The Pitt Staffel 3 bestätigt, Drehbuch läuft

Fans behaupteten einen Streit hinter den Kulissen, die Realität ist das Gegenteil. Moafi und Noah Wyle arbeiten so harmonisch zusammen, dass Staffel 3 bereits geschrieben wird. Die Fan-Fiction-Theorie über Rache am Set ist damit vom Tisch.
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Falsche Gerüchte über Streit am Set
Seit dem Start von Staffel 2 kursieren in sozialen Netzwerken Spekulationen, Noah Wyle und Sepideh Moafi hätten hinter den Kulissen von The Pitt einen handfesten Streit. Fans konstruierten daraus eine Fan-Fiction-Theorie: Der Handlungsbogen von Dr. Al-Hashimi sei angeblich eine Art Rache für den vermeintlichen Zwist. Moafi stellt das in einem Interview unmissverständlich richtig.
Sie erklärt: 'Absolut nicht. Ich habe diese Macht nicht. Wir sind wirklich gute Kollegen. Noah und ich hatten immer eine gute Arbeitsbeziehung, weshalb es sich sicher angefühlt hat, in Episode 15 die dunklere, schmutzigere Arbeit zu machen. Zwischen den Einstellungen haben wir herumgealbert und gelacht. Also ist es vollständig falsch, dass es eine persönliche Feindschaft oder Rivalität zwischen uns gibt, zumindest nicht, soweit ich weiß.'
Toxische Fan-Gemeinschaften neigen dazu, unbegründete Gerüchte als Erklärung für Handlungsentscheidungen zu nutzen. Im Fall von The Pitt war die Realität am Set offenbar eine ganz andere: Moafi beschreibt die Zusammenarbeit mit Wyle als produktiv und vertrauensvoll.
Staffel 3 bestätigt, Details offen
Dr. Al-Hashimi kehrt zurück. Moafi bestätigt ihre Teilnahme an Staffel 3 von The Pitt, die sich aktuell in der Drehbuchphase befindet und noch in diesem Sommer vor der Kamera starten soll. Wie groß ihre Rolle ausfallen wird, ist allerdings noch nicht festgelegt.
Sie sagt dazu: 'Im Moment bin ich dabei. Ich bin mir nicht sicher, in welchem Umfang. Ich bin positiv, denke ich? Mir ist noch nichts klar darüber, was mit der Geschichte passiert, wie viele Episoden, das alles, aber ich komme zurück.'
Diese Unsicherheit ist bei laufenden Produktionen nicht ungewöhnlich. Showrunner entwickeln Handlungsbögen oft parallel zu den Dreharbeiten weiter, sodass selbst Hauptdarsteller ihren genauen Einsatz erst spät erfahren.
Emmy-Geschichte liegt in Reichweite
The Pitt gehört zu den erfolgreichsten Serien des vergangenen Jahres. Staffel 1 gewann fünf Emmy Awards, darunter die Auszeichnung als beste Dramaserie. Noah Wyle wurde als bester Hauptdarsteller geehrt, Katherine LaNasa als beste Nebendarstellerin, Shawn Hatosy als bester Gastdarsteller, dazu kam eine Auszeichnung für das Casting.
Sollte Staffel 2 ebenfalls die Auszeichnung als beste Dramaserie gewinnen, wäre The Pitt erst die fünfte Serie überhaupt, der das in den ersten beiden Staffeln gelingt. Die einzigen Serien, die das bisher schafften, sind Hill Street Blues, Picket Fences, The West Wing und Mad Men.
Für Moafi persönlich steht noch mehr auf dem Spiel. Eine Nominierung in der Kategorie beste Nebendarstellerin würde sie zur ersten persischen Schauspielerin und zur ersten Darstellerin aus dem Nahen Osten machen, die in dieser Emmy-Kategorie anerkannt wird.
Sichtbarkeit als politisches Statement
Moafi wurde in einem Flüchtlingslager in Westdeutschland geboren, nachdem ihre Eltern nach der Islamischen Revolution aus dem Iran geflohen waren. Als Kind immigrierte sie in die USA. Diese Biografie prägt ihr Verständnis von Sichtbarkeit und Repräsentation grundlegend.
Sie zitiert die Schriftstellerin Toni Morrison: 'Das ist kein Griff-in-die-Bonbontüte-Spiel. Es geht nicht darum, wie großartig ich bin. Für mich geht es darum zu zeigen, was die nächste Generation kann. Mädchen im Iran zu zeigen, Mädchen in Afghanistan, Mädchen in den USA: Wir sind sichtbar, wir sind hier, wir sind unaufhaltbar, und wir sind verdammt gut.'
Sie ergänzt, was amerikanische Identität für sie bedeutet: 'Wir wollen die Sichtbarkeit, dass wir existieren, dass wir hier sind, dass wir die DNA der Vereinigten Staaten sind. Was es bedeutet, Amerikanerin zu sein, sieht aus wie ich, und wie du, und es ist kein Monolith.' Angesichts des anhaltenden Krieges im Iran beschreibt sie das Gefühl, in einer solchen Karrierephase zu stehen, als etwas, das der Überlebensschuld nahekommt.
Handlungsbogen und nächstes Filmprojekt
In Staffel 2 von The Pitt erhält Dr. Al-Hashimi einen vielschichtigen Handlungsbogen: Es stellt sich heraus, dass sie seit ihrer Kindheit an einer chronischen Anfallserkrankung leidet, den sogenannten fokalen Bewusstseinsstörungsanfällen, die sie nach einer viralen Meningitis im Alter von fünf Jahren entwickelte. Im Staffelfinale vertraut sie Dr. Robby, gespielt von Wyle, ihre Krankengeschichte an.
Moafi kämpfte nach eigener Aussage für diesen Handlungsstrang. Sie erklärt: 'Menschen mit Behinderungen, Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen, sind nicht entbehrlich. Sie sind nicht verdammt nochmal entbehrlich, und die Idee, du hast das getan, also bist du jetzt weg, ist empörend und grausam.'
Abseits der Serie steht Moafi vor einem weiteren bedeutenden Projekt. Sie dreht neben Shahab Hosseini, bekannt aus dem Film 'Nader und Simin', in dem persischsprachigen iranischen Film 'Wild Berries'. Das Drehbuch stammt von Soudabeh Moradian, die auch Regie führt, und basiert auf einem Theaterstück der Autorin Naghmeh Samini. Moafi, die ursprünglich Opernsängerin werden wollte, sieht den Film als Herzensangelegenheit: 'Es ist ein iranischer Film mit einer iranischen Filmemacherin.'
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Artikel geschrieben von:

Nina Wolf ist Redakteurin bei serien.de mit Fokus auf Sci-Fi, Fantasy und Mystery-Formate und langjähriger Streaming-Erfahrung.
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