Warum Stranger Things gerade die Emmy-Gespräche dominiert

Eine Doppelrolle entscheidet über die Emmy-Saison 2025. Jamie Campbell Bower spielt in der finalen Stranger-Things-Staffel auf Netflix sowohl Henry Creel als auch Vecna. Für das Ensemble bedeutet das: Nebenrollen stehen plötzlich im Zentrum der Award-Debatte.
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Bower als Vecna: Schwere letzte Szene
Jamie Campbell Bower kehrt in der finalen Staffel von Stranger Things in seiner Doppelrolle als Henry Creel und Vecna zurück. Für den Schauspieler bedeutet das nicht nur körperlichen Aufwand, sondern auch emotionale Tiefe: In der letzten Folge wird Henry mit einer Erinnerung an sein frühes Kindheitstrauma konfrontiert, das ihn zu dem gemacht hat, was er später wurde.
Bower beschreibt diese Szene als besonders belastend. Sie sei die Szene gewesen, bei der er nicht sicher war, ob er sie durchstehen würde. Als Referenz für seine Figur nennt er Robert Englund als Freddy Krueger: Die Stranger-Things-Schöpfer Matt und Ross Duffer hätten sich stark an 'A Nightmare on Elm Street 3' orientiert, was Bower als großartig empfand.
Seine Figur fasst er in fünf Worten zusammen: 'Verlorener Junge findet dunkle Macht.' Diese knappe Beschreibung trifft den Kern einer Figur, die über mehrere Staffeln hinweg vom traumatisierten Kind zum übernatürlichen Antagonisten wurde.
Erika Alexander und Tracy Morgan als Duo
Erika Alexander spielt in einer der meistdiskutierten Nebenkonstellationen der Saison die Managerin eines Ex-Ehemanns, der von Tracy Morgan verkörpert wird. Die Dynamik zwischen den beiden Figuren sorgt für komödiantische wie emotionale Spannung.
Alexander beschreibt ihre Figur in fünf Worten als 'dominierend, genervt, kinetisch, zielgerichtet, selbstmörderisch'. Das klingt nach einer Rolle, die weit mehr Schichten hat, als eine klassische Komödien-Nebenfigur vermuten lässt.
Als Traumgast für ihre Wunschserie nennt Alexander niemand Geringeres als Viola Davis, die in dieser Emmy-Saison ohnehin stark nachgefragt ist. Davis gilt derzeit als eine der gefragtesten Schauspielerinnen im amerikanischen Seriengeschäft.
Denée Benton: Journalistin mit Punk-Energie
Denée Benton spielt eine ehemalige Sekretärin von Christine Baranski, die zur Journalistin wird. Ihre Figur beschreibt sie in fünf Worten als 'böse, zärtlich, punkig, hartnäckig, visionär'. Eine Kombination, die neugierig macht.
Als Wunschgast für ihre Serie nennt Benton Jeremy O. Harris in der Rolle von William Dorsey Swann, dem schwarzen Drag-Queen, der 1889 in Washington D.C. den ersten bekannten Underground-Ball veranstaltete. Dieses Wunschbesetzungs-Detail zeigt, wie bewusst Benton historische und kulturelle Zusammenhänge in ihre Arbeit einbezieht.
Für die Frage nach einer Traumrolle aus Vergangenheit oder Gegenwart nennt Benton Elvira Hancock aus Scarface. Michelle Pfeiffers Darstellung sei ikonisch, so die Schauspielerin.
Karolina Wydra und die Hivemind-Figur
Karolina Wydra übernimmt in der ersten Staffel der Serie Pluribus die Rolle der Zosia, einer Vertreterin eines allwissenden Schwarmgeists. Die Figur ist charmant und gleichzeitig unheimlich, was Wydra laut Beobachtern mit großer Leichtigkeit verkörpert.
Ihre Darstellung gehört zu den am meisten besprochenen Nebenleistungen der laufenden Emmy-Saison. Pluribus ist eine der neuen Serien, die in diesem Jahr besonders viel Aufmerksamkeit auf sich zieht.
Wydras Ansatz zur Figur zeigt, wie eine einzelne Nebenrolle den Ton einer ganzen Serie prägen kann. Der Charakter der Zosia fungiert als Sprachrohr einer übergeordneten Intelligenz und gibt der Handlung damit eine philosophische Dimension.
Was gute Nebenrollen ausmacht
Ein zentraler Gedanke, der sich durch die Aussagen mehrerer Darsteller dieser Saison zieht: Ein arbeitender Schauspieler besteht aus dem Menschen, dem Künstler und dem Geschäftsmann. Alle drei Aspekte müssen im Gleichgewicht gehalten und gepflegt werden, um eine Karriere langfristig zu tragen.
Diese Haltung spiegelt sich in den Rollen wider, die in dieser Saison besonders auffallen. Ob die enthusiastische Notaufnahme-Ärztin, die als 'begeistert, aufrichtig, süß, fürsprechend und feurig' beschrieben wird, oder der verlorene Junge mit dunkler Macht: Die besten Nebenrollen haben eine innere Logik, die über einzelne Szenen hinausgeht.
Die Emmy-Saison 2026 zeigt deutlich, dass Nebenrollen längst nicht mehr als zweitrangig gelten. Serien wie Stranger Things auf Netflix beweisen, dass ein starkes Ensemble entscheidend für den Gesamterfolg einer Produktion ist.
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