James Burrows formte Friends, Cheers und Frasier. Jetzt ist er tot

Wer je über Friends oder Cheers gelacht hat, verliert heute jemanden. James Burrows, der Mann hinter dem Rhythmus unzähliger Sitcom-Klassiker, ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Fans weltweit trauern um einen Regisseur, dessen Arbeit sie täglich im Streaming sehen, ohne seinen Namen je gekannt zu haben.
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Ein Abschied, der die Branche erschüttert
James 'Jimmy' Burrows starb am 19. Juli im Alter von 85 Jahren. Seine Familie teilte mit: 'Wir feiern das außergewöhnliche Leben und das bleibende Vermächtnis von James Jimmy Burrows, der heute friedlich umgeben von seiner liebenden Familie von uns gegangen ist.' Über fünf Jahrzehnte prägte er das amerikanische Fernsehen wie kaum ein anderer Regisseur.
Burrows war nicht nur Regisseur, sondern auch Mitschöpfer der Kultserie Cheers und arbeitete an Produktionen wie Taxi, Frasier, The Mary Tyler Moore Show, Will & Grace und 3rd Rock from the Sun. Sein Einfluss auf die Sitcom-Kultur reicht weit über einzelne Serien hinaus.
Die Familie beschrieb ihn als 'legendären Regisseur, Mentor und kreative Kraft, der Generationen von Comedyschaffenden geprägt und dem Publikum auf der ganzen Welt unermessliche Freude gebracht hat'.
Matt LeBlanc: Ikone auf allen Ebenen
Matt LeBlanc, bekannt als Joey Tribbiani (Matt LeBlanc) in Friends, veröffentlichte auf Instagram ein gemeinsames Foto mit Burrows und schrieb: 'Jimmy, Worte können nicht beschreiben, welchen Einfluss und welche Wirkung du auf uns und jeden hattest, der das Glück hatte, dich zu kennen. Du, Sir, bist eine wahre Ikone auf so vielen Ebenen.'
LeBlanc schloss seinen Beitrag mit den Worten: 'Gute Wünsche für deinen nächsten Auftritt. Du wirst vermisst werden. Gott segne dich.' Der Schauspieler gehörte zu den Ersten aus dem Friends-Ensemble, die öffentlich auf den Tod des Regisseurs reagierten.
Auch Lisa Kudrow, die Phoebe Buffay (Lisa Kudrow) verkörperte, teilte auf ihren Instagram-Stories ein Foto von sich und Burrows. Sie verzichtete auf lange Worte, das Bild sprach für sich.
Schwimmer nennt Burrows seinen Vater
David Schwimmer, der Ross Geller spielte, veröffentlichte zwei Fotos von Burrows auf seinem Instagram-Profil und widmete ihm einen langen Text. 'Jimmy Burrows holte das Beste aus jedem Schauspieler heraus, mit dem er je zusammenarbeitete, und hob jede Serie, die er inszenierte, auf ein neues Niveau, machte sie witziger und bewegender als irgendjemand erwartet hatte', schrieb Schwimmer.
Besonders persönlich wurde Schwimmer, als er Burrows als 'Vaterfigur' bezeichnete. Er schrieb, dass Burrows' 'Wärme, Bescheidenheit und Großzügigkeit uns das Gefühl gaben, sicher zu sein'. Weiter hieß es: 'Väterlich im besten Sinne des Wortes: liebevoll, weise, ermutigend, fordernd, lehrreich, geduldig, inspirierend, verspielt.'
Schwimmer beendete seinen Beitrag mit den Worten: 'Jimmy, ich vermisse dich jetzt schon, und ich bin dir für immer dankbar. Danke, dass du ein so wunderbarer Regisseur, Mentor und Freund warst. Ich sende Liebe und Kraft an Deb und die gesamte Familie.'
Burrows und das Friends-Erbe
Friends lief von 1994 bis 2004 über zehn Staffeln und gehört bis heute zu den meistgeschauten Serien weltweit. Neben LeBlanc, Kudrow und Schwimmer gehörten Jennifer Aniston als Rachel Green (Jennifer Aniston), Courteney Cox als Monica Geller (Courteney Cox) und der 2023 verstorbene Matthew Perry als Chandler Bing (Matthew Perry) zum Hauptcast.
Burrows war in der Frühphase der Serie als Regisseur tätig und half dabei, den Ton und das Rhythmusgefühl zu etablieren, das Friends so unverwechselbar machte. Sein Handwerk, das er über Jahrzehnte an Serien wie Cheers verfeinert hatte, floss direkt in die Inszenierung der Pilotfolge ein.
Für deutsche Fans ist Friends bei HBO Max abrufbar. Die Serie hat seit ihrem Ende nichts von ihrer Anziehungskraft verloren und gewinnt mit jeder neuen Generation neue Zuschauer hinzu.
Fünf Jahrzehnte Fernsehgeschichte
James Burrows begann seine Karriere in den frühen 1970er-Jahren und arbeitete sich schnell an die Spitze des amerikanischen Fernsehens. Mit Cheers schuf er gemeinsam mit den Brüdern Glen und Les Charles eine der prägendsten Sitcoms überhaupt, die er auch als Regisseur maßgeblich formte.
Sein Werk umfasst mehr als 1.000 inszenierte Folgen über verschiedene Serien hinweg. Ob Taxi in den späten 1970ern, Frasier in den 1990ern oder Will & Grace in den 2000ern: Burrows war stets dort, wo das Herz der amerikanischen Comedykultur schlug.
Die Reaktionen aus dem Friends-Cast zeigen, dass Burrows weit mehr als ein Regisseur war. Er hinterließ bei den Schauspielerinnen und Schauspielern, mit denen er arbeitete, einen bleibenden menschlichen Eindruck, der über die Arbeit am Set hinausging.
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Artikel geschrieben von:

Nina Wolf ist Redakteurin bei serien.de mit Fokus auf Sci-Fi, Fantasy und Mystery-Formate und langjähriger Streaming-Erfahrung.
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