Warum das Rivals-Quiz mehr über die Serie sagt als manches Interview

Wie tief stecken Hassell und Maclean wirklich in ihren Rollen? Im Rivals-Quiz müssen die beiden Fragen zu Rupert und Taggie beantworten, die über Plotwissen hinausgehen. Was dabei rauskommt, entscheidet, ob man die Figuren künftig anders sieht.
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Das Quiz hinter den Kulissen
Alex Hassell spielt in Rivals den machthungrigen Rupert, Bella Maclean verkörpert die kluge und zunehmend selbstbewusste Taggie. In einem Video-Format werden die beiden Darsteller direkt befragt: Wie denkt ihre Figur, was treibt sie an, welche Entscheidungen würde sie treffen? Das Ergebnis ist eine Art Spiegel, der zeigt, wie intensiv sich Hassell und Maclean mit ihren Rollen auseinandergesetzt haben.
Solche Formate sind kein reines Marketingspiel. Sie legen offen, ob Schauspieler ihre Figuren als mehrdimensionale Menschen begreifen oder nur als Träger von Plotfunktionen. Hassell und Maclean liefern dabei Antworten, die auf eine gründliche Recherche schließen lassen.
Rupert: Macht, Gier, Widerspruch
Rupert ist keine Figur, die sich einfach einordnen lässt. Hassell beschreibt ihn als jemanden, der Kontrolle über alles stellt und dabei nicht merkt, was er dabei verliert. Diese innere Blindheit macht Rupert gefährlich und gleichzeitig tragisch.
Im Quiz zeigt sich, dass Hassell die Widersprüche seiner Figur genau kennt. Rupert ist charmant und rücksichtslos zugleich, er kann Räume dominieren und trotzdem scheitern. Wer die Serie auf Disney+ verfolgt hat, erkennt in Hassells Antworten die feinen Nuancen, die seine Darstellung so überzeugend machen.
Taggie: Stärke ohne Lautstärke
Bella Maclean zeichnet Taggie als Figur, die ihre Stärke nicht durch Konfrontation zeigt, sondern durch Beharrlichkeit. Im Quiz-Format wird deutlich, dass Maclean sehr genau weiß, wo Taggies Grenzen liegen und wo sie bereit ist, diese zu verschieben.
Taggie ist in der Serie oft diejenige, die beobachtet, bewertet und dann handelt. Maclean betont, dass diese Zurückhaltung keine Schwäche ist, sondern eine bewusste Strategie ihrer Figur. Das gibt der Darstellung eine Tiefe, die über die Buchvorlage von Jilly Cooper hinausweist.
Rivals und die Vorlage von Cooper
Rivals basiert auf Jilly Coopers gleichnamigem Roman aus dem Jahr 1988. Die Geschichte dreht sich um Machtkämpfe im britischen Privatfernsehen der achtziger Jahre, um Geld, Begehren und Verrat. Für Hassell und Maclean bedeutete das eine doppelte Vorbereitung: die Figuren in der Serienadaption verstehen und gleichzeitig den historischen Kontext ihrer Zeit begreifen.
Disney+ zeigt die Serie in Deutschland in voller Länge. Die Produktion hat viel Aufwand in die Ausstattung und die Charakterzeichnung investiert, was sich auch in der Tiefe widerspiegelt, mit der die Darsteller über ihre Rollen sprechen.
Was das Video über die Serie verrät
Solche Hinter-den-Kulissen-Formate sind für eine Serie wie Rivals besonders aufschlussreich. Rivals lebt von Figuren, die viel verbergen, und ein Quiz, das Darsteller zwingt, offen über ihre Rollen zu sprechen, schafft einen interessanten Kontrast zu dieser Welt der Täuschungen.
Hassell und Maclean zeigen dabei, dass sie ihre Figuren nicht nur spielen, sondern wirklich verstehen. Wer Rupert und Taggie in der Serie verfolgt hat, findet in ihren Antworten Bestätigung für das, was auf dem Bildschirm zu sehen war. Das Quiz funktioniert damit auch als nachträgliche Erklärung vieler Szenen.
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Artikel geschrieben von:

Laura Klein ist spezialisiert auf Sci-Fi, Fantasy und Mystery-Serien mit geschultem Blick für Erzähltempo und Figurenentwicklung.
Alle Artikel von LauraLaura hat einen weiteren Artikel zur selben Serie verfasst.