Matthew Perrys Assistent verurteilt: Er spritzte die tödliche Ketamin-Dosis

Der Mann, dem Perry am meisten vertraute, brachte ihn um. Iwamasa war nicht nur Assistent, er war Perrys engster Begleiter seit 1992 und der letzte Mensch, mit dem der Schauspieler sprach. Für Fans bedeutet das Urteil einen bitteren Abschluss einer Geschichte über Sucht, Vertrauen und Verrat.
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Urteil gegen Iwamasa: Haft und Geldstrafe
Richterin Sherilyn Peace Garnett vom US-Bundesbezirksgericht verurteilte Ken Iwamasa am 28. Mai 2026 zu einer Freiheitsstrafe von fast dreieinhalb Jahren sowie einer Geldstrafe von rund 9.200 Euro. Iwamasa war der persönliche Live-in-Assistent von Matthew Perry und hatte dem Schauspieler am Tag seines Todes drei Ketamin-Injektionen verabreicht.
Garnett hielt in ihrer Urteilsbegründung fest: 'Es gibt keine eindeutigen Beweise, dass Sie mit böswilliger Absicht gehandelt haben, obwohl manche das anders sehen würden.' Gleichzeitig betonte sie: 'Ihr Verhalten war leichtsinnig, nicht nur am Tag seines Todes, sondern auch in den Tagen davor.'
Iwamasa kannte Perry seit 1992 und arbeitete seit 2022 als sein bezahlter Assistent für ein Jahresgehalt von umgerechnet rund 138.000 Euro. Er war im August 2024 der erste der fünf Angeklagten, der mit den Bundesbehörden einen Vergleich schloss.
Perrys letzte Worte vor dem Tod
Matthew Perry wurde am 28. Oktober 2023 leblos in seinem Whirlpool im Garten seines Anwesens in Pacific Palisades gefunden. Iwamasa hatte zuvor den Notruf gerufen, nachdem er Perry bewusstlos vorgefunden hatte.
Dokumente aus den Ermittlungen belegen, dass Perrys letzte Worte an Iwamasa gerichtet waren. Der Schauspieler bat ihn, 'ihm eine große Dosis zu spritzen', bevor er in den Whirlpool stieg. Wenig später wurde er darin tot aufgefunden, mit dem Gesicht nach unten.
Perry litt seit Jahren an einer schweren Suchterkrankung. Iwamasa war die letzte Person, mit der der 54-Jährige gesprochen hatte, und damit auch derjenige, der unmittelbar für die tödlichen Injektionen verantwortlich war.
Das Netzwerk hinter dem Ketamin
Iwamasa ist der fünfte und letzte Verurteilte in dem Fall. Im April 2026 erhielt Jasveen Sangha, in US-Medien als 'Ketamine Queen' bezeichnet, eine Haftstrafe von 15 Jahren. Sangha hatte einen Großteil der Drogen geliefert, die Perry das Leben kosteten.
Laut Angaben des US-Justizministeriums aus dem August 2025 verkauften Sangha und der Bel-Air-Behandlungszentrum-Direktor Eric Fleming im Oktober 2023 insgesamt 51 Fläschchen Ketamin an Perry. Diese wurden Iwamasa übergeben, der sie dem Schauspieler verabreichte.
Neben Sangha und Fleming wurden auch zwei Ärzte zu Haftstrafen verurteilt. Alle fünf Angeklagten waren Teil einer lukrativen und illegalen Versorgungskette, die Perry über einen längeren Zeitraum mit dem Betäubungsmittel belieferte.
Iwamasa: Freund, Assistent, Angeklagter
Die enge persönliche Bindung zwischen Iwamasa und Perry spielte im Prozess eine zentrale Rolle. Richterin Garnett verwies ausdrücklich auf Iwanasas genaue Kenntnis von Perrys Drogen- und Alkoholproblemen als erschwerenden Umstand.
Trotz dieser langjährigen Freundschaft und seines Wissens um Perrys Suchtgeschichte verabreichte Iwamasa dem Schauspieler die fatalen Dosen. Sein frühzeitiges Schuldbekenntnis im August 2024 wurde vom Gericht strafmildernd berücksichtigt.
Der Fall wirft grundsätzliche Fragen über die Verantwortung von Betreuungspersonen im Umfeld suchtkranker Prominenter auf. Iwamasa wird als warnendes Beispiel dafür gelten, wie eng Fürsorge und Mitschuld beieinanderliegen können.
Abschluss eines langen Verfahrens
Mit der Verurteilung von Iwamasa endet ein fast dreijähriges Strafverfahren, das den Tod eines der bekanntesten Schauspieler seiner Generation aufgearbeitet hat. Matthew Perry wurde durch seine Rolle als Chandler Bing (Matthew Perry) in der Kultserie Friends weltberühmt.
Die Serie ist in Deutschland über den Streamingdienst HBO Max abrufbar und zählt bis heute zu den meistgesehenen Sitcoms überhaupt. Perrys Tod hatte weltweit Bestürzung ausgelöst und den öffentlichen Diskurs über Suchterkrankungen im Showbusiness neu entfacht.
Alle fünf Verurteilten haben inzwischen ihre Strafen erhalten. Der Fall gilt als abgeschlossen, auch wenn die Frage, ob das gesamte Ausmaß der Verantwortung juristisch vollständig erfasst wurde, in der Öffentlichkeit weiter diskutiert wird.
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Verrat bis zuletzt: Was Matthew Perrys Mutter nun öffentlich sagt
Der Mann, dem Perry am meisten vertraute, tötete ihn. Kenneth Iwamasa, sein persönlicher Assistent, injizierte dem 54-Jährigen laut Justizministerium wiederholt Ketamin ohne medizinische Ausbildung. Dass ausgerechnet diese Nähe zur Todesursache wurde, macht die Aussagen von Perrys Mutter Suzanne Morrison so erschütternd.

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Artikel geschrieben von:

Julia Fischer analysiert Serien mit besonderem Fokus auf erzählerische Details, Charakterentwicklung und Genre-Mix.
Alle Artikel von JuliaJulia hat einen weiteren Artikel zur selben Serie verfasst.