Warum Rivals Staffel 2 mit Monicas Abschied einen Nerv trifft

Mit Monicas Tod verliert Rivals seine moralische Mitte. Claire Rushbrook stirbt in der Halbzeit-Folge von Staffel 2, und David Tennants Lord Tony erfährt es ausgerechnet von seinem Rivalen Alex Hassell. Für die zweite Hälfte ab November verspricht das Produktionsteam einen kleinen Zeitsprung und eine Serie, die trauert, ohne sich selbst zu verlieren.
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Monicas Tod verändert alles
Monica Baddingham, gespielt von Claire Rushbrook, stirbt in der Halbzeit-Folge von Rivals Staffel 2 einen unerwarteten Tod. Nachdem sie von der Affäre ihres Mannes Lord Tony Baddingham (David Tennant) mit Maud, der Ehefrau von Declan (Aidan Turner), erfährt, geht sie in einen Sturm hinaus und wird von einem umgestürzten Baum getroffen. Tony erfährt von ihrem Tod durch seinen Rivalen, den ehemaligen Abgeordneten Rupert Campbell-Black (Alex Hassell).
Diese Wendung ist ein bewusster Bruch mit der Romanvorlage von Jilly Cooper, in der Monica die Ereignisse überlebt. Das Produktionsteam um Treadwell-Collins und Co-Showrunner Alex Lamb traf die Entscheidung nicht leichtfertig. Der echte Sturm von 1987, der als Vorlage diente, ereignete sich nach dem Erscheinen des Buches.
Staffel 2 ist in zwei Hälften aufgeteilt. Die ersten sechs Folgen sind bereits verfügbar, die zweite Hälfte folgt im November 2026 mit einem kleinen Zeitsprung zu Beginn.
Eine Beerdigung, die überrascht
Treadwell-Collins kündigt an, dass die Trauerfeier für Monica kein gewöhnlicher Abschied wird. 'Wir zeigen in Rivals Partys, und jetzt werdet ihr sehen, wie Rivals eine Beerdigung gestaltet', sagte er und beschrieb das Ereignis als 'eine große britische Beerdigung, die nicht so verlaufen wird, wie es irgendjemand erwartet'.
Die Zeremonie dient dabei nicht nur als Moment der Trauer, sondern auch als dramatischer Knotenpunkt für alle Figuren. Rivalitäten, ungelöste Konflikte und persönliche Geheimnisse prallen aufeinander, ganz wie bei den gesellschaftlichen Festen früherer Folgen. 'Wir nutzen die Beerdigung dafür, alle Charaktere zusammenzubringen und ihre Geschichten weiterzuerzählen', so Treadwell-Collins.
Besonders spannend dürfte die Reaktion von Dame Enid Spink (Selina Griffiths) werden. In einer ihrer letzten Szenen deutet Monica gegenüber Lizzie (Katherine Parkinson) an, jemanden zu lieben, den sie nicht haben durfte, ein Verweis auf Enid, der aus späteren Romanen von Cooper bekannt ist.
Jilly Cooper stimmte dem Tod zu
Die Entscheidung, Monica sterben zu lassen, wurde eng mit der Romanautoren Jilly Cooper abgestimmt. Treadwell-Collins erklärte: 'Jilly sagte tatsächlich: Nein, das müssen wir tun. Sie stimmte zu, glaubte daran und unterzeichnete die Drehbücher.' Cooper war also nicht nur informiert, sondern aktiv überzeugt von der Wendung.
Auch Claire Rushbrook wurde sorgfältig einbezogen. Treadwell-Collins und Lamb luden die Schauspielerin zum Mittagessen ein, erklärten ihre Überlegungen und gaben ihr anschließend mehrere Tage Bedenkzeit. Rushbrooks Antwort war eindeutig: 'Nein, ihr müsst das tun.' Für Treadwell-Collins ist Rushbrook 'eine unserer besten Schauspielerinnen, sowohl vor als auch hinter der Kamera'.
Der Tod Monicas soll dem Ensemble mehr Gewicht verleihen. Ohne Konsequenzen, so Treadwell-Collins, würde die Serie zu einer reinen Abfolge glänzender Partys ohne emotionalen Kern, 'hauchzart und bedeutungslos' wären seine Worte.
Tony, Cameron und neue Gesichter
In der zweiten Hälfte der Staffel verändert sich Tony Baddingham deutlich. Treadwell-Collins beschreibt ihn als jemanden, der 'tiefer und dunkler' wird, eine direkte Folge seiner Mitschuld an Monicas Tod. Auch Cameron (Nafessa Williams) durchläuft laut Treadwell-Collins 'interessante Wendungen', während die Rivalitäten zwischen den Lagern weiter eskalieren.
Neu dabei ist Rachael Sterling als Araminta Pemberton, Monicas jüngere, temperamentvolle Schwester. Ihr Auftritt bei der Beerdigung dürfte für zusätzliche Spannung sorgen. Der Kampf um die TV-Sendelizenz zwischen Tonys Corinium und dem Konkurrenzteam um Declan, Rupert, Freddie (Danny Dyer) und Cameron geht in die entscheidende Runde.
Treadwell-Collins betont, dass die zweite Hälfte trotz aller Schwere den Ton der Serie bewahrt: 'Es gibt eine Traurigkeit um Monica in der zweiten Hälfte, aber das steigert nur die Rivalitäten, und wir haben dafür gesorgt, dass es weiterhin Spaß macht.'
Monicas verborgene Liebesgeschichte
Rivals nutzt den Tod Monicas auch, um eine Seite der Figur zu beleuchten, die im Buch kaum Platz hatte. In Coopers späteren Romanen taucht Monica kaum noch auf, doch es wird angedeutet, dass sie und Enid Spink ein Paar werden. Die Serie wollte diesen emotionalen Bogen bereits jetzt anspielen.
'Wir mussten zeigen, dass Monica Gefühle hatte, die sie unterdrückte', erklärte Treadwell-Collins. Die stumme Zuneigung zu Enid, gespielt von Selina Griffiths, gibt Monicas Figur eine Tiefe, die über die Buchvorlage hinausgeht. Für das Team war es wichtig, Monica als vielschichtigen Charakter zu verabschieden.
Rushbrooks Darstellung in Folge sechs gilt dem Produktionsteam als eine der stärksten schauspielerischen Leistungen der gesamten Serie. Wie sich diese Erzählfäden bei der Beerdigung verknüpfen, bleibt bis zum Start der zweiten Hälfte im November offen.
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Artikel geschrieben von:

Mia Braun ist Redakteurin bei serien.de mit Fokus auf moderne Streaming-Serien und detaillierte Episodenanalysen.
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