MobLand-Schöpfer verlässt Paramount: Wende für Fans

·24.04.2026·4 Min
Bild: Paramount+ · TMDB

Wer MobLand liebt, muss jetzt umdenken. Der Mann hinter der Serie, Jez Butterworth, verlässt Paramount nach Vertragsende und startet 2027 bei Universal neu. Staffel 2 kommt noch wie geplant, aber die Zukunft des MobLand-Universums hängt an einem neuen Deal.

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Fünfjahresvertrag mit Universal ab 2027

Jez Butterworth schließt einen umfassenden Fünfjahresvertrag mit Universal Entertainment ab, der TV, Streaming und Film abdeckt. Der Vertrag tritt im Januar 2027 in Kraft, sobald seine laufende Vereinbarung mit Paramount zum Jahresende 2026 ausläuft. Universal-Präsident Peter Cramer und Pearlena Igbokwe gehören zu den treibenden Kräften hinter dem Deal.

Butterworth selbst zeigte sich begeistert über den Wechsel: Er freue sich außerordentlich, Donna und dem Team bei Universal beizutreten, und fühle sich glücklich, seine Partnerschaft mit 101 Studios und Chris McCarthy fortsetzen zu können, während er dieses neue Kapitel aufschlage. Die Aussicht, im gesamten Universal-Ökosystem tätig zu sein, biete vielfältige Möglichkeiten, einen dauerhaften Eindruck zu hinterlassen.

Universal betonte, Butterworths Erzählstimme sei überraschend, intensiv und zutiefst menschlich, egal ob auf der Bühne oder auf dem Bildschirm. Die Zusammenarbeit soll Butterworth mehrere Einstiegspunkte bieten, um seine Handschrift im Studio dauerhaft zu verankern.

MobLand: Rekordstart auf Paramount+

MobLand debütierte im März 2025 auf Paramount+ und erzielte mit 2,2 Millionen Zuschauern für die erste Folge den bis dahin größten globalen Serienstart in der Geschichte des Streamers. Die Serie mit Tom Hardy und Pierce Brosnan in den Hauptrollen entwickelte sich schnell zum Aushängeschild der Plattform.

Produziert wird MobLand von 101 Studios und Jez Butterworth gemeinsam. 101 Studios hatte bereits im November 2025 einen eigenen Deal mit Universal bekanntgegeben, der bereits 2026 in Kraft trat. Chris McCarthy, ehemaliger Co-Chef von Paramount, besitzt ebenfalls einen Produzentenvertrag mit Universal, der ebenfalls seit 2026 gilt.

Staffel 2 von MobLand befindet sich in der Entwicklung. Da Butterworths Wechsel erst ab Januar 2027 vollzogen wird, läuft die laufende Produktion noch unter den bisherigen Vertragsbedingungen mit Paramount.

Butterworths Karriere: Bühne und Leinwand

Jez Butterworth zählt zu den bedeutendsten Dramatikern seiner Generation. Sein Debütstück Mojo gewann sieben wichtige Auszeichnungen, darunter den Olivier Award für die beste Komödie. Mit The Ferryman folgte ein weiterer Triumph: Das Stück erhielt neun Tony-Nominierungen und gewann vier Preise, darunter den für das beste Theaterstück.

Neben seinen Bühnenerfolgen erhielt Butterworth 2007 den E.M. Forster Award und wurde 2019 zum Fellow der Royal Society of Literature ernannt. Diese Auszeichnungen unterstreichen seinen Rang als Ausnahmekünstler, der literarische Tiefe mit populärer Wirkung verbindet.

Im Fernsehen arbeitete Butterworth zuletzt eng mit Regisseur Sam Mendes sowie den Autoren Jack Thorne und Peter Straughan zusammen, die ebenfalls zur Spitze des britischen Erzählhandwerks gehören. Sein Wechsel zu Universal signalisiert, dass er seine Ambitionen nun auf eine noch breitere Leinwand ausdehnen will.

Universal bündelt Kreativtalente strategisch

Mit Butterworth setzt Universal seine Strategie fort, hochkarätige Kreative langfristig zu binden. Chris McCarthy, der frühere Paramount-Co-Chef, hat bereits einen Produzentenvertrag mit Universal und begleitet dort unter anderem den neuen Film- und TV-Pakt mit Taylor Sheridan. Der TV-Anteil dieses Abkommens geht ab 2029 an NBCUniversal über.

Die Verpflichtung von Butterworth, McCarthy und 101 Studios zeigt, dass Universal gezielt auf Talente setzt, die gemeinsam bereits erfolgreiche Projekte realisiert haben. Die Synergie zwischen diesen Partnern soll dem Studio helfen, in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Streaming-Markt zu punkten.

Pearlena Igbokwe und Peter Cramer betonten, dass Butterworths Vielseitigkeit als Schöpfer, der sowohl für die Bühne als auch für den Bildschirm schreibt, ihn zu einem idealen Partner für das gesamte Universal-Ökosystem mache. Mehrere Projekte sollen gleichzeitig in verschiedenen Formaten entwickelt werden.

Ausblick: Was kommt nach MobLand?

Konkrete neue Projekte unter dem Universal-Dach hat Butterworth bislang nicht angekündigt. Da der Vertrag erst im Januar 2027 beginnt, dürfte die erste gemeinsame Entwicklungsphase frühestens im Laufe des Jahres 2027 sichtbare Früchte tragen.

Butterworth wird von der Agentur CAA sowie der Anwaltskanzlei Jackoway Austen Tyerman Wertheimer Mandelbaum Morris Bernstein Trattner Auerbach Hynick Jaime LeVine Sample und Klein vertreten. Beide Seiten begleiten die Vertragsverhandlungen und die künftige Projektentwicklung.

Für MobLand-Fans bleibt Staffel 2 das nächste große Ereignis. Ob und wie sich der Wechsel von Butterworth zu Universal langfristig auf die Serie auswirkt, hängt von den noch laufenden Gesprächen zwischen Paramount+ und den Produzenten ab. Ein konkretes Startdatum für Staffel 2 steht noch aus.

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Quelle: Paramount+Zuletzt aktualisiert: 24.04.2026, 18:32 Uhr

Artikel geschrieben von:

Lena Bergmann
Autor
Lena Bergmann
Sci-Fi & FantasyMystery-SerienStreaming-Analyse

Lena Bergmann ist Serienredakteurin mit Schwerpunkt auf Sci-Fi- und Fantasy-Formate wie The Witcher und Wednesday.

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