Millionen schauen Friends wieder, und Kudrow weiß warum

Matthew Perry fehlt, aber seine Wirkung bleibt größer denn je. Kudrow gestand, dass sie Friends erst nach seinem Tod wirklich lieben lernte. Für Fans ist ihr Zeugnis eine späte, schmerzhafte Würdigung.
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rund 20 Millionen Euro pro Jahr
Die Tantiemen, die Lisa Kudrow, Jennifer Aniston, Courteney Cox, Matt LeBlanc und David Schwimmer jährlich für Friends erhalten, belaufen sich zusammen auf rund 20 Millionen Euro. Das entspricht einem beachtlichen passiven Einkommen, das die fünf Hauptdarsteller Jahrzehnte nach Ende der Serie noch immer regelmäßig erreicht.
Die Grundlage für diese Summen wurde bereits während der Produktion gelegt. In den letzten Staffeln verhandelten alle sechs Hauptdarsteller gemeinsam und erzielten ein Gehalt von je rund 920 Tausend Euro pro Folge. Diese Einheit am Verhandlungstisch machte sie zu einem der bekanntesten Beispiele für kollektive Gehaltsverhandlungen in der Fernsehgeschichte.
Dass solche Summen auch Jahrzehnte später noch fließen, verdankt die Serie ihrer anhaltenden Beliebtheit. Besonders die Generation Z entdeckt Friends auf Streaming-Plattformen neu und sorgt dafür, dass die Abrufzahlen konstant hoch bleiben.
Kudrow sieht die Serie neu
Lange Zeit konnte Lisa Kudrow die eigene Arbeit in Friends kaum unvoreingenommen betrachten. Beim Wiederanschauen sah sie nach eigener Aussage vor allem das, was sie falsch gemacht hatte oder hätte besser machen können.
Das änderte sich nach dem Tod von Matthew Perry im Oktober 2023. Erst dann schaute sie die Serie mit anderen Augen und erlebte zum ersten Mal wirklich, wie großartig das Ergebnis war. Ihre Kolleginnen Jennifer Aniston und Courteney Cox bezeichnete sie als schlicht erstaunlich, während David Schwimmer und Matt LeBlanc sie zum Lachen brachten.
Über Matthew Perry fand Kudrow besonders bewegende Worte: Er sei den anderen schlicht weit voraus gewesen. Diese Aussage zeigt, wie tief der Verlust des Schauspielers sitzt, der im Alter von 54 Jahren nach einem Unfall mit einer Überdosis und Ertrinken starb.
Matthew Perrys Erbe bleibt
Matthew Perry starb im Oktober 2023 mit 54 Jahren. Der Tod des Schauspielers, der in Friends den sarkastischen Chandler Bing (Matthew Perry) verkörperte, erschütterte seine ehemaligen Kollegen und Fans weltweit.
Für Lisa Kudrow war der Verlust ein Wendepunkt in ihrer Beziehung zur gemeinsamen Arbeit. Erst durch die Trauer um Perry fand sie einen neuen Zugang zu der Serie, die sie selbst mitgeprägt hatte. Sie erkannte dabei, was Perrys Spiel von dem der anderen unterschied: eine Qualität, die schwer in Worte zu fassen ist.
Perrys Anteil an den Tantiemen fließt seit seinem Tod nicht mehr an ihn. Sein Nachlass regelt die weiteren Ansprüche. Die vier überlebenden Hauptdarsteller teilen sich die genannte Jahressumme von rund 20 Millionen Euro.
Friends und die neue Generation
Obwohl Friends im Jahr 2004 endete, zieht die Serie bis heute neue Zuschauerinnen und Zuschauer an. Vor allem junge Menschen der Generation Z entdecken die Abenteuer von Rachel (Jennifer Aniston), Monica (Courteney Cox), Phoebe, Ross, Chandler und Joey (Matt LeBlanc) auf Streaming-Plattformen.
Dieser generationsübergreifende Erfolg ist der Hauptgrund dafür, dass die Tantiemen für die Hauptdarsteller so hoch bleiben. Solange neue Abonnenten die Serie streamen, fließt Geld an die Rechteinhaber und damit auch an die Darsteller.
Für Lisa Kudrow, die neben Phoebe Buffay (Lisa Kudrow) in Friends auch durch Serien wie The Comeback bekannt ist, bedeutet dieser anhaltende Erfolg finanzielle Sicherheit. Gleichzeitig trägt er dazu bei, dass das Vermächtnis der Serie und ihrer Figuren lebendig bleibt.
Phoebe Buffay: Kultfigur bis heute
Lisa Kudrow spielte in Friends die exzentrische Phoebe Buffay, eine der beliebtesten Figuren der Serie. Phoebes schräge Weltsicht, ihre eigenwilligen Songs und ihre herzliche Art machten sie zu einem echten Publikumsliebling.
Dass Kudrow die eigene Leistung lange so kritisch beurteilte, überrascht angesichts der Begeisterung, die Phoebe bei Fans auslöst. Ihre Selbstkritik zeigt aber auch, wie hoch die Ansprüche innerhalb des Ensembles waren.
Mit dem neuen Blick auf die Serie, den der Verlust von Matthew Perry ihr ermöglichte, scheint Kudrow heute einen versöhnlicheren Umgang mit ihrer eigenen Arbeit gefunden zu haben. Das ist nicht nur für sie persönlich bedeutsam, sondern auch ein Zeichen dafür, wie tief Friends in das Leben seiner Darsteller eingeschrieben ist.
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Artikel geschrieben von:

Marie Weber berichtet über Action-, Drama- und Mystery-Serien mit besonderem Fokus auf Spannungsdramaturgie und Figurenzeichnung.
Alle Artikel von MarieMarie hat einen weiteren Artikel zur selben Serie verfasst.