Citadel kehrt zurück, obwohl beide Spinoffs abgesetzt wurden
300 Millionen Dollar investiert, beide Spinoffs trotzdem abgesetzt — Citadel ist ein teures Paradox. Staffel 2 wurde bereits 2023 verlängert, bevor Diana und Honey Bunny ihr Ende fanden. Jetzt trägt die Hauptserie allein das gesamte Franchise-Gewicht.
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300 Millionen Dollar und gemischte Kritiken
Citadel gehört zu den kostspieligsten Serienproduktionen, die je realisiert wurden. Die erste Staffel kostete rund 300 Millionen Dollar, was etwa 50 Millionen Dollar pro Episode entspricht. Das Ziel war ambitioniert: Prime Video wollte mit der Agentenserie eine globale Franchise aufbauen.
Auf Rotten Tomatoes erreichte Staffel 1 lediglich 51 Prozent bei den Kritikern und 62 Prozent beim Publikum. Die Spinoffs Citadel: Diana und Citadel: Honey Bunny schnitten bei den Kritikern deutlich besser ab, mit Tomatometer-Werten von 83 und 75 Prozent. Beim Publikum blieben die Werte mit 63 und 60 Prozent jedoch ähnlich verhalten.
Beide Spinoffs wurden nach jeweils einer Staffel abgesetzt. Die Verlängerung von Citadel für eine zweite Staffel war bereits 2023 beschlossen worden, also noch bevor diese Absetzungen bekannt gegeben wurden.
Handlung: Manticore im Mittelpunkt
Im Zentrum der Serie stehen Eliteagenten einer Geheimorganisation namens Citadel, die von dem mächtigen Netzwerk Manticore zerstört wurde. Richard Madden und Priyanka Chopra Jonas spielen die Hauptrollen als Agenten, die sich gegen diese Bedrohung behaupten müssen.
Lesley Manville verkörpert in Staffel 1 die britische Botschafterin und Manticore-Agentin Dahlia Archer, während Ashleigh Cummings die Rolle von Abby Conroy alias Celeste Graham übernimmt. In Staffel 2 stoßen neue Figuren hinzu: Jack Reynor spielt Hutch, Matt Berry übernimmt die Rolle von Franke Sharpe und Lina El Arabi ist als Celine zu sehen.
Ergänzt wird das Ensemble durch Stanley Tucci, Merle Dandridge und Gabriel Leone. Die zweite Staffel verknüpft erstmals die Ereignisse aus den internationalen Spinoffs mit der Haupthandlung und schafft so ein erweitertes Universum innerhalb einer einzigen Serie.
Russo-Brüder und Showrunner David Weil
David Weil hat Citadel gemeinsam mit Josh Appelbaum und Bryan Oh entwickelt. Für die zweite Staffel fungiert Weil als Showrunner, Regisseur und ausführender Produzent und hat damit eine zentrale kreative Rolle inne.
Joe und Anthony Russo, bekannt als Regisseure von Avengers: Doomsday, sind über ihre Produktionsfirma AGBO als ausführende Produzenten beteiligt. Joe Russo führt gemeinsam mit Greg Yaitanes Regie bei ausgewählten Episoden der zweiten Staffel.
Die Kombination aus erfahrenen Blockbuster-Machern und einem klar definierten Showrunner soll Citadel in der zweiten Staffel zu einer kohärenteren Erzählung verhelfen, als es in der ersten Staffel gelungen ist.
Spinoffs eingearbeitet statt fortgesetzt
Die Absetzung von Citadel: Diana und Citadel: Honey Bunny bedeutet nicht, dass diese Geschichten verloren sind. Staffel 2 der Hauptserie integriert die Handlungsstränge beider Ableger direkt in die Haupterzählung, sodass Zuschauerinnen und Zuschauer, die die Spinoffs verfolgt haben, Anknüpfungspunkte finden.
Ob diese Entscheidung auch für Neueinsteigerinnen und Neueinsteiger verständlich aufbereitet wird, bleibt abzuwarten. Die Struktur deutet darauf hin, dass die Macher das Franchise konsolidieren wollen, anstatt es weiter zu verzweigen.
Eine Verlängerung für eine dritte Staffel ist bislang nicht angekündigt worden. Staffel 2 trägt damit auch die Erwartung, das Interesse des Publikums nachhaltig zu steigern und die Zukunft der Serie zu sichern.
Starttermin und weltweite Verfügbarkeit
Alle sieben Episoden der zweiten Staffel erscheinen am 6. Mai 2026 auf Prime Video. Im Gegensatz zu manchen anderen Produktionen werden sämtliche Folgen gleichzeitig veröffentlicht, sodass Zuschauerinnen und Zuschauer die gesamte Staffel am Stück sehen können.
Der Dienst stellt die Episoden in mehr als 240 Ländern und Territorien zur Verfügung, was die globale Ausrichtung der Serie unterstreicht. Prime Video setzt damit auf internationale Reichweite als zentrales Argument für die Investition in das Franchise.
Ob Citadel mit Staffel 2 die nötigen Zuschauerzahlen erreicht, um eine dritte Staffel zu rechtfertigen, wird sich in den Wochen nach dem Start zeigen. Die Produktionskosten der ersten Staffel setzen die Messlatte für den erforderlichen Erfolg entsprechend hoch.
Artikel geschrieben von:

Mia Braun ist Redakteurin bei serien.de mit Fokus auf moderne Streaming-Serien und detaillierte Episodenanalysen.
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