Zehn Staffeln Queer Eye, jetzt das: Antoni Porowski dreht Best of the World with Antoni Porowski

·05.06.2026, 17:16 Uhr·3 Min
Zehn Staffeln Queer Eye, jetzt das: Antoni Porowski dreht Best of the World with Antoni Porowski
Bild: National Geographic · TMDB

Welche Nischen-Experten Porowski in den vier Metropolen trifft, ist noch nicht bekannt. Fest steht: Best of the World führt ihn nach Mexiko-Stadt, Paris, London und New York. Wie weit er dabei wirklich von den Touristenpfaden abweicht, wird die Nat-Geo-Serie zeigen.

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Ein Traum, der Wirklichkeit wurde

Antoni Porowski ist sichtlich bewegt, wenn er über 'Best of the World' spricht. 'Das ist der Bucket-List-Traum, von dem ich nie wirklich wusste, dass ich ihn hatte', sagt der polnisch-kanadische Moderator, der heute in New York lebt. Dass ein solches Projekt Realität werden würde, hatte er sich lange nicht vorstellen können.

Die vierteilige Nat-Geo-Doku-Serie führt Porowski nach Mexiko-Stadt, Paris, London und New York City. Jede Folge widmet sich einer dieser Metropolen und beleuchtet deren verborgene Schätze, kulinarische Besonderheiten und kulturelle Wunder abseits der ausgetretenen Touristenpfade.

Porowski verweist dabei auf seine frühere Nat-Geo-Produktion 'No Taste Like Home': 'Mein Witz war, dass ich Nat Geo dazu gebracht habe, meine Weltreisen zu finanzieren. Mit 'Best of the World' können wir jetzt all diese Dinge tun.' Die neue Serie ist für ihn eine konsequente Steigerung.

Zehn Staffeln Queer Eye als Fundament

Bevor Porowski zum Reisemoderator wurde, war er ein Jahrzehnt lang das kulinarische Gesicht von 'Queer Eye'. Zehn Staffeln lang teilte er dort sein Wissen über Essen und Wein mit einem Millionenpublikum. Diese Expertise trägt er nun in die Welt hinaus.

Der Wechsel vom Studio-Format zur Reise-Dokumentation ist für Porowski mehr als ein beruflicher Schritt. Er bringt eine persönliche Neugier mit, die sich in jeder Episode zeigt: In Paris besuchte er die Fromagerie Quatrehomme, die er als seine absolute Lieblingsadresse für Comté-Käse bezeichnet. Eigenen Angaben zufolge hat er diesen Käse in seinem Leben mindestens hundert Mal gegessen.

Nat Geo liefert den visuellen Rahmen, den Porowski ausdrücklich lobt: 'Wir werden an erstaunliche Orte gehen. Das ist Nat Geo. Diese Leute wissen, wie man etwas visuell beeindruckend gestaltet und gleichzeitig fesselnd, unterhaltsam, lehrreich und informativ macht.'

Leidenschaftliche Experten statt Stars

Das Casting-Prinzip der Serie folgt einer klaren Philosophie: Porowski wollte keine Prominenten, sondern echte Enthusiasten. 'Ich will Menschen, die absolute Nerds auf einem ganz bestimmten Gebiet sind', erklärt er. Hinter dieser Entscheidung steckt die Überzeugung, dass Leidenschaft ansteckender wirkt als Bekanntheit.

So trifft er in jeder Stadt auf Persönlichkeiten, die Traditionen und Schätze lebendig halten. In Mexiko-Stadt ließ er sich bei der Alebrijes-Parade zu Tränen rühren, einem farbenprächtigen Umzug folkloristischer Figuren. In Paris entdeckte er im Mobilier National seine Vorliebe für außergewöhnliche Stühle.

Die kulinarischen Entdeckungen folgen demselben Prinzip der Unmittelbarkeit. Guava-Röllchen in Mexiko-Stadt kommentiert Porowski schlicht mit: 'Die besten Speisen sind immer die unordentlichen.' Kein Gericht muss elegant aussehen, um zu begeistern.

London, Paris und persönliche Grenzen

London hält für Porowski besondere Herausforderungen bereit. Der Moderator, der bekennende Höhenangst hat, bestieg The Shard, einen der höchsten Türme Europas. 'Ich werde diesen Ausblick für immer in Erinnerung behalten. Das hat mich wirklich verändert', sagt er rückblickend.

Wenig später folgte ein Kaltbad in einem Londoner Kanal, was Porowski ins Zittern brachte. Zur Beruhigung griff er auf seinen Lieblingsdrink zurück: einen London Fog, also Earl-Grey-Tee mit Milch, Honig und einem Hauch Vanille. Dass man in London überhaupt im Freien schwimmen kann, gehört zu den überraschenden Entdeckungen der Serie.

Paris wiederum überraschte mit den größten Seerosen der Welt, die Porowski im Jardin des Plantes entdeckte. Neben dem Käse-Besuch bei Fromagerie Quatrehomme zählt der Besuch des Mobilier National zu den Höhepunkten der Paris-Folge, wo er seine Leidenschaft für Design-Stühle entdeckte.

New York mit Hund und Überraschungen

Die New-York-Episode hat einen besonderen Mitstar: Neon, Porowskis Hund, begleitet seinen Besitzer und stiehlt dabei mehr als einmal die Show. Auf Governors Island entdeckt Porowski außerdem, dass Glamping und Spa-Angebote mitten in New York möglich sind, weit abseits des städtischen Trubels.

Eine persönliche Offenbarung liefert die Folge ebenfalls. Porowski gestand, dass er den New Yorker Marathon noch nie live verfolgt hat, was er selbst als 'peinlich in einem fast schmerzhaften Ausmaß' bezeichnet. Nach den Dreharbeiten plant er, das Rennen nicht nur anzuschauen, sondern selbst zu laufen.

Auch Will Smith taucht im Nat-Geo-Universum auf: Im Rahmen der Reihe 'Pole to Pole' spricht er über die gefährlichsten Abenteuer seiner Reise. Beide Produktionen zeigen, wie sehr Nat Geo auf prominente Moderatoren setzt, die persönliche Geschichten in den Vordergrund stellen.

Quelle: National GeographicZuletzt aktualisiert: 05.06.2026, 17:16 Uhr

Artikel geschrieben von:

Laura Klein
Autor
Laura Klein
Sci-Fi & FantasyMysteryKomödien-Serien

Laura Klein ist spezialisiert auf Sci-Fi, Fantasy und Mystery-Serien mit geschultem Blick für Erzähltempo und Figurenentwicklung.

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