
Davis fasste die Situation knapp zusammen: 'Sie sagte Nein, also starb er.' Die Produktionsverantwortlichen respektierten Gabaldons Wunsch vollständig, obwohl sowohl kreative als auch wirtschaftliche Interessen für ein Weiterleben der Figur gesprochen hätten.
Roberts betonte, dass Gabaldons Zustimmung für die Produktion grundsätzlich wichtig sei. Wenn die Autorin etwas entschieden ablehne, folge das Team ihrer Einschätzung, so Roberts.
Black Jacks zweites Leben in Staffel 2
Für Fans der Serie war eine Auferstehung der Figur keine völlig abwegige Idee. In Staffel 2 erfuhren Jamie und Claire (Caitríona Balfe), gespielt von Caitríona Balfe, dass Black Jack seine schweren Verletzungen aus dem Gefängnis von Wentworth überlebt hatte. Die Figur wurde damit bereits einmal zurückgebracht.
Tobias Menzies verkörperte Black Jack Randall über mehrere Staffeln hinweg als eine der bedrohlichsten und komplexesten Figuren der Serie. Sein Tod in der Auftaktepisode der dritten Staffel markierte einen bedeutenden Einschnitt in der Geschichte.
Die Enthüllung, dass eine alternative Überlebensszene existiert, zeigt, wie stark die Figur die Produktion beschäftigte, selbst nachdem die Entscheidung über ihren Tod längst gefallen war.
Mehrere Enden für das Serienfinale
Der Ansatz, alternative Szenen zu drehen, um Handlungsoptionen offenzuhalten, war bei Outlander kein Einzelfall. Für das Finale der achten und letzten Staffel filmte die Produktion ebenfalls mehrere verschiedene Schlussszenen.
Dieses Vorgehen diente in erster Linie dazu, mögliche Leaks zu verhindern. Wenn mehrere Versionen eines Endes existieren, wird es für Beteiligte schwieriger, die tatsächliche Auflösung vorab preiszugeben.
Damit zeigt die Produktion von Outlander eine Arbeitsweise, die auch andere große Serien und Filmproduktionen nutzen, um Überraschungen bis zur Ausstrahlung zu schützen.
Was die Enthüllung für Fans bedeutet
Die Offenbarung dieser nie gesendeten Szene gibt Outlander-Fans einen seltenen Einblick in die kreativen Entscheidungsprozesse hinter den Kulissen. Dass selbst Produzenten und Studio eine andere Richtung bevorzugt hätten, unterstreicht, wie prägend die Figur Black Jack Randall für die Serie war.
Gleichzeitig verdeutlicht die Episode die besondere Rolle, die Diana Gabaldon als Autorin der Buchvorlage in der Produktion spielte. Ihr Einfluss reichte weit über die reine Lizenzierung hinaus, sie hatte faktisch ein Vetorecht über zentrale Figuren-Entscheidungen.
Outlander ist in Deutschland bei Netflix verfügbar, wo alle acht Staffeln der Serie gestreamt werden können.
Mehr zu „Outlander"

Zeitreise, Krieg, große Liebe: Outlander beendet eine der längsten Romanzen im TV
Nach acht Staffeln endet eine der längsten Liebesgeschichten im TV. Das Finale von Outlander beantwortet, ob Claire und Jamie wirklich zusammenbleiben. Caitriona Balfe und Sam Heughan spielen das Paar, dessen gesamte Geschichte bei Netflix abrufbar ist.

Das Ende von Outlander Staffel 7 erklärt: Was Claires weißes Haar und Jamies Tod bedeuten
Claires weißes Haar kostet sie alles, rettet aber Jamie das Leben. Im Serienfinale von Outlander opfert Caitríona Balfe als Claire ihre Heilkraft, um Sam Heughans Jamie nach der Schlacht von King's Mountain zurückzuholen. Was dieses Opfer für die letzte Szene bedeutet, erklärt dieser Artikel.

Warum das Outlander-Finale Millionen Fans bewegt und nicht loslässt
Ein Serienfinale, das endet, ohne wirklich zu enden: Jamie und Claire sterben, aber vielleicht auch nicht. Showrunner Matthew B. Roberts und die beiden Hauptdarsteller lassen die letzte Szene absichtlich ohne Auflösung. Fans müssen selbst entscheiden, was mit dem Paar am Ende wirklich passiert ist.
Artikel geschrieben von:

Anna Schneider analysiert Serien von düsteren Mystery-Stoffen bis zu leichteren Komödien mit Fokus auf Erzählstruktur und Figurenentwicklung.
Alle Artikel von AnnaAnna hat 2 weitere Artikel zur selben Serie verfasst.