Warum The Boys nach fünf Staffeln immer noch den Ton angibt

Nach fünf Staffeln und sieben Jahren ist The Boys Geschichte. Das Finale ist seit dem 19. Mai 2026 auf Prime Video abrufbar, Showrunner Eric Kripke schließt eine Rückkehr der Hauptfiguren aus. Für Fans bedeutet das: Diese Geschichte ist erzählt, endgültig.
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Ein Abschluss nach sieben Jahren
Sieben Jahre nach dem Start der ersten Staffel ist The Boys Geschichte. Am 26. Juli 2019 veröffentlichte Prime Video alle Folgen der ersten Staffel auf einmal, lange bevor Serien wie Reacher oder Bosch: Legacy die Plattform prägten. Was damals als riskantes Experiment begann, wurde zu einem der einflussreichsten Superhelden-Formate überhaupt.
Fünf Staffeln und ein explosives Serienfinale später ist die Geschichte rund um Hughie, Starlight und Billy Butcher (Karl Urban) offiziell beendet. Showrunner Eric Kripke machte in einem Interview mit Steve Weintraub deutlich: 'Es ist das letzte Mal in dieser Geschichte.' Die Figuren hätten ihre Geschichte erzählt bekommen.
Kripke schloss zwar nicht kategorisch aus, dass einzelne Charaktere irgendwann in einem anderen Kontext auftauchen könnten. Ein Gastauftritt sei theoretisch möglich, doch ihre eigentliche Erzählung sei abgeschlossen.
Vought Rising übernimmt das Franchise
Das Franchise lebt weiter: Mit Vought Rising steht der nächste große Ableger in den Startlöchern. Die Prequel-Serie mit Jensen Ackles und Aya Cash in den Hauptrollen soll 2027 auf Prime Video starten, ein genaues Datum steht noch aus.
Vought Rising spielt in einer früheren Epoche des Universums und beleuchtet den Aufstieg des Vought-Konzerns. Für Jensen Ackles, der bereits in The Boys als Soldier Boy bekannt wurde, ist es eine Rückkehr in vertrautes Terrain. Aya Cash, die in der Hauptserie als Stormfront für Aufsehen sorgte, komplettiert die Besetzung.
Eine zweite Staffel von Vought Rising ist bislang nicht bestätigt. Das Projekt befindet sich noch in der Vorbereitungsphase, und Kripke betonte, dass man den Serien ausreichend Raum lassen wolle, um sich zu entfalten.
Neue Ideen in früher Entwicklungsphase
Jenseits von Vought Rising gibt es erste Überlegungen für weitere Projekte im The-Boys-Universum. Kripke sprach von einer sehr frühen Phase, in der erfahrene Autoren aus beiden Serien erste Ideen eingebracht hätten. Konkrete Ankündigungen gibt es noch nicht.
Kripke beschrieb den Stand so: 'Ich habe es noch nicht einmal bei Amazon eingereicht, aber es gibt einige spannende Dinge.' Der Anspruch sei dabei hoch: Die neuen Projekte sollen keine reinen Produkte sein, sondern echte Herzensprojekte der Beteiligten.
Ob diese möglichen Serien mehrere Staffeln umfassen oder als abgeschlossene Einzelprojekte konzipiert werden, sei noch offen. Kripke betonte, man wolle sich keine Grenzen setzen.
Gen V: Die Geschichte geht weiter
Besondere Aufmerksamkeit gilt den Figuren aus Gen V. Obwohl der erste Ableger nach zwei Staffeln eingestellt wurde, sieht Kripke die Geschichte der jungen Superhelden noch nicht als beendet an. In mehreren der frühen Ideen spielten die Gen-V-Charaktere eine zentrale Rolle.
Kripke sagte dazu: 'Ich denke, ihre Geschichte ist noch nicht abgeschlossen.' Welche Figuren konkret gemeint sind und in welchem Format sie weitererzählt werden könnten, ließ er offen. Das zeigt jedoch, dass die abrupte Absetzung von Gen V nicht das letzte Wort über diese Charaktere gewesen sein muss.
Die Absetzung von Gen V nach nur zwei Staffeln bleibt ein Wermutstropfen im Abschlussjahr des Franchise. The Boys selbst hatte fünf Staffeln Zeit, seine Geschichte vollständig zu erzählen. Ob zukünftige Projekte ähnlich viel Raum erhalten, bleibt abzuwarten.
Was bleibt vom Boys-Universum?
Das Ende von The Boys markiert einen Einschnitt, aber kein vollständiges Aus für das Universum. Mit Vought Rising als gesichertem nächsten Schritt und weiteren Ideen in der Frühphase bleibt das Franchise lebendig, auch wenn die Kernfiguren rund um Karl Urban und Jack Quaid nicht zurückkehren werden.
Kripke fasste seine Haltung klar zusammen: Er habe keine konkreten Pläne, die Hauptfiguren in zukünftigen Geschichten zurückzubringen. Ihre Erzählung sei erzählt worden, das sei das Entscheidende.
Für das Publikum auf Prime Video bedeutet das: Der Abschluss ist ein echter Abschluss. Was folgt, wird neue Geschichten in einem bekannten Universum erzählen, nicht die alten Geschichten weiterführen.
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Artikel geschrieben von:

Laura Klein ist spezialisiert auf Sci-Fi, Fantasy und Mystery-Serien mit geschultem Blick für Erzähltempo und Figurenentwicklung.
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