Was Paget Brewster einer jungen Autorin schrieb, beschäftigt das Netz

·22.06.2026, 13:46 Uhr·4 Min
Was Paget Brewster einer jungen Autorin schrieb, beschäftigt das Netz
Bild: CBS · TMDB

Kein schlechtes Review, trotzdem ein öffentlicher Angriff. Shealyn Scotts Text war ein Feature, das mehr Episoden für Criminal Minds: Evolution forderte, also im Grunde ein Lob. Paget Brewster löschte ihren Beitrag, aber der Schaden war längst angerichtet.

Artikel-Inhalt

Der Angriff auf Shealyn Scott

Paget Brewster richtete sich am 20. Juli auf X direkt an die ScreenRant-Autorin Shealyn Scott und schrieb in einem mittlerweile gelöschten Beitrag: 'Hello critic Shealynn Scott. You're young. You don't know that bad pics and bad reviews can lead to 350 people losing their jobs.' Sie fügte hinzu, Scott solle lieber Vintage-Kleidung verkaufen oder in einem Tierheim arbeiten, denn: 'right now you suck.'

Auslöser war ein Artikel von Scott, der sich mit den Veränderungen befasste, die Criminal Minds: Evolution seit dem Wechsel vom linearen Fernsehen zum Streaming durchgemacht hat. Der Text war laut ScreenRants Branding-Direktor Rob Keyes kein Review, sondern ein Feature darüber, wie die Serie von mehr Episoden profitieren würde. Keyes stellte klar: 'It wasn't even a review. It was a feature about how the show would benefit from more episodes due to its storytelling.'

Scotts Artikel kritisierte vor allem die reduzierte Episodenzahl. Seit dem Wechsel zu Paramount+ umfasst jede Staffel nur noch rund zehn Folgen, während es zu CBS-Zeiten mehr als zwanzig waren. Scott argumentierte, dass diese Kürzung das Erzählen komplexer Handlungsstränge erschwere.

Fans kritisieren Brewsters Reaktion scharf

Die Reaktion der Fans fiel eindeutig aus. Eine Nutzerin auf X schrieb: 'Publicly telling a young woman that she sucks because she wrote an article criticizing the 10 episode structure of Criminal Minds is kinda gross. No Paget Brewster, right now you suck.' Der Begriff 'gross', also abstoßend oder unangemessen, dominierte die Diskussion rund um Brewsters Verhalten.

Andere Stimmen zeigten zwar Verständnis für Brewsters Loyalität gegenüber der Serie, hielten die Reaktion aber dennoch für völlig überzogen. 'I love Paget so much but this is an insane response to someone just (rightly) criticizing the way shows have all become like 10 eps a season and essentially just saying they want MORE of your show', schrieb ein weiterer Nutzer.

Besonders brisant: Scotts Artikel war im Grundton positiv gegenüber der Serie. Die Kritik galt nicht der Qualität von Criminal Minds: Evolution, sondern dem Produktionsmodell, das im Streaming-Zeitalter für viele Serien Standard geworden ist.

Brewsters öffentliche Entschuldigung am Folgetag

Einen Tag nach dem Vorfall, am 21. Juni 2026, löschte Brewster den ursprünglichen Beitrag und meldete sich mit einer öffentlichen Entschuldigung auf X. 'Hi guys, I was mean to Shealyn Scott last night and I profoundly regret it', schrieb sie. 'Shame on me for insulting a human being for doing their job. I'm very sorry, Shealyn. And I'm sorry to those who follow me that you saw me behave like that. Turns out, last night, I sucked.'

Die Entschuldigung fiel direkt und selbstkritisch aus. Brewster übernahm die Formulierung, die Fans ihr entgegengehalten hatten, und wandte sie auf sich selbst an. Damit signalisierte sie, dass sie die Kritik ihrer Follower verstanden hatte.

Zusätzlich zur öffentlichen Entschuldigung wandte sich Brewster auch privat an Scott. Dieser Schritt wurde von der Journalistin ausdrücklich anerkannt.

Scott nimmt Entschuldigung an

Shealyn Scott bestätigte auf X, dass Brewster sich auch persönlich bei ihr gemeldet hatte. 'To be clear, Paget also reached out privately to apologize to me!', schrieb die Autorin. Sie betonte zudem ihre anhaltende Zuneigung zur Serie: 'Criminal Minds is still one of my all-time favorite shows, and I'm very excited to continue covering s19 (and hopefully beyond!).'

Damit ist der Konflikt zwischen den beiden Frauen dem Anschein nach beigelegt. Scott signalisierte, dass sie die Berichterstattung über Criminal Minds: Evolution fortsetzen werde, und äußerte sich positiv über die kommende Staffel 19.

Der Vorfall zeigt dennoch, wie schnell öffentliche Reaktionen auf Kritik eskalieren können, selbst wenn die ursprüngliche Kritik wohlwollend gemeint war. Für Brewster dürfte die Angelegenheit eine Erinnerung daran sein, dass der Umgang mit Presse auch in den sozialen Medien Fingerspitzengefühl erfordert.

Criminal Minds: Evolution auf Paramount+

Criminal Minds lief 15 Staffeln lang und endete 2020. Zwei Jahre später kehrte die Serie unter dem Titel Criminal Minds: Evolution zurück, diesmal als Streaming-Produktion für Paramount+, der in Deutschland ebenfalls verfügbar ist. Mit dem Wechsel zum Streaming sank die Episodenzahl pro Staffel von mehr als zwanzig auf rund zehn Folgen.

Genau diese Veränderung war der Kern von Scotts Feature, das den Auslöser für Brewsters Reaktion bildete. Die Debatte über kurze Staffelformate im Streaming ist keine Einzelerscheinung: Viele Serien haben in den letzten Jahren ähnliche Kürzungen erfahren, was Fans und Kritikerinnen gleichermaßen beschäftigt.

Staffel 19 von Criminal Minds: Evolution befindet sich aktuell in der Produktion. Neben dem Stamm-Cast werden auch Gaststars wie Nicholas Gonzalez, bekannt aus The Good Doctor, in neuen Folgen zu sehen sein.

Mehr zu „Criminal Minds"

Quelle: CBSZuletzt aktualisiert: 22.06.2026, 13:46 Uhr

Artikel geschrieben von:

Sophie Hartmann
Autor
Sophie Hartmann
Action-SerienScience FictionFantasy-Serien

Sophie Hartmann analysiert seit mehreren Jahren Serienwelten mit Fokus auf Action, Sci-Fi, Fantasy und Mystery.

Alle Artikel von Sophie

Mehr aktuelle Serien-News

Bleib auf dem Laufenden — alle frischen Meldungen, Trailer und Staffel-Starts auf einen Blick.