Megan Stalter und Hacks: Was nach dem Finale noch möglich ist

·05.06.2026, 18:16 Uhr·4 Min
Megan Stalter und Hacks: Was nach dem Finale noch möglich ist
Bild: HBO Max · TMDB

Jimmy und Kayla bekommen keine eigene Serie: Das ist endgültig. Die Hacks-Macher Paul W. Downs, Lucia Aniello und Jen Statsky schlossen einen Spin-off gegenüber Deadline aus. HBO produziert grundsätzlich keine Ableger, und daran wird sich so schnell nichts ändern.

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Kein Spin-off: HBO macht es unmöglich

Fans hatten gehofft, dass Jimmy (Paul W. Downs) (Paul W. Downs) und Kayla (Megan Stalter) (Megan Stalter) nach dem Serienfinale eine eigene Geschichte bekommen. Downs, Aniello und Statsky erteilten dieser Hoffnung jedoch eine klare Absage: Der Streamer produziere grundsätzlich keine Ableger seiner Serien.

Downs erklärte gegenüber Deadline: 'Abgesehen von etwas wie House of the Dragon, das ein völlig andenes Universum mit anderen Figuren ist, machen sie bei HBO keine Spin-offs. Wenn sich dieses Paradigma ändern würde, würden wir absolut gerne wieder mit diesen Menschen arbeiten.' Vorerst sei das aber keine realistische Option.

Aniello fügte hinzu, dass ihr persönlich ein Broad-City-Film wahrscheinlicher erscheine als ein Hacks-Film. Das Trio hatte zuvor gemeinsam für die Comedy-Central-Serie geschrieben, die von 2014 bis 2019 in fünf Staffeln lief, wobei Downs die Rolle des Soulstice-Trainers Trey Pucker übernahm.

DVD-Box soll Serie retten

Mitten in einer Zeit, in der Streaming-Konzerne Inhalte zunehmend still und leise aus ihren Bibliotheken entfernen, planen die Hacks-Macher einen konkreten Gegenzug: eine DVD-Box der kompletten Serie, inklusive gelöschter Szenen und weiterer Extras.

Aniello begründete den Schritt mit einer beunruhigenden Realität: Wenn Unternehmen fusionieren oder Entscheider wechseln, verschwinden Serien und Filme einfach aus dem Angebot. 'Wir wollen sicherstellen, dass die Serie so lange existiert, wie es DVD-Player gibt', sagte sie. Das Projekt sei noch in der Planungsphase, die Macher seien aber entschlossen, es umzusetzen.

Die Idee hat durchaus Symbolcharakter: In der letzten Staffel veröffentlichte Deborah (Jean Smart) (Jean Smart) ihr Special ebenfalls auf DVD, ein Verweis auf genau jene Kontrollsehnsucht, die die Figur antreibt.

Hollywood-Dystopie: Fiktion trifft Realität

Die fünfte und letzte Staffel von Hacks behandelte unter anderem, wie Talkshow-Moderatorin Deborah zum Schweigen gebracht wird, nachdem sie ihren Posten lieber aufgibt als sich zensieren zu lassen. Was damals wie Fiktion wirkte, hat inzwischen reale Entsprechungen: Die Late-Night-Shows von Stephen Colbert und Jimmy Kimmel gerieten zuletzt unter öffentlichen Druck.

Downs zeigte sich erschüttert über die Entwicklung: 'Es ist wahnsinnig, dass das alles gleichzeitig mit der Entstehung der Serie eskaliert ist, weil es immer schlimmer wurde. Der Angriff auf die Redefreiheit, auf den Journalismus, auf Komiker besonders, ist wirklich beängstigend. Es ist nur noch düsterer geworden.' Die Macher hätten die Zustände nicht vorhergesagt, sondern lediglich beschrieben, was sie bereits brodeln sahen.

Statsky ergänzte, dass die Reaktionen auf die KI-Episode 'QuikScribbl', in der Hannah Einbinders Figur Ava (Hannah Einbinder) eine flammende Rede gegen die vermeintliche Unausweichlichkeit von KI hält, gezeigt hätten, wie weit das Thema über die Kreativbranche hinausgeht. Menschen aus allen Berufsfeldern hätten sich in der Botschaft wiedererkannt: dass Technologie nicht einfach akzeptiert werden müsse, nur weil Profiteure sie für unvermeidlich erklären.

Jean Smart und das berühmte Lacher-Versagen

Das Serienfinale brachte auch einen seltenen Moment ans Licht: Jean Smart, bekannt für ihre disziplinierte Theaterschule-Ausbildung und ihre Fähigkeit, selbst in absurden Szenen die Fassung zu bewahren, verlor beim Dreh vollständig die Contenance.

Downs schilderte die Szene: Smart konnte den Satz 'Wage es nicht, A-S-S zu buchstabieren, nachdem du gesagt hast, ich esse es' schlichtweg nicht fehlerfrei durchsprechen. Laut Downs war es das häufigste Lacher-Versagen, das Smart je am Set hatte.

Gedreht wurde die betreffende Finalszene größtenteils an einem einzigen Drehort, was für eine Serie wie Hacks ungewöhnlich ist. Cherry Jones und Leslie Bibb übernahmen dabei Gastrollen, die die Macher nach eigener Aussage von Anfang an für diese Teile vorgesehen hatten.

Crossover-Idee und offene Universum-Fragen

Schauspieler Dan Bucatinsky, bekannt aus der HBO-Serie The Comeback, hatte den Hacks-Machern eine Crossover-Idee unterbreitet: Valerie Cherish, gespielt von Lisa Kudrow, sollte in Deborahs Talkshow auftreten. Die Idee kam allerdings zu spät. 'Der Pitch kam ein bisschen zu spät, wir drehten bereits', so Downs.

Die Idee warf zudem eine knifflige Kontinuitätsfrage auf: Ava hat in der Serie Friends erwähnt. Wenn Friends in diesem Universum existiert, wer spielt dann Phoebe? Statsky fasste es trocken zusammen: 'Es war zu mächtig, dorthin zu gehen.' Ein Crossover hätte das Serienuniversum in sich selbst zusammenbrechen lassen können.

Zur Broad-City-Crew halten die Macher weiterhin engen Kontakt. Aniello ließ durchblicken, dass ein Broad-City-Film in ihren Augen realistischer sei als ein Hacks-Ableger. Ilana Glazer war zuletzt beinahe bei Downs zu Besuch gewesen, hatte die geplante Übernachtung aber kurzfristig abgesagt.

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Quelle: HBO MaxZuletzt aktualisiert: 05.06.2026, 18:16 Uhr

Artikel geschrieben von:

Laura Klein
Autor
Laura Klein
Sci-Fi & FantasyMysteryKomödien-Serien

Laura Klein ist spezialisiert auf Sci-Fi, Fantasy und Mystery-Serien mit geschultem Blick für Erzähltempo und Figurenentwicklung.

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