M.I.A. debütiert im Frühjahr 2026, alle Folgen auf einmal
NBC sendet einen Peacock-Piloten zur Primetime: Das passiert selten. M.I.A. startet am 7. Mai 2026 vollständig auf Peacock, bevor der erste Fall am 14. Mai auch im Free-TV läuft. Dass eine Streaming-Serie so gezielt ins Broadcast-TV verlängert wird, zeigt den Druck auf Reichweite.
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Etta sucht Rache in Florida
M.I.A. erzählt die Geschichte von Etta, gespielt von Shannon Gisela, die als einziges Mitglied ihrer Familie noch am Leben ist. Getrieben von Schmerz und dem Willen zur Vergeltung taucht sie tief in Floridas dunkle Unterwelt ein, wo Gewalt und Verrat an jeder Ecke lauern.
An ihrer Seite steht Lovely, verkörpert von Brittany Adebumola, bekannt aus The Other Black Girl. Dylan Jackson, der aus Godfather of Harlem vertraut ist, übernimmt die Rolle von Stanley. Gemeinsam bilden die drei Figuren das Zentrum einer Geschichte, die auf Rache und Überleben setzt.
Miami Vice-Legende Edward James Olmos vervollständigt das Ensemble und verleiht der Serie zusätzliches Gewicht. Seine Besetzung ist ein klares Signal: M.I.A. will nicht nur unterhalten, sondern an die großen Kriminaldramen des amerikanischen Fernsehens anknüpfen.
Starkes Kreativteam hinter M.I.A.
Bill Dubuque, der die gefeierten Ozark-Staffeln erschuf, entwickelte und schrieb M.I.A. Karen Campbell, die bereits bei Dexter als Autorin tätig war, übernimmt die Rolle der Showrunnerin und schrieb ebenfalls an den Drehbüchern mit. Das Duo bringt nachgewiesene Erfahrung mit moralisch komplexen Charakteren und düsteren Handlungssträngen mit.
Die Regie teilen sich fünf Personen: Alethea Jones, bekannt aus High Potential, führte ebenso Regie wie Gwyneth Horder-Payton von American Horror Story und Mairzee Almas, die bei Monarch: Legacy of Monsters arbeitete. Ben Semanoff, der bei Black Rabbit tätig war, sowie John Dahl, bekannt durch The Last Seduction, komplettieren das Regieteam.
Alethea Jones fungiert zusätzlich als ausführende Produzentin, gemeinsam mit Dubuque und Campbell. Diese enge Verzahnung von Regie und Produktion deutet auf eine klar durchkomponierte Bildsprache hin, die der Geschichte den nötigen Nachdruck verleiht.
Alle neun Folgen sofort verfügbar
M.I.A. erscheint am 7. Mai 2026 vollständig auf Peacock: Alle neun Episoden der ersten Staffel werden gleichzeitig veröffentlicht. Zuschauer müssen also nicht Woche für Woche auf neue Folgen warten, sondern können die gesamte Rache-Geschichte in einem Zug erleben.
Als besonderes Ereignis wird die Pilotfolge am 14. Mai 2026 auch im US-amerikanischen Fernsehen ausgestrahlt. Für deutschsprachige Zuschauer steht ein konkretes Startdatum bislang noch aus; ein Anbieter für den DACH-Raum wurde noch nicht bekanntgegeben.
Florida als finstere Kulisse
Der Schauplatz Florida ist bewusst gewählt: Der Bundesstaat gilt seit Jahrzehnten als Hintergrund für Kriminalität, Korruption und Grenzüberschreitungen aller Art. M.I.A. nutzt diese Atmosphäre, um eine Geschichte zu erzählen, in der die Grenzen zwischen Opfer und Täter verschwimmen.
Die Kombination aus sonniger Oberfläche und brutaler Realität darunter erinnert an Klassiker des Genres. Dass Edward James Olmos, der einst Miami Vice prägte, nun in M.I.A. zu sehen ist, schlägt einen direkten Bogen zu einer der einflussreichsten Krimiserien der Fernsehgeschichte.
Was Fans jetzt wissen müssen
M.I.A. vereint ein erfahrenes Kreativteam mit einem vielversprechenden Ensemble. Die Kombination aus Bill Dubuques Gespür für moralische Graubereiche und Karen Campbells Erfahrung mit Serienmördern und Unterwelt-Dynamiken lässt auf eine Serie hoffen, die unter die Haut geht.
Für Fans von Ozark, Dexter oder ähnlich dunklen Kriminaldramen dürfte M.I.A. ein Pflichttitel des Frühjahrs 2026 sein. Deutsche Zuschauer sollten die Ankündigungen der großen Streaming-Anbieter im Blick behalten, da ein Starttermin für den deutschsprachigen Raum noch aussteht.
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M.I.A. startet bei Netflix, und der Schatten von Ozark ist riesig
Der Schöpfer von Ozark macht eine Serie, die Kritiker kalt lässt. Bill Dubuque, dessen erstes Werk Jason Bateman als Geldwäscher über vier gefeierte Staffeln trug, landet mit M.I.A. bei mageren 57% auf Rotten Tomatoes. Dass ausgerechnet er diesen Fehlstart hinlegt, hat niemand erwartet.

Hinter M.I.A. steckt der Kopf von Ozark, und das merkt man sofort
Ozark-DNA trifft auf Telenovela-Tempo: Das klingt nach Chaos, funktioniert aber. Bill Dubuque baut in M.I.A. komplexe Figuren auf, lässt sich in Episode 6 aber fast eine ganze Stunde für einen einzigen Rückblick. Genau diese Ungleichmäßigkeit macht die Serie so schwer einzuordnen.

Wer M.I.A. nach der ersten Folge abbricht, verpasst den besten Trick der Serie
Christopher Cross' 'Ride Like the Wind' taucht seit Januar in drei Serien auf, keine davon zufällig. In M.I.A., The Beauty und Euphoria fungiert der Yacht-Rock-Song als verbindendes Motiv, ohne dass die Macher sich abgesprochen haben. Dass ausgerechnet dieser Song 2026 zum TV-Leitmotiv wird, hätte niemand vorhergesagt.
Artikel geschrieben von:

Julia Fischer analysiert Serien mit besonderem Fokus auf erzählerische Details, Charakterentwicklung und Genre-Mix.
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