Warum das Finale von NCIS: Origins seit Folge 1 vorbereitet war
North und Monreal kehren für Staffel 3 von NCIS: Origins nicht zurück. Das Duo hat das Staffel-2-Finale als Abschluss ihrer Vision konzipiert, inklusive des seit Folge 1 geplanten Kusses zwischen Austin Stowell und Mariel Molino. Staffel 3 startet Herbst 2026 unter neuer Leitung bei Magenta TV, Wow und Joyn.
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Der Kuss war immer geplant
Die romantische Begegnung zwischen den Figuren von Austin Stowell und Mariel Molino war kein spontaner Einfall der Autoren. North und Monreal betonen, dass dieser Moment von Anfang an das Ziel der gesamten zweiten Staffel war: 'Wir wussten von Beginn dieser Staffel, dass wir auf diesen Kuss hinarbeiten.'
Die Showrunner wollten die Szene so schön und romantisch wie möglich gestalten, weil das Publikum seit der ersten Folge auf diesen Moment gewartet hatte. Das Ergebnis sollte dem langen Aufbau gerecht werden und den Zuschauern das ersehnte glückliche Ende liefern.
Monreal fasst die Stimmung hinter den Kulissen schlicht zusammen: 'Wir haben unser glückliches Ende bekommen. Ich wünschte nur, es hätte ewig dauern können.' Ein Satz, der auch für ihre eigene Zeit als Showrunnerin gelten dürfte.
Unscriptete Momente, die bleiben
Nicht alles im Finale war so geplant, wie es auf dem Bildschirm zu sehen ist. Austin Stowell improvisierte eine kleine, aber prägnante Geste: Als seine Figur die Mütze zurück ins Auto wirft, war das nicht im Drehbuch vorgesehen. Stowell nahm die Kappe bei jeder Probe im Auto ab, und in dieser einen Aufnahme vergaß er es schlicht und reagierte spontan.
Noch bedeutsamer ist eine Dialogzeile, die erst im allerletzten Schritt der Postproduktion hinzukam. Der Satz 'als wäre die Geschichte mit ihr nie passiert' stand weder im Skript noch in einer früheren Schnittfassung. Er wurde erst am letzten Bearbeitungstag eingefügt und veränderte die emotionale Wirkung der Szene grundlegend.
Solche Zufälle und Last-Minute-Entscheidungen zeigen, wie sehr ein Finale auch im Schnitt noch wächst und sich verändert, selbst wenn die großen Linien längst feststehen.
Randys Entführung und Caleb Footes Figur
Eine der größten Schockmomente des Finales betrifft die Figur von Caleb Foote: Randy wird am Ende der Staffel entführt. Laut North und Monreal war dieser Ausgang von Anfang an grob geplant. Man wusste, dass Randy im Laufe der Staffel tiefer in die Computerwelt eintauchen würde, und baute den Handlungsstrang gezielt auf die Entführung hin.
Besonders interessant ist dabei, dass Randys weiteres Schicksal in der Originalserie NCIS nicht festgelegt ist. Er ist eine Figur, über die der Kanon keine Auskunft gibt, was den Autoren maximale Freiheit bei der weiteren Entwicklung lässt.
Diese Offenheit ist sowohl Chance als auch Risiko: Für Staffel 3 bedeutet es, dass die neuen Showrunner Randys Geschichte in nahezu jede Richtung lenken können, ohne gegen etablierte Seriengeschichte zu verstoßen.
Gibbs in der NCIS-Jacke: ein Pilotversprechen
Einer der emotional aufgeladensten Momente des Finales ist gleichzeitig einer der am längsten geplanten: Gibbs, gespielt von Austin Stowell, zieht die NCIS-Jacke an, während das berühmte Serienthema erklingt. North und Monreal hatten diesen Moment bereits beim Schreiben des Piloten im Kopf.
Kyle Schmid, Christopher Backus, Diany Rodriguez und Tyla Abercrumbie begleiten Stowell durch eine Staffel, die laut den Showrunnern konsequent auf diesen symbolischen Abschluss zusteuerte. Die Jacke steht für Gibbs' endgültige Ankunft bei der NCIS, ein Versprechen, das die Serie von Beginn an gegeben hatte.
Miguel Gomez verkörpert mit seiner Figur Abe eine weitere zentrale Rolle im Finale. Die Showrunner erklären, dass zwar ein bestimmtes Kapitel rund um das Compound geschlossen wird, Abes Geschichte damit aber nicht zwingend endet: 'Man weiß nie, was mit Abe noch passiert.'
Staffel 3: Was bisher bekannt ist
North und Monreal geben trotz ihres Abschieds erste Einblicke in das, was Staffel 3 bringen soll. Demnach wird die neue Staffel packend, kurzweilig und dem bewährten Ton von NCIS: Origins treu bleiben. Besonders die Frage, wie es mit Gibbs und Lala weitergeht, soll eine zentrale Rolle spielen.
Staffel 3 ist für den Herbst 2026 geplant. Wer die Nachfolge von North und Monreal als Showrunner antritt, ist bislang nicht offiziell bekannt gegeben worden.
Abseits der großen Handlungsbögen verraten die scheidenden Showrunner noch eine kleine Kuriosität: Monreal wollte das Finale ursprünglich 'Wie man einen Mann in 10 Tagen loswird' nennen. Außerdem entstand die Idee für eine Episode rund um Tango und Ducky aus dem schlichten Wunsch, beiden Figuren endlich mehr Raum zu geben.
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Artikel geschrieben von:

Sarah Becker analysiert Streaming-Highlights aus den Bereichen Krimi, Drama und Mystery mit geschultem Blick für Erzählstrukturen.
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