9 Serien für alle, die The Way Home vermissen

Welche Serie ersetzt wirklich das Gefühl von The Way Home, nicht nur die Zeitreise-Prämisse? Outlander, Being Erica und sieben weitere Titel kommen dem näher als alles andere. Ob eine davon die Lücke schließt, hängt davon ab, was genau gefehlt hat.
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Warum der Abschied so schwer fällt
The Way Home verband Zeitreisen mit Familiengeschichte und romantischen Gefühlen auf eine Weise, die selten gelingt. Die Kanadierin Kat Landry sprang durch einen mysteriösen Teich zwischen Jahrzehnten hin und her, während ihre Mutter und Großmutter die Gegenwart zusammenhielten. Chyler Leigh, die Kat spielte, fasste das Finale mit den Worten zusammen, man brauche Taschentücher, Wein und wirklich, wirklich gute Gesellschaft.
Hinter der Serie steckt ein Mutter-Tochter-Gespann: Heather Conkie und Alexandra Clarke entwickelten The Way Home gemeinsam mit Marly Reed. Conkie und Clarke hatten zuvor bereits bei der kanadischen Familienserie Heartland zusammengearbeitet, Conkie als ausführende Produzentin und Showrunnerin, Clarke als Autorin und beratende Produzentin. Wer also wissen will, woher das Gespür für Familiengeschichten stammt, findet dort den Ursprung.
This Is Us und Outlander als erste Wahl
This Is Us erzählt keine Zeitreisen im wörtlichen Sinn, sondern springt durch Erinnerungen und Visionen über mehrere Jahrzehnte. Das reicht, um denselben emotionalen Sog zu erzeugen. Sterling K. Brown gewann für seine Hauptrolle einen Emmy, ebenso Gaststars Gerald McRaney und Ron Cephas Jones. Die Serie ist bei Disney+ und Hulu verfügbar.
Wer seine Zeitreise lieber mit schottischem Akzent und historischem Kostüm nimmt, ist bei Outlander richtig. Caitríona Balfe spielt eine Krankenschwester aus den 1940er-Jahren, die plötzlich in den schottischen Highlands des 18. Jahrhunderts landet und sich in den Krieger Jamie Fraser verliebt, gespielt von Sam Heughan. Die Vorlage stammt von Diana Gabaldon, deren Romanreihe die Serie über viele Staffeln trägt. Outlander ist unter anderem bei Netflix abrufbar.
Being Erica und Secrets of Sulphur Springs
Being Erica dreht das Konzept der Zeitreise ins Therapeutische. Protagonistin Erica Strange, gespielt von Erin Karpluk, bereut vieles in ihrem Leben, bis ein ungewöhnlicher Therapeut namens Dr. Tom, gespielt von Michael Riley, sie buchstäblich in ihre Vergangenheit schickt. Ziel ist nicht Nostalgie, sondern bessere Entscheidungen im Hier und Jetzt. Die Serie ist bei Peacock und Prime Video zu sehen.
Für ein jüngeres Publikum eignet sich Secrets of Sulphur Springs besonders gut. Preston Oliver und Kyliegh Curran spielen zwei Jugendliche, die einen geheimen Durchgang entdecken, der Jahrzehnte in die Vergangenheit führt und möglicherweise ein altes Ortsgeheimnis löst. Die Disney+-Produktion teilt mit The Way Home das Motiv des rätselhaften Zeitportals und den Fokus auf jugendliche Neugier.
Grey's Anatomy für Chyler-Leigh-Fans
Wer Chyler Leigh vermisst, findet sie in einer ihrer bekanntesten Rollen bei Grey's Anatomy wieder. Leigh spielte Dr. Lexie Grey, die Halbschwester von Meredith Grey, von Staffel vier bis Staffel acht. Ihr Erbe wirkt in der Serie bis heute nach, auch wenn ihre Figur längst nicht mehr aktiv dabei ist.
Ellen Pompeo prägte als Meredith Grey das Gesicht der Langzeitserie, die nach wie vor bei Disney+, Netflix und Hulu streambar ist. Für alle, die wissen wollen, woher Leigh ihr Talent für emotionale Familienszenen hat, liefert Grey's Anatomy reichlich Anschauungsmaterial aus über einem Jahrzehnt Seriengeschichte.
Versailles, Maid und Heartland als Ergänzung
Evan Williams, der in The Way Home El Augustine spielte, taucht in der Historienserie Versailles in einer ganz anderen Epoche auf. Er verkörpert dort den realen Chevalier de Lorraine, den Geliebten von Philippe I., Herzog von Orléans, gespielt von Alexander Vlahos. Die Serie ist bei Prime Video und Pluto TV verfügbar.
Sadie Laflamme-Snow, die in The Way Home Alice Dhawan spielte, ist in der fünften Staffel von Slasher zu sehen, die sich dem Thema Jack the Ripper widmet. Auch Jefferson Brown, der Colton Landry verkörperte, trat in dieser Staffel auf. Wer dagegen etwas Ruhigeres sucht, findet in Maid eine starke Andie-MacDowell-Performance. Die Miniserie basiert auf dem Memoir von Stephanie Land und erzählt von einer alleinerziehenden Mutter, die für ein besseres Leben kämpft. MacDowell spielt dort an der Seite ihrer echten Tochter Margaret Qualley, was der Mutter-Tochter-Dynamik eine besondere Authentizität verleiht. Heartland schließlich, die kanadische Rancherserie, ist quasi die Keimzelle von The Way Home: Conkie und Clarke schärften dort ihr Gespür für Familiendrama, bevor sie die Landrys erfanden.
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Artikel geschrieben von:

Lea Zimmermann analysiert aktuelle Serien mit besonderem Blick für Atmosphäre, Figurenentwicklung und Erzählstruktur.
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