Gadds Half Man schockiert: Was die Stars erst jetzt verraten
Eine Sexszene mit zwei Intimkoordinatoren verändert die Serienlandschaft. Mitchell Robertson und Stuart Campbell spielen in Richard Gadds Half Man zwei Teenager, deren Beziehung ab dem 24. April auf BBC iPlayer zu sehen ist. Wer Baby Reindeer geliebt hat, wird diese emotionale Wucht nicht vergessen.
Artikel-Inhalt
Half Man: Gadds neue Drama-Serie
Richard Gadd, bekannt als Schöpfer des gefeierten Dramas Baby Reindeer, kehrt mit Half Man zurück. Die Serie erzählt die Geschichte zweier sehr unterschiedlicher Teenager, die durch das Schicksal zusammengebracht werden und deren Beziehung den Rest ihres Lebens prägen wird.
Über sechs Episoden hinweg entwickelt sich diese Verbindung zwischen den beiden Jungen, mal intensiv, mal distanziert, wirft aber stets einen langen Schatten auf ihre Zukunft. Das Finale verspricht laut Beteiligten einen elektrisierenden Höhepunkt, der alle losen Fäden zusammenführt.
Mitchell Robertson und Stuart Campbell übernehmen die zentralen Rollen der beiden Teenager. Weitere wichtige Figuren werden von Jamie Bell, Sterling K. Brown, Thomas Doherty, Hilary Duff und Brad Alexander verkörpert, was dem Projekt ein hochkarätiges internationales Ensemble verleiht.
Die schockierende Intimszene im Detail
Eine bestimmte Szene sorgt bereits vor dem Start für Aufsehen: die sogenannte Jungfräulichkeits-Verlust-Szene, die Mitchell Robertson beim ersten Lesen des Drehbuchs in echten Schock versetzte. 'Meine Reaktion beim ersten Lesen war purer Schock', beschrieb Robertson seine erste Begegnung mit dem Material während des Vorsprechen.
Für die Umsetzung der Szene wurden gleich zwei Intimkoordinatoren engagiert, und dem Dreh gingen mehrere Probentage voraus, bevor die Beteiligten überhaupt das Set betraten. Insgesamt stand ein vollständiger Drehtag allein für diese Sequenz zur Verfügung.
Robertson betonte, dass die schriftliche Version des Moments deutlich beängstigender wirkte als die tatsächliche Drehsituation. Besonderes Lob richtete er an Charlotte, die an jenem Tag ihren ersten Arbeitstag am Set hatte und die Szene mit bemerkenswerter Professionalität meisterte.
Geschwisterliche und sexuelle Dynamik
Robertson und Campbell beschrieben die Beziehung ihrer Charaktere als zugleich geschwisterlich und mitunter sexuell aufgeladen, eine Mischung, die Gadd typischerweise mit großer Präzision und Sensibilität auf die Leinwand bringt. Diese vielschichtige Verbindung zieht sich wie ein roter Faden durch alle sechs Episoden.
Besonders auffällig ist laut den Darstellern auch eine Tanzszene im Schlafzimmer, die die emotionale Intimität der beiden Figuren auf besondere Weise einfängt. Solche Momente seien typisch für Gadds Schreibstil, der Nähe und Bedrohlichkeit oft untrennbar miteinander verbinde.
Campbell bezeichnete die Dynamik zwischen den Charakteren als 'unheimlich', da sie sich trotz aller Zuneigung stets in einem Spannungsfeld bewege. Diese Ambivalenz sei es, die die Beziehung der beiden Jungen so fesselnd und gleichzeitig verstörend mache.
Dreharbeiten ohne Kenntnis des Endes
Ein bemerkenswerter Aspekt der Produktion: Weder Robertson noch Campbell wussten während der Dreharbeiten zu ihren jeweiligen Episoden, wie die Geschichte letztlich ausgeht. Gerüchte kursierten am Set, doch das vollständige Bild blieb beiden Darstellern verborgen.
Diese bewusste Informationskontrolle durch die Produktion sorgte dafür, dass die Schauspieler ihre Szenen ohne Vorwissen über das Finale spielten, was der Authentizität ihrer Darbietungen zugutekam. Gadd setzt damit eine Methode ein, die auch bei Baby Reindeer für intensive Leistungen sorgte.
Das Finale der Serie wird von Beteiligten als elektrisierend beschrieben, ein Versprechen, das angesichts von Gadds Erfolgsbilanz durchaus ernst genommen werden darf. Zuschauer dürfen gespannt sein, wie die sechs Episoden zu einem Abschluss finden.
Start, Plattformen und Besetzung
Half Man ist ab dem 24. April auf BBC iPlayer abrufbar. Die Serie richtet sich an ein internationales Publikum und soll auch auf weiteren Plattformen wie HBO Max, HBO und Netflix verfügbar sein, womit eine breite Zuschauerbasis erreicht werden kann.
Neben Mitchell Robertson und Stuart Campbell in den Hauptrollen sind Jamie Bell, Sterling K. Brown, Thomas Doherty, Hilary Duff, Britney Spears, Brad Alexander und Charlotte in weiteren Rollen zu sehen. Das vielfältige Ensemble unterstreicht den Anspruch der Produktion.
Richard Gadd, der mit Baby Reindeer einen der meistdiskutierten Serien-Momente der jüngeren Fernsehgeschichte schuf, steht erneut als Autor und kreativer Kopf hinter dem Projekt. Fans seiner Arbeit dürfen eine ähnlich intensive Erfahrung erwarten.
Mehr zu „Half Man"

Warum Half Man gerade selbst Skeptiker überzeugt
Half Man überzeugt ausgerechnet die, die skeptisch eingeschaltet haben. Nach Baby Reindeer, 84,5 Millionen Views und fünf großen Preisgewinnen, erwarteten viele eine sichere Wiederholung des Erfolgsrezepts. Gadd liefert stattdessen eine dunklere, langsamere und intimere Serie über Männerfreundschaft und gegenseitige Zerstörung.

Half Man enttäuscht dort, wo Baby Reindeer begeisterte
Wer Baby Reindeer liebte, muss jetzt mit Enttäuschung umgehen. Richard Gadds Nachfolgeserie Half Man landet bei mageren 68 Prozent auf Rotten Tomatoes. Fans erwartet eine handwerklich solide, aber längst nicht so mitreißende Geschichte zweier ungleicher Halbbrüder.

Schwerer als Baby Reindeer: Half Man verlangt viel Geduld
Ein Emmy-Gewinner liefert seine schwächste Arbeit ab, trotz starker Performances. Jamie Bell und Mitchell Robertson spielen sich die Seele aus dem Leib in dieser sechsteiligen HBO-Produktion. Dass ausgerechnet Gadd hier erzählerisch strauchelt, hat kaum jemand erwartet.
Artikel geschrieben von:

Clara Hoffmann ist Serien-Redakteurin mit besonderem Fokus auf emotionale Drama-Serien und detailreiche Period Pieces.
Alle Artikel von ClaraClara hat einen weiteren Artikel zur selben Serie verfasst.
