Wegen Kurt Russell schaut man The Madison noch einmal mit anderen Augen

Kurt Russell verändert den Blick auf The Madison grundlegend. In einem Interview mit Deadline spricht der Schauspieler über seine Rolle in der Serie und eine Karriere, die er selbst als die eines betrunkenen Fahrers bezeichnet. Wer The Madison gesehen hat, wird einzelne Szenen nun mit völlig anderen Augen betrachten.
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Karriere wie von Betrunkenen gesteuert
Jemand habe seine Karriere einmal als die eines betrunkenen Fahrers beschrieben, erzählt Kurt Russell-mcintosh-the-madison) (Patrick J. Adams). Seine Antwort darauf ist trocken und selbstbewusst: 'Nun, ich war der Fahrer.' Dieses Zitat fasst eine Laufbahn zusammen, die 1963 begann, als der damals junge Russell in 'It Happened at the World's Fair' einem gewissen Elvis Presley gegen das Schienbein trat.
Was folgte, war eine der ungewöhnlichsten Karrieren Hollywoods. Russell erhielt später eine Emmy-Nominierung dafür, dass er Elvis selbst spielte. In den 1970er Jahren wurde er zum Stammstar der Disney-Studios, bevor er sich in den 1980ern mit Regisseur John Carpenter neu erfand. Filme wie 'Escape from New York' und 'The Thing' machten ihn zum Kultstar.
Die Zusammenarbeit mit Quentin Tarantino in 'The Hateful Eight' und 'Once Upon a Time in Hollywood' zeigte zuletzt, dass Russell auch Jahrzehnte nach seinem Durchbruch noch zu den gefragtesten Charakterdarstellern gehört. Dazwischen lagen Klassiker wie 'Tombstone', 'Big Trouble in Little China' und 'Silkwood'.
The Madison: Sheridan holt Russell zu Paramount+
In The Madison, der neuen Paramount+-Serie von Showrunner Taylor Sheridan, spielt Russell eine zentrale Figur, die allerdings bereits in den ersten zwanzig Minuten der Serie stirbt. Der Großteil seiner Rolle spielt sich deshalb in Rückblenden ab, die bereits für Staffel 2 abgedreht wurden.
Sheridan sicherte sich Russell für die Produktion, obwohl dessen Drehplan für die Apple TV+-Serie 'Monarch: Legacy of Monsters' eine Zusammenarbeit zunächst logistisch unmöglich erscheinen ließ. Beide Seiten fanden schließlich einen Weg, die Verpflichtungen zu koordinieren.
In Deutschland ist The Madison bei Paramount+ verfügbar, ebenso über den Paramount+ Amazon Channel sowie den Paramount+ Apple TV Channel.
Pfeiffer-Reunion nach Jahrzehnten
Das emotionale Herzstück von Russells Auftritt in The Madison ist die Wiedervereinigung mit Michelle Pfeiffer. Die beiden standen zuletzt 1988 gemeinsam vor der Kamera, in Robert Townes Thriller 'Tequila Sunrise'. Damals bekam Russell die Frau nicht. In The Madison ist das anders.
Die Rückblenden, in denen Russell und Pfeiffer erneut ein Paar spielen, sind bereits vollständig abgedreht und sollen Staffel 2 der Serie prägen. Für Russell ist es eine seltene Gelegenheit, eine Figur über zwei Zeitebenen hinweg zu entwickeln, auch wenn seine Rolle in der Gegenwart der Serie früh endet.
Monarch und die Doppelbelastung
Parallel zu The Madison war Russell in 'Monarch: Legacy of Monsters' für Apple TV+ im Einsatz. Die Science-Fiction-Serie rund um das Monsterfilm-Universum stellte den Schauspieler vor erhebliche Terminprobleme, als Sheridan ihn für The Madison anfragte.
Dass die Verpflichtungen letztlich unter einen Hut gebracht wurden, zeigt einmal mehr Russells Bereitschaft, sich auf ungewöhnliche Produktionsbedingungen einzulassen. Für einen Schauspieler, der seinen eigenen Karriereweg als Zickzackfahrt beschreibt, scheint logistische Komplexität kein Hindernis zu sein.
Carpenter, Tarantino und Goldie Hawn
Neben den aktuellen Projekten sprach Russell auch über die prägendsten Kapitel seiner langen Karriere. Die Zusammenarbeit mit John Carpenter in den 1980er Jahren, darunter 'Escape from New York' und 'The Thing', gilt als Wendepunkt: Russell wandelte sich vom Disney-Kinderstar zum ernstzunehmenden Erwachsenendarsteller.
Zu einem geplanten Remake von 'Escape from New York' äußerte sich Russell ebenfalls, ohne dabei begeistert zu klingen. Auch sein Privatleben kam zur Sprache: Russell lebt seit Jahrzehnten mit Goldie Hawn zusammen, einer der beständigsten Partnerschaften in der Filmbranche.
Die Zusammenarbeit mit Quentin Tarantino in 'The Hateful Eight' und 'Once Upon a Time in Hollywood' bezeichnete Russell als besondere Erfahrung. Tarantinos präzise Dialogarbeit und sein Gespür für Charaktertiefe hätten ihn gereizt, erneut mit dem Regisseur zu arbeiten.
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Artikel geschrieben von:

Clara Hoffmann ist Serien-Redakteurin mit besonderem Fokus auf emotionale Drama-Serien und detailreiche Period Pieces.
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