Warum The Boys nach dem Finale noch lange nicht fertig ist

·20.05.2026, 20:01 Uhr·3 Min
Warum The Boys nach dem Finale noch lange nicht fertig ist
Bild: Prime Video · TMDB

Das The Boys-Universum auf Prime Video wächst trotz Serienende weiter. Mit Vought Rising und mehreren weiteren Spin-off-Ideen in Entwicklung bleibt die Welt um Homelander lebendig. Für Zuschauer bedeutet das: Der Abschied war keiner.

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Eine Welt voller loser Superhelden

Nach dem Ende von The Boys als Serie lebt das Universum weiter. Eric Kripke sieht im Nachwirken der Homelander (Antony Starr)-Ära enormes erzählerisches Potenzial: Vought hat viele seiner Superhelden fallen gelassen und auf die Straße gesetzt. Diese übermächtigen Wesen sind nun ohne PR-Abteilung, ohne Versicherungsschutz und ohne das Sicherheitsnetz des Konzerns auf sich allein gestellt.

Kripke beschreibt dieses Szenario als eine Art lose Atomwaffen: Superkräfte ohne institutionelle Kontrolle, verstreut in einer Gesellschaft, die nicht weiß, wie sie damit umgehen soll. Dieses Milieu biete, so Kripke, faszinierende Möglichkeiten für neue Geschichten abseits der bekannten The Boys-Struktur.

Genau diese Ausgangslage könnte die Grundlage für einen oder mehrere neue Ableger bilden. Konkrete Titel oder Startdaten stehen dafür noch nicht fest.

Vought Rising als nächster Schritt

Der erste bestätigte Ableger ist Vought Rising, ein Prequel, das in der Vergangenheit spielt. Im Mittelpunkt steht Soldier Boy, gespielt von Jensen Ackles. Die Figur ist am Ende von The Boys technisch noch am Leben, schläft jedoch in einer Röhre, wo Homelander ihn zurückgelassen hat.

Verantwortlich für das Projekt ist Showrunner Paul Grellong, der bereits als leitender Autor an The Boys beteiligt war. Kripke betont, dass Vought Rising Grellong persönliches Herzensprojekt ist, und genau das sei der Maßstab für alle künftigen Ableger in diesem Universum.

Vought Rising soll zeigen, wie der Vought-Konzern und seine Superhelden in einer früheren Epoche funktionierten. Ein konkreter Starttermin auf Prime Video steht noch aus.

Kripkes Bedingung: Leidenschaft statt Kalkül

Kripke macht deutlich, dass er an rein kommerziell motivierten Spin-offs kein Interesse hat. Sein Ansatz: Autoren aus dem Kreis der erfahrenen Schreiber von The Boys, Gen V und Vought Rising sollen Ideen einbringen, für die sie wirklich brennen. Nur dann sei er bereit, ein Projekt weiterzuverfolgen.

Für ihn war The Boys selbst ein solches Herzensprojekt. Wer in diesem Universum eine eigene Serie entwickeln will, muss dieselbe Überzeugung mitbringen. Kripke spricht davon, aufstrebenden Produzenten ihren ersten großen Schritt als Showrunner zu ermöglichen, sofern die Idee stimmt.

Bisher gebe es laut Kripke ein paar gute Ansätze aus dem Autorenteam. Welche Konzepte das konkret sind, ließ er offen.

Gen V: Abgesetzt, aber nicht vergessen

Gen V, der an einem College spielende Ableger, wurde nach zwei Staffeln abgesetzt. Trotzdem fanden mehrere Charaktere aus der Serie ihren Weg ins Finale von The Boys, was die enge Verknüpfung der beiden Serien unterstreicht.

Die Absetzung von Gen V zeigt, dass nicht jeder Ableger automatisch funktioniert. Kripkes Fokus auf Leidenschaft als Auswahlkriterium dürfte auch eine Reaktion auf diese Erfahrung sein.

Dennoch bleibt das Autorenteam aus Gen V Teil des kreativen Pools, aus dem neue Ideen entstehen. Einige dieser Autoren pitchen bereits Konzepte für mögliche neue Serien im The Boys-Universum.

Was Fans jetzt wissen müssen

The Boys selbst endete nach fünf Staffeln auf Prime Video. Das Universum lebt jedoch weiter: Vought Rising ist das nächste konkrete Projekt, weitere Ableger sind in frühen Planungsphasen.

Jensen Ackles kehrt als Soldier Boy zurück, eine Figur mit direktem Bezug zu den Ereignissen von The Boys. Paul Grellong übernimmt als Showrunner die kreative Führung des Prequels.

Wer das The Boys-Universum liebt, darf sich also auf mehr freuen. Wie viele Serien letztlich entstehen und wann sie erscheinen, hängt davon ab, welche Ideen Kripkes Leidenschafts-Test bestehen.

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Quelle: Prime VideoZuletzt aktualisiert: 20.05.2026, 20:01 Uhr

Artikel geschrieben von:

Lena Bergmann
Autor
Lena Bergmann
Sci-Fi & FantasyMystery-SerienStreaming-Analyse

Lena Bergmann ist Serienredakteurin mit Schwerpunkt auf Sci-Fi- und Fantasy-Formate wie The Witcher und Wednesday.

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