Krankheit, Todesgedanken, Heilung: Erin Moriarty bricht ihr Schweigen

Vor der Kamera kämpfte Starlight für die Welt, hinter der Kamera kämpfte Erin Moriarty ums Überleben. Während der Dreharbeiten zur fünften Staffel von The Boys verschlechterte sich ihr Zustand so drastisch, dass der Tod sich wie eine Erleichterung anfühlte. Dass sie trotzdem weitergedreht hat, macht ihre Leistung in der finalen Staffel zu etwas ganz anderem.
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Todesgedanken während der Dreharbeiten
Die körperlichen Beschwerden, die Erin Moriarty während der Dreharbeiten zur finalen Staffel plagten, waren so überwältigend, dass sie sich auf die Möglichkeit vorbereitete, ernsthaft krank zu sein oder sogar zu sterben. In eigenen Worten beschreibt sie: Sie war in so großem Unwohlsein, dass der Gedanke an den Tod sich wie eine mögliche Erleichterung anfühlte. Der Tod erschien ihr weniger beängstigend als das Weiterleben in diesem Zustand auf unbestimmte Zeit.
Ihre Ärzte überwiesen sie schließlich an einen Neurologen. Zu diesem Zeitpunkt war die Diagnose noch offen, und Moriarty kämpfte täglich mit Symptomen, die ihr Körpergefühl und ihre geistige Klarheit massiv beeinträchtigten. Gedächtnisausfälle, ein fremd gewordener Körper und der Verlust ihres emotionalen Zugangs als Schauspielerin begleiteten sie durch die gesamte Produktion.
Krankheit traf sie vor aller Augen
Besonders schmerzhaft war für Moriarty, dass sie diese gesundheitliche Krise nicht im Verborgenen durchstehen konnte. Die Dreharbeiten zur fünften Staffel von The Boys, die im Jahr 2025 unter der Regie von Showrunner Eric Kripke sowie Regisseuren wie Ben Stiller, Mike Judge und Doug Liman entstanden, fanden statt, während sie stärker in der Öffentlichkeit stand als je zuvor.
Ihre körperlichen Symptome wurden öffentlich spekuliert, verharmlost und abgetan, was sie als verheerend beschreibt. Schon allein die Krankheit im Privaten durchzustehen sei emotional zermürbend genug. Auf einer öffentlichen Bühne damit konfrontiert zu werden, war für sie eine zusätzliche, tiefe Verletzung.
Moriarty verlor ihre Figur
Die Rolle der Annie January bedeutet Moriarty mehr, als sie in Worte fassen kann. Doch während der Dreharbeiten zur finalen Staffel verlor sie den Zugang zu dieser Figur, die sie über Jahre mit sich selbst gefüllt hatte. Sie beschreibt es schlicht: Sie verlor Annie. Sie verlor sich selbst.
Die Symptome ihrer damals noch undiagnostizierten Erkrankung schufen eine Distanz zwischen ihr und der Figur. Ihr Gedächtnis versagte, ihr Körper fühlte sich fremd an, und ihre emotionale Präsenz, die sie als Schauspielerin stets geschützt und als kostbar betrachtet hatte, war kaum noch erreichbar. Für eine Darstellerin, die sich tief in ihre Rollen hineinversetzt, war das ein besonders schmerzhafter Verlust.
Diagnose Morbus Basedow: Endlich Klarheit
Einen Monat vor ihrem öffentlichen Statement erhielt Moriarty die Diagnose Morbus Basedow, eine Autoimmunerkrankung, die die Schilddrüse betrifft. Zu den möglichen Symptomen zählen Wärmeempfindlichkeit, Gewichtsverlust, Zittern, unregelmäßiger Herzschlag sowie Augenprobleme wie hervortretende Augen, Lichtempfindlichkeit und Augendruck.
Bereits innerhalb von 24 Stunden nach Beginn der Behandlung spürte Moriarty, wie das Licht in ihr wieder aufging, wie sie selbst beschreibt. Seitdem wächst dieses Licht stetig. Sie betont: Hätte sie ihre Beschwerden nicht so lange als Stress und Erschöpfung abgetan, hätte sie die Krankheit früher erkannt. Autoimmunerkrankungen manifestieren sich bei jedem Menschen anders, doch das Grundprinzip gilt für alle.
Aufruf: Bitte geht zum Arzt
Mit ihrer Offenheit verfolgt Moriarty ein klares Ziel: Sie hofft, dass ihre Geschichte auch nur einer einzigen Person helfen kann, ihre Erkrankung früher zu erkennen als sie selbst. Ihr Appell richtet sich an alle, die ähnliche Symptome kennen. Wer spürt, dass das eigene Licht auch nur leicht schwächer wird, solle sich untersuchen lassen.
Ihr Rat ist direkt und ohne Umschweife: Nicht einfach durchbeißen und Schmerzen überwinden. Jeder Mensch verdiene es, sich wohlzufühlen. Das Leben sei ohnehin schon schwer genug. Die finale Staffel von The Boys ist auf Prime Video in Deutschland abrufbar, auch über Amazon Prime Video mit Werbung.
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Artikel geschrieben von:

Emma Mueller ist Serienredakteurin mit klarem Fokus auf spannungsgetriebene Formate wie Action, Drama und Mystery.
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