Warum The Boys trotz umstrittenem Finale zur erfolgreichsten Staffel wurde

Rekorde gebrochen, Finale versenkt: The Boys endet mit einem Widerspruch. Die Serie mit Antony Starr, Karl Urban und Jack Quaid bei Prime Video war fünf Staffeln lang ein Phänomen. Das schwächste Finale des Franchise ändert nichts daran, dass Staffel 5 die erfolgreichste der gesamten Reihe wurde.
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Finales Staffel 5 spaltet das Publikum
The Boys hat nach fünf Staffeln sein Ende gefunden. Die Serie mit Antony Starr, Karl Urban, Jack Quaid und Jensen Ackles zählte zu den meistdiskutierten Produktionen bei Prime Video und brach während ihrer Laufzeit zahlreiche Rekorde. Doch das Serienfinale hinterließ einen bitteren Nachgeschmack: Mit einer Zuschauerwertung von 52 Prozent auf Rotten Tomatoes markiert es den bisher schlechtesten Wert des gesamten Franchise.
Showrunner Eric Kripke reagierte auf die Kritikwelle mit gemischten Gefühlen. Im Gespräch mit dem Magazin Rolling Stone räumte er ein, dass ihn der Online-Diskurs getroffen habe: 'Obviously, the online discourse has been a bit of a hurricane and a bummer to read. And I'll admit that I had my spin-out moments.' Gleichzeitig verwies er auf die Reichweite der Staffel: 39 Tage nach Veröffentlichung zählte Staffel 5 bereits 57 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer.
Kripke betonte, dass die Online-Reaktionen kein repräsentatives Bild der Gesamtrezeption lieferten. Die Zahlen geben ihm dabei Rückendeckung: Staffel 5 ist die bislang meistgesehene Staffel der Serie.
Kripkes neue Rolle im Franchise
Kripke wird bei den geplanten Ablegern Vought Rising und The Boys: Mexico nicht als täglicher Showrunner fungieren. Stattdessen übernimmt er eine übergeordnete Beraterfunktion innerhalb des sogenannten Vought Cinematic Universe. Gegenüber Rolling Stone erklärte er: 'My whole thing is I don't wanna be the day-to-day showrunner, because I made my passion project; I made The Boys.'
Diese Entscheidung eröffnet anderen Kreativen den Raum, eigene Handschriften zu entwickeln. Für Vought Rising übernimmt Paul Grellong die Showrunner-Rolle. Grellong, bekannt durch seine Arbeit an Scorpion und Hawaii Five-0, soll dem Prequel seinen persönlichen Stempel aufdrücken.
Kripke betonte, dass jede Serie im Franchise ihre eigene Identität brauche: 'Each one needs to be idiosyncratic and weird and unique to itself and to be somebody's passion.' Der Vergleich mit Gen V zeige, wie unterschiedlich die einzelnen Ableger trotz gemeinsamer DNA sein könnten.
Vought Rising: Soldier Boys Ursprungsgeschichte
Vought Rising erzählt die Entstehungsgeschichte des Vought-Konzerns und beleuchtet gleichzeitig die Anfänge von Soldier Boy, der in The Boys von Jensen Ackles verkörpert wurde. Das Prequel ist damit eines der ambitioniertesten Projekte im Franchise, das tief in die Mythologie der Superheldenwelt eintaucht.
Paul Grellong trägt die kreative Verantwortung für das Projekt. Kripke beschrieb Vought Rising ausdrücklich als Grellongs Herzensprojekt, analog dazu, wie The Boys sein eigenes gewesen sei. Diese Struktur soll verhindern, dass die Ableger wie austauschbare Produktionen wirken.
Ein konkreter Starttermin für Vought Rising steht noch aus. Auch über The Boys: Mexico, den zweiten geplanten Ableger, sind bislang kaum Details bekannt.
Gen V und offene Charakterbögen
Ein ungelöstes Problem bleibt der Abbruch von Gen V. Die Spin-off-Serie wurde nach zwei Staffeln abgesetzt, ohne die Geschichte von Marie Moreau zu einem Abschluss zu bringen. Damit hängen Figuren und Handlungsstränge in der Luft, was viele Fans zusätzlich frustrierte.
Kripke hat versprochen, diese offenen Enden irgendwann aufzulösen. Wie und in welchem Format das geschehen soll, ließ er bislang offen. Ob ein zukünftiger Ableger die Figuren aus Gen V aufgreift, bleibt abzuwarten.
Die Absetzung von Gen V nach zwei Staffeln ohne finales Kapitel gilt als einer der kritischsten Punkte im Umgang mit dem Franchise. Marie Moreaus Schicksal ist damit vorerst ungeklärt.
Franchise-Zukunft trotz Kritik gesichert
Trotz der gespaltenen Reaktionen auf das Finale bleibt The Boys ein tragfähiges Franchise für Prime Video. Die Streaming-Zahlen sprechen eine deutliche Sprache, und mit Vought Rising sowie The Boys: Mexico sind mindestens zwei Folgeprojekte in Entwicklung. Das Universum rund um Vought International wird also weiter ausgebaut.
Kripke selbst zeigt sich motiviert, neue kreative Wege zu gehen. Gleichzeitig will er sicherstellen, dass die Qualität der Ableger stimmt, auch wenn er nicht mehr operativ eingebunden ist. Seine Rolle als übergeordneter Aufseher soll genau das gewährleisten.
Für Fans bedeutet das: Die Welt von The Boys auf Prime Video ist noch nicht zu Ende erzählt. Wann die nächsten Ableger erscheinen, steht allerdings noch nicht fest.
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Garth Ennis prägte The Boys über Jahre, doch das Finale enttäuschte Millionen Fans
The Boys endete am 20. Mai 2026 nach fünf Staffeln auf Prime Video. Eric Kripkes Superhelden-Satire mit Karl Urban und Antony Starr knackte im Finale dreimal in Folge nicht die Milliarden-Minuten-Marke pro Woche. Der Comic von Garth Ennis und Darick Robertson, einst eine Nischenvorlage, wurde damit zur Blockbuster-Serie mit schwachem Abgang.

Eric Kripke bereut eine Entscheidung aus The Boys bis heute
The Boys endete als gefeiertes Serienfinale, doch Kripke hadert mit sich selbst. Der Showrunner bedauert, Splinter, gespielt von Supernatural-Veteran Rob Benedict, zu wenig Raum gegeben zu haben. Was auf dem Bildschirm wie eine bewusste Entscheidung wirkte, war für Kripke ein kreativer Fehler.

Krankheit, Todesgedanken, Heilung: Erin Moriarty bricht ihr Schweigen
Vor der Kamera kämpfte Starlight für die Welt, hinter der Kamera kämpfte Erin Moriarty ums Überleben. Während der Dreharbeiten zur fünften Staffel von The Boys verschlechterte sich ihr Zustand so drastisch, dass der Tod sich wie eine Erleichterung anfühlte. Dass sie trotzdem weitergedreht hat, macht ihre Leistung in der finalen Staffel zu etwas ganz anderem.
Artikel geschrieben von:

Emma Mueller ist Serienredakteurin mit klarem Fokus auf spannungsgetriebene Formate wie Action, Drama und Mystery.
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