Watters triumphiert bei The Five, Tarlov kapituliert
Jessica Tarlov gibt Jesse Watters recht: laut ihr ein historischer Moment. Bei The Five auf Fox News bestätigte die überzeugte Demokratin, dass ihre Partei beim Gerrymandering keine weiße Weste hat. Dass ausgerechnet Tarlov diesen Punkt zugesteht, macht die Szene zum seltenen Fernsehereignis.
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Tarlovs unerwartetes Zugeständnis an Watters
Bei einer aktuellen Ausgabe von The Five auf Fox News räumte Jessica Tarlov ein, dass Jesse Watters mit seiner Einschätzung zur Wahlkreiseinteilung richtig lag. Sie betonte ausdrücklich, dass es sich dabei um einen historisch seltenen Moment handele, zumindest in ihrer Zeit bei der Sendung.
Tarlov sagte wörtlich, dass es in der aufgezeichneten Geschichte, zumindest soweit sie sich erinnern könne, noch nicht passiert sei, dass Watters' Seite den Ausgangspunkt einer solchen Debatte gesetzt habe und damit im Recht gewesen sei. Das Zugeständnis sorgte sichtlich für Aufsehen am Diskussionstisch.
Worum es bei der Debatte ging
Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung stand die politisch umstrittene Praxis der Wahlkreismanipulation, bei der Bezirksgrenzen so gezogen werden, dass eine Partei einen Vorteil erhält. Tarlov warf den Republikanern vor, diese Praxis seit längerer Zeit besonders effektiv zu betreiben.
Sie erinnerte daran, dass Donald Trump den texanischen Gouverneur Greg Abbott angerufen und ihn zur Neuaufteilung der Wahlkreise aufgefordert habe. Abbott sei Berichten zufolge zunächst skeptisch gewesen, habe dem Wunsch aus dem Weißen Haus aber dennoch entsprochen.
Tarlov verwies zudem auf einen früheren Moment in der Sendung, in dem sie vor einem sogenannten 'Dummy-Mander' gewarnt hatte, also einer Wahlkreiseinteilung, die letztlich nach hinten losgeht. Watters hatte damals den Begriff belächelt, was Tarlov nun mit einem gewissen Triumph in Erinnerung rief.
Beide Parteien im Vergleich
Tarlov betonte, dass die Wahlkreismanipulation kein ausschließlich republikanisches Phänomen sei. Von den zehn am stärksten betroffenen Bundesstaaten würden lediglich zwei von Demokraten kontrolliert.
Sie hob hervor, dass Bundesstaaten wie Kalifornien und Virginia das Thema sogar den Wählern direkt vorgelegt hätten, anstatt es politisch zu entscheiden. Damit versuchte sie, das Bild einer einseitig agierenden Demokratischen Partei zu korrigieren.
Dennoch räumte Tarlov ein, dass die Republikaner die Praxis in jüngster Zeit besonders aggressiv und erfolgreich eingesetzt hätten, was sie mit der Formulierung 'Vollgas, keine Bremse' beschrieb.
Trumps Rolle im Texas-Manöver
Ein zentraler Punkt der Debatte war Trumps direkter Einfluss auf die Neugestaltung der Wahlkreise in Texas. Tarlov schilderte, wie Trump Abbott persönlich kontaktiert und zur Umsetzung gedrängt habe.
Abbott habe dem Vorhaben zunächst skeptisch gegenübergestanden, sich dem Druck aus Washington aber letztlich gebeugt. Tarlov kommentierte dies mit scharfer Ironie und sprach davon, dass Abbott seinem 'Herrn' gehorcht habe.
Das Ergebnis der Neuaufteilung in Texas brachte den Republikanern tatsächlich Vorteile bei späteren Wahlen, was Tarlov als Beleg für die Effektivität der Strategie wertete.
Seltener Konsens bei The Five
Der Moment, in dem Tarlov Watters' Ausgangsthese als korrekt anerkannte, ist für die Dynamik von The Five ungewöhnlich. Die Sendung lebt von der politischen Spannung zwischen den Moderatoren unterschiedlicher Überzeugungen.
Tarlov und Watters gelten als zwei der gegensätzlichsten Stimmen am Tisch. Dass Tarlov offen zugibt, Watters habe den Rahmen der Debatte richtig gesetzt, unterstreicht, wie außergewöhnlich die Situation war.
Die Folge wurde am 21. und 22. April 2026 ausgestrahlt und ist über die üblichen Wege im Netz abrufbar. Für Fans der Sendung dürfte dieser Schlagabtausch zu den meistdiskutierten Momenten der aktuellen Staffel gehören.
Artikel geschrieben von:

Lea Zimmermann analysiert aktuelle Serien mit besonderem Blick für Atmosphäre, Figurenentwicklung und Erzählstruktur.
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