Warum Harbour in DTF St. Louis alle Kritiker überrascht
David Harbour kämpft 2026 gleich in zwei Emmy-Kategorien. In 'DTF St. Louis' spielt er Floyd Smernitch, einen tot aufgefundenen Gebärdensprachdolmetscher, an der Seite von Jason Bateman und Richard Jenkins. Beobachter sehen darin seine bisher einfühlsamste Leistung.
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Harbours Rolle in DTF St. Louis
Floyd Smernitch ist keine leichte Figur: Als Gebärdensprachdolmetscher, der tot aufgefunden und mit einer lokalen Dating-App in Verbindung gebracht wird, bewegt sich die Rolle zwischen Tragik und Geheimnis. David Harbour verleiht dieser Figur eine Wärme und Menschlichkeit, die Kritiker als seine bisher reifste Darstellung bezeichnen.
Harbour tritt in der Kategorie 'Bester Nebendarsteller in einer begrenzten Serie, Anthologie-Serie oder einem Fernsehfilm' an. Damit konkurriert er innerhalb desselben Ensembles mit Jason Bateman und Richard Jenkins, die ebenfalls in dieser Kategorie eingereicht werden. Linda Cardellini und Joy Sunday bewerben sich in der entsprechenden Nebendarstellerinnen-Kategorie.
Hinter der Kamera ist Harbour nicht nur als Darsteller aktiv: Er produziert die Serie gemeinsam mit Jason Bateman für Aggregate Films als ausführender Produzent.
Steven Conrads Vision hinter der Serie
Erschaffen, geschrieben und inszeniert wurde 'DTF St. Louis' von Steven Conrad, der vor allem durch seine Drehbücher zu 'Das Streben nach Glück' (2006) und 'Wonder' (2017) bekannt wurde. Conrad entwickelte das Projekt gemeinsam mit den Produzenten Todd Black und Jason Blumenthal zu einem eigenständigen, originellen Konzept.
Die Ursprungsidee geht auf einen Artikel von James Lasdun im New Yorker zurück, betitelt 'My Dentist's Murder Trial: Adultery, False Identities, and a Lethal Sedation'. Dieser Text diente als frühe thematische Inspiration, bevor das Projekt in eine eigene Richtung lenkte.
Die Entwicklung begann 2022, damals noch mit Pedro Pascal als geplantem Hauptdarsteller neben Harbour. Bis 2024 hatte Pascal das Projekt verlassen, Jason Bateman übernahm seinen Platz, und die kreative Ausrichtung wandelte sich zu einem vollständig eigenständigen Stoff.
Zwei Emmy-Chancen für einen Schauspieler
Harbour könnte in dieser Emmy-Saison in zwei verschiedenen Kategorien auftauchen: Neben seiner Einreichung für 'DTF St. Louis' bleibt auch sein Auftritt als hartgesottener Sheriff und Vaterfigur Jim Hopper in der fünften und letzten Staffel von 'Stranger Things' auf Netflix ein möglicher Faktor im Rennen der besten Nebendarsteller im Dramabereich.
Für seine Hopper-Darstellung erhielt Harbour bereits Emmy-Nominierungen in den Jahren 2017 und 2018. Ein tatsächlicher Sieg blieb ihm bisher verwehrt. Die finale 'Stranger Things'-Staffel könnte ihm nun eine weitere, vielleicht letzte Gelegenheit in dieser Rolle bieten.
Beobachter sehen Harbour in der Begrenzten-Serie-Kategorie als möglichen Favoriten, besonders wenn das Feld sechs bis acht Nominierte umfasst. Vergleiche mit Paul Walter Hausers preisgekrönter Leistung in 'Black Bird', für die er 2023 den Emmy gewann, machen die Runde.
HBO Max im Emmy-Wettbewerb 2026
'DTF St. Louis' gilt als eines der Aushängeschilder von HBO Max in der Kategorie der begrenzten Serien, gemeinsam mit dem ebenfalls erwarteten Projekt 'Half Man'. Der Sender geht mit einem breiten Aufgebot an Kandidaten in die Emmy-Saison.
Im Dramabereich setzt HBO Max auf 'The Pitt', das im Vorjahr als beste Dramaserie ausgezeichnet wurde, sowie auf die dritte Staffel von 'Euphoria'. Hinzu kommen Neuzugänge wie 'A Knight of the Seven Kingdoms' und 'Task', die beide erstmals im Emmy-Rennen antreten.
Für Harbour und seine Mitstreiter beginnt die entscheidende Phase mit der Nominierungsabstimmung vom 11. bis 22. Juni 2026. Die offiziellen Nominierungen werden am 8. Juli 2026 bekanntgegeben.
Ein Ensemble voller Schwergewichte
Das Ensemble von 'DTF St. Louis' liest sich wie ein Who-is-Who des amerikanischen Schauspiels. Jason Bateman, bekannt als ausführender Produzent und Hauptdarsteller von 'Ozark', und der mehrfach Oscar-nominierte Richard Jenkins stehen Harbour zur Seite, alle drei in derselben Emmy-Kategorie.
Linda Cardellini, die vielen durch 'Freaks and Geeks' und 'Dead to Me' bekannt ist, sowie Joy Sunday, die zuletzt in 'Outer Banks' auf sich aufmerksam machte, komplettieren das weibliche Ensemble und treten in der Nebendarstellerinnen-Kategorie an.
Dass ein Projekt gleich fünf potenzielle Emmy-Kandidaten in den Nebenkategorien vereint, unterstreicht die Ambitionen hinter 'DTF St. Louis'. Die Serie könnte sich als einer der meistbesprochenen Titel der gesamten Emmy-Saison 2026 erweisen.
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Artikel geschrieben von:

Sophie Hartmann analysiert seit mehreren Jahren Serienwelten mit Fokus auf Action, Sci-Fi, Fantasy und Mystery.
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