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Sweet Girl: Netflix Film Review + Trailer

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Sweet Girl Trailer

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Im neuen Netflix Film Sweet Girl schwört ein Mann schwört die Verantwortlichen für den Tod seiner Frau zur Rechenschaft zu ziehen und gleichzeitig die einzige Familie zu schützen, die er noch hat – seine Tochter.

Worum geht es in Sweet Girl?

Ray Cooper, gespielt von Jason Momoa, ist ein engagierter und ehrlicher Familienvater. Die “Sweet Girl” Eröffnungssequenz zeigt uns eine dreiköpfige Familie bei einem Urlaub in der Wildnis, und die Liebe zwischen ihnen ist deutlich sichtbar.

Bis die Traurigkeit einsetzt. Ein paar Jahre später wird bei Rays Frau Adria Arjona erneut Krebs diagnostiziert. Diesmal scheint der Krebs tödlich zu sein, und die Ärzte setzen auf ein neues, billiges und äußerst wirksames Medikament.

Doch diesmal stehen die Sterne nicht gut für die Familie Cooper. Simon Keeley (Justin Bartha), der Geschäftsführer von Biopharma – dem Pharmaunternehmen, das ein spezielles Medikament entwickelt hat – stellt die Produktion auf unbestimmte Zeit ein.

Ray, der offensichtlich auf diesen Spielraum angewiesen war, um das Leben seiner Frau zu retten, ist empört. So sehr das er Keeley live im Fernsehen anruft, ihn dafür verantwortlich macht und ihm droht ihn zu jagen und zu töten.

Bedauerlicherweise stirbt seine Frau und er ist auf sich selbst und seine reife, junge Tochter Rachel (Isabela Merced) angewiesen. Die beiden versuchen, ihr zerrüttetes Leben wieder in den Griff zu bekommen, aber Ray ist nicht in der Lage weiterzumachen.

Die Tatsache das er keine Gerechtigkeit für den Tod seiner Frau bekommen hat, hat ihn daran gehindert richtig zu trauern. Die Monate vergehen als Ray plötzlich einen Anruf von einem Journalisten erhält, der versucht die Wahrheit hinter den Vorgängen bei dem Pharmaunternehmen und einigen reichen Staatsbürgern herauszufinden.

Während Ray herausfindet was wirklich passiert ist, führt ein weiteres Missgeschick zum Tod des Journalisten. Der angeheuerte Auftragskiller Amos Santos (Manuel Garcia-Rulfo) verwundet Ray und Rachel ebenfalls tödlich im Kreuzfeuer.

Das macht Ray noch wütender, und sein Leben gerät völlig aus den Fugen während er zwei Jahre seines Lebens damit verbringt die Ursache für all die Probleme in seinem Leben zu finden.

Der Rest des Films folgt Ray und Rachel auf der Flucht vor den FBI-Agenten und den Schatten des Auftragskillers die sich ihnen in den Weg stellen um eine Art Erlösung zu finden.

Der Rest des Films spielt sich im Rahmen einer typischen Geschichte über einen Flüchtigen auf der Flucht ab, dicht gefolgt von einem der FBI-Agenten, gespielt von Lex Scott Davis, der versucht, Rachel zu helfen, ihre Tragödie zu verarbeiten.

Sweet Girl Review

Was die Notwendigkeit des Films angeht, die in seinem Universum vorherrschenden Probleme anzusprechen, so entfernt sich Sweet Girl weit davon. In der Verlockung, ein Thriller zu sein, der das Publikum fesselt, benutzt der Film den politischen Kontext und die Verschwörung, die ihn vorantreibt, als bloße Handlungspunkte.

Er nimmt sich weder die Zeit, die beiden Hauptfiguren besser zu verstehen, noch hat er ein Gefühl dafür, wie Trauma und Trauer eigentlich funktionieren. Ich meine, ich verstehe, dass es für manche Menschen anders ist und dass Gewalt ein Ventil für diese Emotionen sein kann, aber die Idee des Films, diese beiden Menschen in so viele Querschüsse wie möglich zu verwickeln, um dieser Geschichte eine glatte Kante zu geben, ist wirklich faul.

Daran ist zwar nichts auszusetzen, aber das Fehlen eines richtigen Handlungsverlaufs behindert den schweren Subtext des Films. In gewisser Weise glorifiziert der Film die Entscheidung seines Protagonisten, Rache zu nehmen, ohne ihn dafür verantwortlich zu machen. Er spricht ihn auch fast davon frei. Dank der Sequenz im zweiten Akt, in der Ray und Rachel sich mit Amos Santos in einem Diner treffen, wird dieser eklatante Fehltritt jedoch deutlich abgemildert.

Andererseits bringt der Film eine wirklich unoriginelle Wendung ins Spiel, die den Film im dritten Akt entgleisen lässt. Für eine solche Wendung braucht es eine Menge Vorarbeit, aber Regisseur Brian Andrew Mendoza versagt in diesem Zusammenhang kläglich. Sweet Girl hat drei anerkannte Drehbuchautoren, was der Grund dafür sein könnte, dass es in den intimeren Momenten des Films keinen Zusammenhalt gibt.

Ein großer Teil des dritten Akts lastet auch auf den Schultern von Isabela Merced. Die junge Schauspielerin gibt ihr Bestes, aber das Fehlen einer angemessenen Anleitung aus der Perspektive des Drehbuchautors führt dazu, dass ihre Figur eine seltsame Mischung aus gegensätzlichen Persönlichkeitsmerkmalen aufweist. Sie ist nicht in der Lage, diese wackelige Persönlichkeit auszubalancieren, und der Film geht darin einfach unter.

Brian Andrew Mendoza hat schon häufig mit Jason Momoa zusammengearbeitet, erst kürzlich hat das Duo die Netflix-Serie Frontier fertiggestellt. Es zeigt sich, dass die beiden ein gutes Verhältnis zueinander haben, denn Mendoza schafft es, Mamoa eine bewegende Darstellung zu entlocken. Als Ehemann und Vater, der wütend auf das Establishment ist und gleichzeitig versucht, die Trauer, die ihn umgibt, zu verstehen, ist Mamoas Rolle als Ray Cooper glaubhaft. Ein großes Lob geht auch an Manuel Garcia-Rulfo in der Rolle des Söldners. Er liefert eine bedrohliche Vorstellung ab.

Ein Lob gebührt auch der erstaunlichen Stuntarbeit hier. Besonders gut hat mir gefallen das Mendoza mehr auf den Nahkampf setzt statt Kugeln fliegen zu lassen. Die Actionsequenzen die den größten Teil des Films ausmachen, sind gut choreografiert und intensiv.

Leider funktioniert nicht viel in Sweet Girl, und das ist traurig, weil Mendoza behauptet das er von No Country for Old Men und Fight Club inspiriert wurde. Während man hier eindeutig Teile dieser beiden großartigen Filme sehen kann, wird Mendozas Arbeit sofort vergessen.

1.5 von 5 möglichen Punkten.

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