Verrat bis zuletzt: Was Matthew Perrys Mutter nun öffentlich sagt

Der Mann, dem Perry am meisten vertraute, tötete ihn. Kenneth Iwamasa, sein persönlicher Assistent, injizierte dem 54-Jährigen laut Justizministerium wiederholt Ketamin ohne medizinische Ausbildung. Dass ausgerechnet diese Nähe zur Todesursache wurde, macht die Aussagen von Perrys Mutter Suzanne Morrison so erschütternd.
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Mutter erhebt erschütternde Vorwürfe
Suzanne Morrison wandte sich mit eindringlichen Worten an die Öffentlichkeit. Sie beschrieb, wie sie und ihr Sohn einem Mann vertrauten, der dieses Vertrauen auf das Grausamste missbrauchte. Statt Matthew Perry zu schützen, half Iwamasa beim illegalen Drogenkonsum, organisierte Nachschub und injizierte ihm die Substanzen eigenhändig.
Morrison sagte wörtlich: 'Wir vertrauten einem Mann ohne Gewissen, und mein Sohn zahlte den Preis.' Ihre Worte machen deutlich, wie tief der Verrat sitzt. Iwamasa war nicht irgendein Unbekannter, sondern eine Person, der Perry im Alltag nahestand und der eine Schutzfunktion hätte übernehmen sollen.
Die Mutter betonte, dass die Gefahr für jeden sichtbar gewesen wäre. Iwamasa habe die Injektionen immer wieder vorgenommen, obwohl er keinerlei medizinische Ausbildung besaß und obwohl das Risiko offenkundig war.
Schuldig: Verschwörung mit tödlichem Ausgang
Kenneth Iwamasa bekannte sich schuldig in einem Anklagepunkt: Verschwörung zur Verbreitung von Ketamin mit Todesfolge. Das US-Justizministerium dokumentierte, dass er Perry wiederholt ohne medizinische Qualifikation Ketamin injizierte, darunter mehrfach am Tag des Todes des Schauspielers.
Die Anklage wurde im August 2024 öffentlich gemacht. Die Ermittlungen hatten ergeben, dass Iwamasa auch an der Beschaffung der Droge beteiligt war und verschiedene Lieferquellen organisierte. Sein Verhalten wird in den Dokumenten als vorsätzlich und gefährlich beschrieben.
Die Verurteilung Iwamsas ist für den 27. Mai 2026 angesetzt. Damit rückt ein weiterer Schritt in der juristischen Aufarbeitung des Todes von Matthew Perry näher.
Chandler Bing: Ein Abschied, der nachwirkt
Matthew Perry starb am 28. Oktober 2023 in seiner Badewanne in Los Angeles. Er wurde 54 Jahre alt. Die Todesursache war offiziell die akute Wirkung von Ketamin, kombiniert mit weiteren Faktoren. Die Nachricht traf Millionen Fans weltweit, die ihn als Chandler Bing aus der Kultserie Friends kannten und liebten.
Friends lief von 1994 bis 2004 über zehn Staffeln und gehört bis heute zu den meistgesehenen Serien überhaupt. Die Serie ist bei HBO Max verfügbar. Perry spielte an der Seite von Jennifer Aniston, Courteney Cox, Lisa Kudrow, David Schwimmer und Matt LeBlanc, mit denen ihn eine jahrzehntelange Freundschaft verband.
Die verbliebenen Hauptdarsteller Jennifer Aniston, Courteney Cox, Lisa Kudrow, David Schwimmer und Matt LeBlanc hatten sich nach Perrys Tod in bewegenden Statements geäußert und ihre Trauer über den Verlust ihres langjährigen Kollegen und Freundes öffentlich gemacht.
Ketamin: Eine Droge mit tödlichem Potenzial
Ketamin wird medizinisch als Narkosemittel eingesetzt und hat in den vergangenen Jahren auch in der psychiatrischen Behandlung, etwa bei therapieresistenten Depressionen, Beachtung gefunden. Außerhalb medizinischer Kontrolle kann die Substanz jedoch lebensgefährlich sein, insbesondere bei hohen Dosen oder in Kombination mit anderen Stoffen.
Im Fall Matthew Perry wurde laut Ermittlungen eine Menge injiziert, die weit über das medizinisch vertretbare Maß hinausging. Die fehlende Fachkenntnis Iwamsas machte die Situation noch gefährlicher, da keinerlei Notfallmaßnahmen eingeleitet wurden.
Das Verfahren gegen Iwamasa ist Teil eines größeren Ermittlungskomplexes rund um Perrys Tod, in den mehrere Personen verwickelt waren, darunter auch Ärzte und weitere Beteiligte an der Beschaffung der Droge.
Verurteilung steht kurz bevor
Am 27. Mai 2026 wird Kenneth Iwamasa vor Gericht verurteilt. Durch sein Schuldbekenntnis entfällt ein langwieriger Prozess, doch das Strafmaß steht noch aus. Für Suzanne Morrison und die Familie Matthew Perrys dürfte der Termin ein weiterer schmerzhafter Moment in der Aufarbeitung des Verlusts sein.
Suzanne Morrison hat mit ihrem öffentlichen Statement klargemacht, dass sie die Verantwortung klar benennt. Ihr Sohn habe einem Menschen vertraut, der diese Verantwortung nicht nur ignorierte, sondern aktiv zu seinem Tod beitrug. Diese Worte dürften auch im Gerichtssaal Gewicht haben.
Das Verfahren erinnert erneut daran, wie verletzlich Menschen des öffentlichen Lebens sein können, wenn sie auf ihr direktes Umfeld angewiesen sind. Matthew Perrys Erbe lebt in seinen Rollen weiter, doch sein Tod wirft bis heute Fragen über Verantwortung, Fürsorge und Vertrauen auf.
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Artikel geschrieben von:

Nina Wolf ist Redakteurin bei serien.de mit Fokus auf Sci-Fi, Fantasy und Mystery-Formate und langjähriger Streaming-Erfahrung.
Alle Artikel von NinaNina hat einen weiteren Artikel zur selben Serie verfasst.