Warum Lord of the Flies auf Netflix gerade alle schockiert

Warum schockiert ein Schulklassiker plötzlich Millionen Erwachsene? Die BBC-Adaption von Lord of the Flies läuft seit Kurzem auf Netflix und löst dort heftige Reaktionen aus. Wer den Roman kennt, ahnt es, wer die Serie sieht, versteht es sofort.
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Lord of the Flies: BBC-Hit trifft Netflix
Die vierteilige Dramaserie Lord of the Flies, die Adaption von William Goldings Klassiker von 1954, feiert ihren Netflix-Start nach begeisterten Kritiken beim BBC. Die Serie erzählt die Geschichte einer Gruppe britischer Schuljungen, die in den 1950er Jahren auf einer Tropeninsel notlanden und versuchen, eine funktionierende Gesellschaft aufzubauen.
Goldings Vorlage gilt als eines der bedeutendsten Werke der englischen Literatur des 20. Jahrhunderts. Die neue Adaption setzt auf atmosphärisches Erzählen und zeigt, wie schnell zivilisierte Strukturen unter Überlebensdruck zusammenbrechen. Mit nur vier Folgen ist das Format kompakt und intensiv.
Für Netflix-Abonnenten in Deutschland bedeutet das: Ein hochwertiges britisches Dramaerlebnis, das bereits beim BBC für Aufsehen gesorgt hat, steht nun auf der Plattform zur Verfügung.
Kevin Hart sucht den nächsten Komiker
Kevin Hart bringt mit Funny AF eine neue Comedyshow auf Netflix, in der er gemeinsam mit befreundeten Komikern quer durch die USA reist, um das nächste große Standup-Talent zu entdecken. Das Besondere: Der Gewinner wird per Echtzeit-Abstimmung bei einem Live-Event auf der Plattform gekürt.
Ergänzt wird das Comedy-Programm durch The Roast, moderiert von Shane Gillis, der live aus dem Kia Center sendet. Die Veranstaltung ist Teil des Netflix Is A Joke Comedy-Festivals und verspricht unzensierte Unterhaltung im typischen Roast-Format.
Netflix setzt damit klar auf das Live-Format als Differenzierungsmerkmal gegenüber der Konkurrenz. Zwei große Comedy-Events innerhalb eines Monats zeigen, wie ernst die Plattform dieses Segment nimmt.
Netflix wagt erstes Live-MMA-Event
Ein historischer Moment für die Plattform: Ronda Rousey tritt gegen Gina Carano an und markiert damit das allererste Live-MMA-Event in der Geschichte von Netflix. Der Kampf ist ein echtes Spektakel mit großen Namen aus der Welt des Kampfsports.
Das Undercard-Programm ist ebenfalls hochkarätig besetzt: Nate Diaz trifft auf Mike 'Platinum' Perry, und Francis Ngannou kämpft gegen Philipe Lins. Damit bietet der Abend gleich mehrere spannende Duelle für Kampfsportfans.
Mit diesem Schritt beweist Netflix, dass die Plattform den Live-Sport als festes Element ihres Angebots etablieren will, auch wenn die Rechte an der FIFA-Weltmeisterschaft, die in diesem Sommer in den USA, Kanada und Mexiko stattfindet, nicht bei Netflix liegen.
Tina Fey kehrt zurück, Fußball auch
Tina Fey kehrt mit ihrer Serie zurück, und das gesamte Ensemble ist wieder dabei: Will Forte, Kerri Kenney-Silver, Marco Calvani, Erika Henningsen, Colman Domingo und Steve Carell sind erneut mit von der Partie. Fey hat die Serie selbst entwickelt und spielt die Hauptrolle.
Ebenfalls neu im Mai: Ladies First, ein Film unter der Regie von Thea Sharrock. Lose inspiriert vom französischen Film 'Ich bin kein leichter Mann' von 2018, dreht sich die Geschichte um einen Frauenheld, der in einer alternativen Welt aufwacht, in der Frauen die dominante Gesellschaftsgruppe sind.
Im Sportbereich liefert Netflix gleich vier Dokumentationen: Untold UK beleuchtet mit Jamie Vardy, dem Wunder von Istanbul und Vinnie Jones drei britische Fußball-Legenden. Dazu kommt 'Der Bus: Ein französischer Fußball-Aufstand' über den Streik der französischen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 2010.
Jack Thornes Miniserie zum Monatsbeginn
Zum 4. Mai bringt Netflix keine Star-Wars-Produktion, dafür aber etwas, das Serienfans mindestens genauso aufhorchen lässt: eine neue Miniserie von Jack Thorne, dem Emmy-prämierten Autor und Schöpfer von 'Adolescence'. Details zur Serie wurden noch nicht vollständig bekannt gegeben, doch allein Thornes Name bürgt für Qualität.
Thorne hat mit 'Adolescence' gezeigt, dass er intensive, gesellschaftlich relevante Stoffe meisterhaft umsetzen kann. Die Erwartungen an sein neues Projekt sind entsprechend hoch, und Netflix positioniert die Serie bewusst als Highlight des Monats.
Insgesamt zeigt das Mai-Programm von Netflix, wie breit die Plattform aufgestellt ist: Literaturadaptionen, Live-Sport, Comedy-Events, Dokumentarfilme und ambitioniertes Autorendrama stehen gleichzeitig zur Verfügung.
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Wegen Jack Thorne bekommt Lord of the Flies eine Tiefe, die den Roman überrascht
Treu bleiben und trotzdem überraschen: Das klingt nach Widerspruch. Thorne erzählt jede der vier Episoden aus der Sicht eines anderen gestrandeten Jungen und fügt Vater-Sohn-Beziehungen ein, die Golding ausgespart hat. Wer Treue zum Roman erwartet, bekommt sie, aber nicht auf die Art, die er kennt.

Tropische Hitze, Abgeschiedenheit, Goldings Klassiker: Lord of the Flies forderte alles
Goldings Roman gilt als unlösbare Verfilmungsaufgabe: zu dunkel, zu symbolisch, zu verstörend. Marc Munden drehte trotzdem fünf Monate lang in Malaysias Hitze mit einem jungen Cast, der drei Wochen in Kuala Lumpur probte. Was dabei entstand, könnte den Klassiker endlich auf die Leinwand retten.

Warum Lord of the Flies selbst Golding-Skeptiker überzeugt
15 Jahre gescheitert, jetzt auf der größten Streamingplattform der Welt. Jack Thorne wollte den Stoff bereits für Channel 4 verfilmen, scheiterte damals an den Rechten. Netflix ermöglichte, was dem britischen TV verwehrt blieb.
Artikel geschrieben von:

Laura Klein ist spezialisiert auf Sci-Fi, Fantasy und Mystery-Serien mit geschultem Blick für Erzähltempo und Figurenentwicklung.
Alle Artikel von LauraLaura hat einen weiteren Artikel zur selben Serie verfasst.