Warum das The Boys-Finale so viele Zuschauer überrascht hat

Ob das The-Boys-Universum wirklich endet, ist noch offen. Das Serienfinale tötete Homelander, Billy Butcher und The Deep und beendete damit die Hauptserie auf Prime Video. Spin-offs könnten die Geschichte trotzdem weiterführen.
Artikel-Inhalt
Ein Finale mit großen Verlusten
Das Serienfinale von The Boys ließ keine Helden ungeschoren: Homelander, Billy Butcher und The Deep sterben im letzten Kapitel der Serie. Damit verabschiedet Kripke drei der prägendsten Figuren der Superhelden-Satire auf endgültige Weise.
Darsteller Chace Crawford, der The Deep verkörperte, zeigte sich trotzdem gefasst. Er erklärte, er sei mit seinem Ende zufrieden gewesen, da es keinen wirklichen Ausweg darum herum gegeben habe. Für ihn war das Schicksal seiner Figur folgerichtig.
Antony Starr, der Homelander spielte, und Karl Urban als Billy Butcher prägten die Serie von der ersten Folge an. Ihr Abgang markiert das Ende einer Ära, die das Superheldengenre nachhaltig verändert hat.
Kripke plante den Abschluss früh
Eric Kripke hatte die Reise einiger Hauptfiguren bereits seit dem Piloten im Kopf. Die fünf Staffeln folgen einer bewusst angelegten Fünfakt-Struktur, die dem Gesamtwerk eine dramaturgische Geschlossenheit verleiht.
Jensen Ackles, der in der Serie ebenfalls zu sehen ist, hob hervor, wie bemerkenswert es sei, dass Kripkes Struktur immer wieder mit dem realen Weltgeschehen zusammenfiel. Er sprach von Genialität und betonte: 'Man kann nur so viele Volltreffer landen, irgendwann muss man das Flugzeug landen.'
Ackles ergänzte, Kripke habe eine wirklich schwierige Aufgabe gehabt, das Finale so zu gestalten, und als Fan der Serie selbst empfinde er den Abschluss als befriedigend.
Emotionen statt Einstimmigkeit
Kripke machte sich keine Illusionen darüber, dass das Finale alle Zuschauer gleichermaßen begeistern würde. Er erklärte, er wolle zwar, dass alle es lieben, habe aber Frieden damit gemacht, dass die Reaktionen gespalten sein werden, wie bei allem anderen auch.
Ein befreundeter Showrunner habe ihm geraten, sein Ziel sei es, eine emotionale Reaktion auszulösen, nicht eine bestimmte. Ob die Zuschauer das Finale lieben oder hassen, sei zweitrangig, solange sie etwas fühlen. Diesen Gedanken habe Kripke sehr schätzen gelernt.
Erin Moriarty, die Annie (Erin Moriarty) alias Starlight spielt, äußerte sich ebenfalls positiv: Sie sei sowohl für sich persönlich als auch im Gesamtbild mit der letzten Folge zufrieden. Jack Quaid, Laz Alonso, Karen Fukuhara und Daveed Diggs standen dem Finale ebenfalls offen gegenüber.
Spin-offs und neue Projekte
Das Ende der Hauptserie bedeutet nicht zwingend das Ende des Universums. Jensen Ackles übernimmt die Hauptrolle im Prequel Vought Rising, das in absehbarer Zeit erscheinen soll. Ein konkretes Startdatum steht noch aus.
Zusätzlich befindet sich der Ableger The Boys: Mexico in der Entwicklung. Für Chace Crawford deutete Kripke an, dass auch ein Deep-Spin-off oder ein Prequel zu seiner Figur zu einem späteren Zeitpunkt denkbar sei.
Kripke selbst hegt außerdem die Hoffnung, die abgesetzte Spin-off-Serie Gen V irgendwie fortführen zu können, nachdem diese nach zwei Staffeln eingestellt wurde. Konkrete Pläne dazu sind bislang nicht bekannt.
Ackles wollte mehr Staffeln
Jensen Ackles hehlte nicht mit seiner Sehnsucht nach mehr Episoden. Als jemand, der mit Supernatural 15 Staffeln gedreht hat, fand er fünf Staffeln für The Boys geradezu knapp. Er scherzte, er hätte gerne Staffel sechs, sieben und acht gesehen.
Dennoch anerkannte Ackles, dass Kripke mit dem Abschluss eine gewaltige Aufgabe bewältigt habe. Das Bild vom Landen eines Flugzeugs zog sich durch viele Aussagen der Beteiligten: präzise, riskant und am Ende erfolgreich.
Für das Publikum bei Prime Video bleibt der Abschluss einer der meistdiskutierten Superheldenserien der vergangenen Jahre. Ob das Universum durch die geplanten Ableger wirklich weiterlebt, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.
Mehr zu „The Boys"

Seit Staffel 3 fehlt sie in The Boys, jetzt spricht Kripke darüber
Kripke wollte McElligott zurück, sie sagte trotzdem ab. Der Showrunner kontaktierte die Darstellerin persönlich mit konkreten Drehterminen für das Finale. Queen Maeve bleibt damit die einzige Hauptfigur, die ihren Abschluss ohne eigenen Auftritt bekommt.

Warum The Boys nach dem Finale noch lange nicht fertig ist
Das The Boys-Universum auf Prime Video wächst trotz Serienende weiter. Mit Vought Rising und mehreren weiteren Spin-off-Ideen in Entwicklung bleibt die Welt um Homelander lebendig. Für Zuschauer bedeutet das: Der Abschied war keiner.

Warum The Boys nach fünf Staffeln immer noch den Ton angibt
Nach fünf Staffeln und sieben Jahren ist The Boys Geschichte. Das Finale ist seit dem 19. Mai 2026 auf Prime Video abrufbar, Showrunner Eric Kripke schließt eine Rückkehr der Hauptfiguren aus. Für Fans bedeutet das: Diese Geschichte ist erzählt, endgültig.
Artikel geschrieben von:

Julia Fischer analysiert Serien mit besonderem Fokus auf erzählerische Details, Charakterentwicklung und Genre-Mix.
Alle Artikel von JuliaJulia hat 3 weitere Artikel zur selben Serie verfasst.